Markennamen auf dem Prüfstand

Teil 2: Billig gegen Marke

Wenn man einen Wettkampf veranstaltet, dann müssen die Bedingungen klar festgelegt sein. Das gilt auch für den Vergleich von PCSystemen. Deshalb haben wir eine Klasse zugrunde gelegt, an die beide Kandidaten gebunden sind. Das wollen wir nicht anders machen als etwa im Boxsport, wo ein Fliegengewicht auch nicht zu einem Schwergewichtler in den Ring geschubst wird.

Billig gegen Marke

© Archiv

Beide PCs sollten demnach mit einer 3-GHz- CPU ausgerüstet werden, über 1 GByte Hauptspeicher verfügen, und die Grafikkarte sollte zur gehobenen Mittelklasse gehören. Letztlich entschlossen wir uns für die nVidia 6600 GPU. Die Größe der Festplatte haben wir mit 160 GByte festgelegt, und ein DVD-Brenner darf in einem aktuellen PC natürlich auch nicht fehlen. Die Wahl des Gehäuses blieb weitgehend den Redakteuren selbst überlassen, und beim Netzteil galt es lediglich auf ausreichende Leistung zu achten - um die 500 Watt sollten es aber schon sein. Auf ein Diskettenlaufwerk haben wir verzichtet. Die Speichermedien aus der Computer- Steinzeit haben ihren Sinn inzwischen gänzlich verloren. Aktuelle BIOS-Versionen unterstützen alle das Booten von CD, die meisten sogar das Booten von einem USB-Stick. Und auch die Software-Hersteller haben die Zeit nicht verschlafen. Wichtige Tools, wie etwa Festplatten- Partitionierer oder Image-Sicherungs-Programme, können heute alle von CD gestartet werden und bei Bedarf sogar eine Diskette emulieren. Ebenso unberücksichtigt blieben in diesem Wettkampf Eingabegeräte, wie Maus und Tastatur, ein Leistungsvergleich schien uns hier nicht angebracht. Auch konnten wir uns nicht dafür erwärmen, ein Betriebssystem zu kaufen. Das sollen Sie beim Selbstbau aber gegebenenfalls berücksichtigen.

Einen entscheidenden Unterschied zwischen den beiden Systembauern musste es aber schon geben. Der eine Redakteur greift bei jenen Geräten zu, die seinem Gusto und Gefallen am besten entgegenkommen, ohne auf den Preis zu achten.

Dem anderen Redakteur wird der Geldgürtel zugeschnürt, bis er nur noch krächzt, und bevor er einen Euro ausgeben darf, muss er ihn dreimal umdrehen. Mit diesen Vorgaben machten wir uns ans Werk.

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