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Teil 2: Blu-ray-Brenner-Test

  1. Blu-ray-Brenner-Test
  2. Teil 2: Blu-ray-Brenner-Test

Der ältere der beiden Brenner von LG ist nicht nur billiger, sondern stellte sich im Test auch als der etwas leistungsfähigere heraus - zumindest in den Disziplinen, die beide Modelle beherrschen.

Blu-ray-Brenner-Test

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LG GBW-H10N, 79 Punkte, Preis: 649 Euro

Mit knapp 24 Minuten für eine randvolle BDR ist der kleine LG das schnellste Laufwerk im Test. Einzig der Pioneer-Brenner kann hier mithalten und liegt praktisch gleichauf, während der große LG mit 29 Minuten immer noch gut, aber deutlich abgeschlagen auf dem dritten Platz liegt. Damit der Spaß auch gleich losgehen kann, legt LG dem Laufwerk einen Blu-ray-Rohling bei. Angesichts der Rohlingpreise ein netter Bonus.

Auch mit den anderen Formaten kommt das Laufwerk gut zurecht und brennt eine volle DVD+R mit durchschnittlich rund 9facher, eine CD mit knapp 8-facher Geschwindigkeit. Während eine DVD somit in immerhin rund 6 Minuten fertig gebrannt ist, dauert es bei einer CD satte 10 Minuten bis sie voll ist.

Als Brenn-, Authoring- und Abspiel-Software legt LG die "BD Rewriter Solution" bei, bei der es sich um die BD Solution von Cyberlink handelt. Erwähnenswert ist auch das beigelegte Handbuch, das durchaus informativ ist und nicht nur den Einbau und die Konfiguration erläutert, sondern auch über die empfohlenen Systemvoraussetzungen informiert.

FAZIT: Der LG-Brenner zeigt die beste Gesamtleistung im Test. Kann man auf das Lesen von HD-DVDs verzichten, ist er die beste, wenn auch nicht günstigste Wahl.

LG GGW-H10N

Der GGW-H10N ist nicht nur der neueste, sondern auch der interessanteste Brenner, der den Weg ins Labor gefunden hat. Als einziges Modell ist er in der Lage auch mit HD-DVDs umzugehen und liest diese mit bis zu dreifacher Geschwindigkeit ein. Beschreiben kann das Laufwerk das Konkurrenzformat nicht, aber wer vorhat, den Brenner als Grundlage für ein Video-System einzusetzen, braucht sich um die Formate keine Gedanken mehr zu machen.

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LG GGW-H10N, 71 Punkte, Preis: 1199 Euro

Leider hat der Mehrwert seinen Preis und der ist eindeutig zu hoch. Für 1200 Euro bekommt man auch einen reinen Blu-ray-Brenner und einen HD-DVD-Player im Doppelpack. Sind zwei Einbauschächte im PC frei, ist das die günstigere Variante. Der Griff zum billigeren GGW-H10N, der in den meisten Tests sogar etwas besser abschneidet, scheint da nahe liegend. Der Haken: In diesem Fall müsste man auch auf das Brennen von DL-Scheiben verzichten. Das kann nämlich nur der GGW.

Als Software legt LG beiden Brennern nahezu identische Pakete bei. Der GGW-H10N enthält zusätzlich den HD Adviser, der hilft, das eigene System für die Wiedergabe von HD-Material fit zu machen. Ulkig ist, dass das beigelegte Handbuch, das ansonsten dem des GBW entspricht, kein deutsches Kapitel enthält.

FAZIT: LG könnte mit dem Brenner die friedliche Koexistenz der beiden HD-Formate einläuten. Dazu muss aber der Preis auf jeden Fall kräftig nach unten korrigiert werden.

LiteOn LH-2B1S

Das LiteOn-Laufwerk ist bis auf die Frontblende und die Firmware baugleich zum Philips-Brenner. Das geht so weit, dass beide Laufwerke die gleichen Macken im Umgang mit unserem Standard-Testsystem an den Tag legten.

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LiteOn LH-2B1S, 71 Punkte, Preis: 1199 Euro

In den Tests zeigte das Laufwerk eine insgesamt eher mäßige Leistung und ist beim Brennen von BD-R-Rohlingen sogar noch eine Minute langsamer als der Optiarc und das Laufwerk von Plextor; es kommt dadurch "nur" auf 1,9fache Geschwindigkeit. Einzig beim Brennen von normalen CDs legt das LiteOn eine für Blu-ray-Brenner erstaunliche Geschwindigkeit an den Tag und ist schon nach etwas über vier Minuten mit einer vollen CD fertig. Eine DVD brennt das Laufwerk in rund acht Minuten und liegt damit im Mittelfeld der getesteten Brenner.

Nett ist die Frontblende: Mittels LEDs zeigt das Laufwerk an, welches Medienformat es gerade geschluckt hat - CD, DVD oder Blu-ray. Notwendig ist das nicht, aber eine nette Abwechslung vom gestalterischen Einerlei. Erstaunlich ist, dass LiteOn kein Wort darüber verliert, dass der Brenner auch DL-Medien verdaut. Offiziell kann er das also nicht. Mit unserem einzigen DL-Rohling eingelegt, erklärte sich Nero aber bereit, selbigen mit einfacher Geschwindigkeit zu beschreiben.

