Das Dickschiff

Teil 2: Content Management mit Typo3

  1. Content Management mit Typo3
  2. Teil 2: Content Management mit Typo3

Auch die Struktur der Website und damit die Navigation innerhalb dieser Struktur muss das CMS verwalten. Immerhin soll der Nutzer ja neue Seiten anlegen oder alte Seiten löschen oder verschieben dürfen. Änderungen müssen sich widerspiegeln, indem gegebenenfalls neue Menüpunkte in der Site-Navigation erscheinen. Das CMS muss für diesen Zweck "wissen", an welcher Position eine Seite erscheint, welche Seite ihr übergeordnet, welche weiteren Seiten ihr untergeordnet sind und welche Vorlagendatei zur Präsentation zu verwenden ist. Dies muss sein, weil in Wirklichkeit keine realen Seiten erzeugt werden, sondern Titel, Eigenschaften und Inhalte nur als Datensatz, als "virtuelle Seite", in der Datenbank gespeichert sind.

Content Management mit Typo3

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Modular aufgebaut: Verschiedenste Inhaltsmodule in Typo3 (Links Seitenbaum mit Kontextmenü).

Typo3 verwendet zur Darstellung der Sitestruktur eine Metapher, den so genannten Seitenbaum. Er dient dazu, Seiten anzulegen oder bestehende zu kopieren, zu verschieben oder zu löschen. Der Klick auf ein Symbol im Seitenbaum öffnet ein Kontextmenü. Der Befehl Neu im Kontextmenü legt eine neue Seite an. Diese Seite positionieren Sie dann im Seitenbaum beliebig.

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Wohin damit: Eine neue Seite positionieren Sie im Seitenbaum an der gewünschten Stelle.

Das CMS muss in der Lage sein, solche Seiten aus der Navigation auszublenden, die gerade bearbeitet werden oder zwischenzeitlich offline sind. Typo3 bietet selbstverständlich ein solches Ein- und Ausblenden (auch zeitgesteuert) für Seiten oder Teilinhalte von Seiten - geht aber noch weit darüber hinaus: Eine Site kann in "Arbeitsbereiche", so genannte Workspaces eingeteilt sein, die quasi mehrere parallele Versionen der Site gleichzeitig ermöglicht. Nur einer dieser Workspaces ist "live", also online. Innerhalb der anderen ("Entwurfs"-Workspaces) können Sie an Inhalten arbeiten, bevor diese vom Administrator "freigeschaltet" werden. Ein weiterer bemerkenswerter Aspekt ist, dass Typo3 eine Website von vornherein mehrsprachig (z.B. englisch/deutsch) anlegen und beide Sprachversionen nebeneinander verwalten kann.

Inhalte verwalten

Die Inhalte müssen einzelnen Seiten zugeordnet werden. Die kleinste Einheit, innerhalb derer dies geschieht, nennt sich Inhaltsmodul. Je nach Art der Inhalte kann dies beispielsweise ein Textmodul (nur Text), ein Bildmodul (nur Bilder) oder ein gemischtes Modul sein. Auch andere Varianten sind denkbar. Module müssen erstellt, bearbeitet, gelöscht werden können - oder auch kopiert, um dieselben Inhalte in weiteren Seiten zu verwenden.

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Wie Word: Der Rich Text Editor von Typo3 ähnelt in seinen Möglichkeiten einer Textverarbeitung.

Textdaten sind in der Datenbank abgelegt. Hierbei sind auch Formatierungen gespeichert (die eigentlich als HTML-Tags vorliegen). Typo3 bietet zur Texteingabe und -bearbeitung den Rich Text Editor (RTE) an, dessen Oberfläche einer Textverarbeitung nachempfunden ist.

Andere Datentypen wie Bilder, PDFs, Videos oder Audiodateien speichern Sie nicht in der Datenbank, sondern in einem Verzeichnis auf dem Webserver, der dem CMS zugänglich ist. Das CMS muss über Informationen über die hochgeladenen Dateien verfügen, um sie den Redakteuren zur Verfügung zu stellen. Typo3 verwaltet Dateien in einem als Fileadmin bezeichnetem Verzeichnis, in dem Sie der Übersichtlichkeit halber beliebig Unterverzeichnisse anlegen dürfen.

