Sicher in zehn Schritten

Teil 2: Checkliste PC-Sicherheit

Auch wenn es kein PC-Anwender wahrhaben will: Das wichtigste Mittel für einen sicheren PC ist die regelmäßige Datensicherung. Windows und Programme kann man neu installieren, eine defekte Festplatte austauschen, notfalls sogar einen neuen PC kaufen. Aber eine Adressdatenbank, die Fotosammlung, der Briefverkehr oder die Daten der Vereinsverwaltung lassen sich nur schwer oder gar nicht wiederherstellen. Im privaten Bereich ist das ärgerlich, im Home Office oder bei einer kleinen Firma kann ein Datenverlust richtig Geld kosten. Gefahr droht Ihren Daten nicht nur durch Malware aus dem Internet, sondern auch durch Hardware-Fehler und Fehlbedienung - auch PC-Profis sind davor nicht gefeit. Weil Backups lästig sind und gerne vergessen werden, übernimmt am besten der PC die Aufgabe. Microsoft liefert kein vernünftiges Backup-Tool zu Windows, auch das neue Vista macht da keine Ausnahme.

Checkliste PC-Sicherheit

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Nützliche Tools im Überblick

Ein sinnvolles Backup fängt mit der Aufteilung der Festplatte in verschiedene Laufwerke an. Windows gehört auf Laufwerk C, für alle sonstigen Daten wie Texte, Bilder oder MP3-Dateien richten Sie (mindestens) ein zweites Laufwerk ein. Für die Windows-Partition reichen 15 bis 20 GByte aus. Um Ihre wertvollen Datenbestände zu erfassen, sichern Sie später einfach das komplette Datenlaufwerk. DasWindows-Laufwerk sichern Sie nach größeren Änderungen komplett mit einem Disk-Imager.

Wer ein aktuelles CD-Brennprogramm wie Nero 7 oder WinOnCD 9 hat, greift auf die integrierten Backup-Tools zurück. Sie unterstützen einen Zeitplaner und sichern auf allen Windows-Laufwerken, Nero sogar auf FTPServer. Auch FTP-Programme wie WS_FTP Professional 2007 verfügen über integrierte Backup-Funktionen. Manche Programme, vor allem im kaufmännischen Bereich, bieten ein programminternes Backup-System.

Eine Kombination aus Backup-Programm und Disk-Imager ist True Image von Acronis. Damit sichern Sie zum einen ein komplettes Windows-Laufwerk, sodass es selbst auf einer neuen Festplatte problemlos wiederherstellbar ist. Zum anderen erledigt das Tool auch Datei-Backups, die zum Beispiel nur geänderte Dateien zeitgesteuert erfassen.

Aus dem Open-Source-Lager hat sich Abakt etabliert, das Backups, mit umfangreichen Optionen gesteuert, auf beliebigen Windows- Laufwerken ablegt. Leider fehlt dem Programm ein Scheduler, sodass man es über den Taskplaner von Windows mit Kommandozeilen- Parametern aufrufen muss.

Wer keine Angst vor der Kommandozeile hat, kann auf das Microsoft-Tool robocopy zurückgreifen, das zwei Verzeichnisse abgleicht. Bei Vista wird es standardmäßig mitgeliefert, für Windows XP und 2000 können Sie es bei Microsoft als Teil des Resource Toolkit fürWindows 2003 herunterladen. Leider mussman sich mit einer Vielzahl von Parametern herumschlagen, einfacher geht es mit Robocopy GUI, das die Einstellungen als Windows-Dialog präsentiert.

Eine interessante Alternative sind Online-Backups auf dem Server eines Providers im Internet.

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