FAZIT: Auch wenn LiteOn den Preis für den LH-2B1S gerade erst gesenkt hat, ist der Brenner keine Konkurrenz zum günstigeren Pioneer-Modell.

Optiarc BD-M100A

Wem der Herstellername Optiarc nichts sagt, muss sich nichts dabei denken. Es handelt sich nicht um einen Marktneuling aus einem dubiosen Tigerstaat, sondern um das gemeinsame Unternehmen der Branchenriesen Sony und NEC.

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Optiarc BD-M100A, 55 Punkte, Preis: 649 Euro

Was die Leistung angeht, fällt der Brenner kaum auf. Wie die Geräte von Philips, LiteOn und Plextor firmiert der Optiarc als 2X-Brenner und erreicht auch exakt diese Geschwindigkeit sowohl mit einfach, als auch wiederbeschreibbaren Medien. Damit liegt der Brenner beim Brennen von BD-R-Rohlingen hinter den 4X-Brennern, kann dafür aber auch doppellagige Medien beschreiben.

So schlecht wie er von der Gesamtwertung da steht, ist der Optiarc auf jeden Fall nicht. Wer sich die Punkteverteilung ansieht, stellt fest, dass das Laufwerk im Bereich Zubehör kräftig Federn lässt. Das resultiert daraus, dass es sich um eine Bulk-Version ohne jedes Zubehör handelt.

Wer auf anderem Wege an die benötigte Brenn- oder Abspiel-Software gekommen ist, könnte hier natürlich auch einiges sparen. Leider hat Optiarc es versäumt, die eingesparten Kosten an den Endkunden weiterzugeben und so kommt zur schlechten Gesamtpunktzahl auch noch ein durchwachsenes Preis-Leistungs-Verhältnis.

FAZIT: Von der Leistung her ist der Optiarc nicht so schlecht, wie die Punkte zunächst suggerieren. Als Bulk-Version müsste das Laufwerk aber billiger sein.

Philips SPD-7000B0

Der Philips-Brenner entspricht dem Modell von Lite-On bis auf die Frontblende, die beim holländischen Modell noch etwas edler ausfällt. So weigerten sich beide Laufwerke, mit dem Testsystem zusammenzuarbeiten. Per SATA angeschlossen, konnte das System weder den jeweiligen Brenner, noch die ebenfalls am SATA angeschlossene Festplatte erkennen. An einem Ausweichsystem liefen dann beide Brenner ohne Probleme. Die Leistung liegt im für 2-fach-Brenner zu erwartenden Rahmen. Sowohl im Lesen als auch Schreiben ist es bei BD-Medien fast exakt zweifache Geschwindigkeit.

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Philips SPD-7000BD, 65 Punkte, Preis: 699 Euro

Auch DL-Medien können beide Brenner beschreiben, was wir allerdings mangels geeigneter Medien leider nicht mit Messwerten untermauern können. Im Gegensatz zu LiteOn gibt Philips keine Unterstützung für DVD-R DL Medien an. Nero interessierte das nicht und bot an, den Rohling mit 4X zu brennen - der Geschwindigkeit, die LiteON für seinen Brenner angibt. Prompt gab es einen Brennfehler. Als DVD-R DL-Brenner sollte man den Philips also nicht hernehmen. Seltsam ist auch die Diskrepanz zwischen Herstellerangabe und Nero Infotool, was die Puffergröße angeht: Philips gibt 8 MByte an, Nero ermittelt dagegen nur zwei. In Sachen Ausstattung, gehört der Philips zu den besten Modellen im Test.

FAZIT: Die Leistung des SB-7000 liegt exakt im 2X-Bereich und er ist damit langsamer als billigere Konkurrenzmodelle. Die (Software-) Ausstattung gehört dagegen zu den besten.

Pioneer BDR-202

Nur knapp muss sich der Pioneer-Brenner dem Laufwerk von LG geschlagen geben. Die meisten Punkte verliert er dabei in der Ausstattungswertung, wobei hier nicht vorhandene Kabel und Schrauben ausschlaggebend sind. Der Leistung nach liegen die beiden Produkte mehr oder weniger gleichauf. Die Unterschiede sind meist so knapp, dass sie fast schon in der Messgenauigkeit untergehen.

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Pioneer BDR-202, 72 Punkte, Preis: 449 Euro

Die Software-Ausstattung besteht wie bei den meisten anderen Testkandidaten aus dem "BD- Solution" genannten Paket von Cyberlink und reicht für alle Standardaufgaben aus. Der größte Vorteil, den der BDR-202 für sich verbuchen kann, ist der Preis. Mit knapp 450 Euro ist er der mit Abstand günstigste Brenner in diesem Testfeld.

Der einzige Nachteil liegt darin, dass der BDR-202 keine doppellagigen Blu-ray-Medien beschreiben kann. Sein direkter Konkurrent, der GBW-H10N, muss in dieser Disziplin allerdings ebenso passen. Ein wenig lahm geht der Pioneer beim Auslesen von DL-Medien zu Werke. Obwohl er bei normalen BD-ROMs mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 5,2x die Nummer 1 in dieser Disziplin ist, trödelt er bei unserem DL-Film seltsamerweise mit kontinuierlich 2facher Geschwindigkeit vor sich hin.

FAZIT: Wenn man auf das Brennen von 50-GByte-Scheiben verzichten kann, ist der Pioneer eine erstklassige Wahl. Und das nicht nur aufgrund des überragenden Preises.

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