Benutzer verwalten

Unter Benutzerverwaltung fallen alle Aspekte, die mit den Benutzern des Systems zusammenhängen. Dies sind in erster Linie die Personen, die die Site pflegen (die Redakteure und die mit umfassenden Berechtigungen ausgestatteten Administratoren), in zweiter Linie auch die Besucher der Website. Sie können Benutzergruppen bilden, die je nach Berechtigung bestimmte Arbeiten im CMS vornehmen dürfen. In Benutzerprofilen müssen also Benutzernamen, Login-Daten und die damit verbundenen Rechte gespeichert sein.

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Wer darf was: Auch die Benutzerverwaltung von Typo3 wird professionellen Ansprüchen gerecht.

Installieren und konfigurieren

Eine Testinstallation von Typo3 auf dem heimischen Rechner ist einfach: Sie benötigen nur einen Webserver mit konfigurierter PHP-Laufzeitumgebung und MySQL. Eine Empfehlung ist das Xampp-Installationspaket, das Ihnen in einem Rutsch den Apache-Webserver, PHP, MySQL sowie einige andere nützliche Programme zur Verfügung stellt. Einen Installationsworkshop dazu finden Sie als PDFDatei auf der Heft-DVD.

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Schnell aufgesetzt: Das Install-Tool von Typo3 kurz vor der Fertigstellung der Installation.

Zur Bildverarbeitung setzt Typo3 ImageMagick (www.imagemagick.org) oder GraphicsMagick (www.graphicsmagick.org) ein. Legen Sie das Programm auf Ihrem Rechner im Xampp-Verzeichnis ab (nicht in htdocs) und merken Sie sich den Pfad, z.B. C:Programme xamppGraphicsMagick-1.0.5-Q8. Sie müssen diesen Pfad bei Fertigstellung der Konfiguration Typo3 nennen.

Die eigentliche Typo3-Installation (herunterladbar unter www.typo3.org) besteht aus je zwei Paketen: Das eine enthält die Typo3- Source und das andere eine leere Dummy- Site. Sie benötigen in jedem Falle beide Pakete für eine lauffähige Installation.

Entpacken Sie alle Dateien aus dem Typo3-Source- Paket direkt in ein neu erstelltes Verzeichnis im Wurzelverzeichnis htdocs des Webservers. Dies ermöglicht es, mehrere Fassungen von Typo3 in verschiedenen Verzeichnissen parallel zu betreiben. Entpacken Sie nun das Typo3-Dummypaket in das gleiche Verzeichnis.

Die restliche Installation erfolgt direkt vom Browser aus. Geben Sie in das Adressfeld die Home-Adresse des lokalen Servers und den Verzeichnisnamen Ihrer Installation ein (im Beispiel wurde Typo3 im Verzeichnis cms_1 abgelegt): http://localhost/cms_1/.

Typo3 bietet die nun folgende, eigentliche Installation, im so genannten 123mode an, die schnell zu einer lauffähigen Typo3-Umgebung führt. Geben Sie zunächst die Daten für den Datenbankserver (Username, Passwort und Host) an. Der Benutzername für die Datenbankverbindung wird im Allgemeinen root lauten, wenn Sie eine Standardinstallation von MySQL einsetzen. Falls Sie ein Passwort vergeben haben, setzen Sie es ein. Lassen Sie das Passwortfeld ansonsten leer.

Legen Sie nun mit Create new database eine neue Datenbank an. Klicken Sie jetzt auf den Button Import database. Das Installations- Tool meldet nun You’re done! Ab diesem Zeitpunkt verfügen Sie über eine weitgehend funktionstüchtige Typo3-Installation. Sie können sich nun im System einloggen – per Default ist ein Benutzer

administrator 
mit Kennwort 
password

bereits angelegt. Zugegeben, sich anschließend in das System einzuarbeiten, bedeutet etwas Mühe und nicht ohne Grund wurden zu diesem Thema Bücher geschrieben. Typo3 belohnt Sie im Gegenzug mit einem professionellen Content Management System, das in Bezug auf Flexibilität und Erweiterbarkeit wirklich keine Wünsche offen lässt.

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