Ein jedes Ding an seinem Ort...

Teil 2: Bild-Ordnung mit Methode

ACDSee gehört zu den Pionieren der Bildbetrachter und ist inzwischen bereits in der Version 8 erhältlich. Die meisten Anwender werden eine der frei erhältlichen Versionen einsetzen. Derzeit gibt es beispielsweise die Version 5 bei einigen Digitalkameras als Dreingabe.

Bild-Ordnung mit Methode

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Die Stärken des Tools liegen in der schnellen Darstellung von Bildern, denn während man ein Bild betrachtet, wird das nächste bereits im Hintergrund geladen. Die übersichtliche Darstellung von Bilderordnern in Thumbnail- Form hilft, Ordnung zu halten. Praktisch ist die Suchfunktion nach doppelten Bilddateien. Gelegentlich soll es ja vorkommen, dass man die gleichen Bilder in verschiedenen Verzeichnissen ablegt und damit unnötig viel Platz vergeudet.

In der Version 5 finden Sie über Extras, Aktionen, Verwaltung die Funktion "Duplikate suchen". Hier wählt man zunächst einen Ort, z.B. die Festplatte C und D. Bei Auswahl von "Exaktes Duplikat" zeigt ACDSee nur Bilder an, die wirklich identisch sind, also nicht solche, die man beispielsweise bearbeitet und unter anderem Namen gespeichert hat. Gefundene Duplikate können bedenkenlos gelöscht werden, es sei denn, es handelt sich um ein Backup Ihrer Festplatte! Leider bietet ACDSee nur beschränkte Datenbankfunktionen. So kann man in Version 5 nur Bilder, die man bearbeitet und neu gespeichert hat, über Extras, Zeitstempel wieder mit den ursprünglichen Datumsattributen speichern indem man sie mit den Exif-Daten überschreibt.

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Irfanview kann Exifund IPTC-Informationen anzeigen und modifizieren. Eine Suchfunktion gibt es aber nicht.

Das geht über das Tastenkürzel Strg und T. Bessere Suchmöglichkeiten mithilfe der Exif-Daten bietet die Version 8 von ACDSee - die muss man aber mit rund 50 US$ teuer bezahlen.

Picasa wird von Google vertrieben und ist für jedermann kostenlos unter www.google.de zu finden, wenn man der Verlinkung Mehr folgt. Die Installation erfolgt problemlos durch Doppelklick auf die heruntergeladene Datei. Wenn Sie jedoch nicht wünschen, dass Google zu Ihrer Startseite gemacht wird, sollten Sie das entsprechende Häkchen entfernen.

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ACDSee Version 5: über die Funktion Zeitstempel können Bilder auf die Exif-Daten auch nach einer Bearbeitung zurückgesetzt werden.

Zunächst können Sie Picasa damit beauftragen, alle Hardware-Speicher Ihres PCs nach Bildern zu durchsuchen - was durchaus Sinn macht. Das Programm zeigt alle gefundenen Bilder in einer übersichtlichen Ordnerstruktur an, die nach Datum sortiert wird. Besonders ist Picasa wegen seiner Geschwindigkeit und Einfachheit. Die Vorschau der Thumbnails geht selbst noch auf relativ langsamen PCs sehr schnell von statten, ebenso wie die wenigen, aber effektvollen Bearbeitungsfeatures. Mit diesen darf man übrigens gerne herumspielen, da dauerhafte Veränderungen an den Bilddaten erst mit dem Export der Bilder hinzugefügt werden. Picasa speichert die Modifikationen von Bildern quasi separat.

Das Foto-Tool bietet einfache Suchfunktionen. So kann man sich beispielsweise alle Bilder anzeigen lassen, die man mit einem Sternchen markiert hat. Oder man schränkt die Suche auf einen bestimmten Zeitraum ein, z.B. auf die letzen zwei Wochen. Sehr praktisch ist das Arbeiten mit Labels. Man weist bestimmten Bildern, die in einem Zusammenhang stehen, ein Label und Schlagwörter zu. Das kann man auch pauschal für mehrere Bilder in einem Ordner erledigen. Suchtman dann nach einem Schlagwort, werden alle Labels angezeigt, die diesem Schlagwort entsprechen und zusätzlich die Ordner, in denen die Bilder zu finden sind.

Für aktive Fotofreunde könnte die mit einem Knopfdruck erreichbare Blog-Funktion interessant sein. Nach wenigen Mausklicks hatman ein Konto eröffnet und kann dann Bilder online stellen und mit Freunden über das Web teilen. Natürlich ist das Bloggen eigentlich für Schreibwütige gedacht, aber diese Zweckentfremdung muss man Google ja nicht gleich auf die Nase binden. Wer gerne mal Bilder an einen Internet- Fotodienst schickt, um Abzüge zu machen, der sollte sich die Funktion "Zuschneiden" ansehen. Bilder können bequem so zugeschnitten werden, dass Sie genau den Maßen der Abzüge entsprechen, also 10x15 cm, usw. Der Vorteil liegt darin, dassman vorher genau festlegen kann, was auf dem Foto hinterher zu sehen sein wird.

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Picasa von Google ist kostenlos und ein schneller Bildbetrachter. Einfache Suchfunktionen sind auch schon drin.

Ein gern eingesetzter Bildbetrachter ist Irfanview. Dieses weit verbreitete Tool kann aber mehr, als nur JPEGs anzuzeigen. Richtig aufgebohrtwird das Programm mit dem Plug-in- Paket, das man sich von der Webseite www.irfanview.com herunterladen kann. Mit diesen Plug-ins expandiert der Bildbetrachter zum Multimedia-Experten. Er liest dann eine große Anzahl von Formaten, darunter DJVU, Flash, PSP oder JPEG 2000, brennt Dia- Shows mit Nero auf eine CD und spieltMusikund Videodateien unterschiedlicher Formate ab. Für Ordnungsliebende ist aber besonders interessant, dass Irfanview EXIF- und IPTC-Informationen mit dem Plug-in-Upgrade auslesen und verändern kann.

EXIF-Daten (EXchangable Image File) werden von vielen Digitalkameras in die Bilddaten geschrieben und geben dem Fotografen Informationen über die Verschlusszeit, die Blende, die Brennweite und weitere Kameraspezifische Informationen. Das hilft, wenn es darum geht, ein Foto in seiner Entstehungsgeschichte einzuordnen. Natürlich werden auch Datum und Uhrzeit der Aufnahme festgehalten, so dass eine Archivierung über das Auslesen der Exif-Daten besser möglich ist, als beispielsweise über Datum und Uhrzeit des Zeitpunktes, an dem die Datei auf den PC überspielt wurde oder verändert wurde. Das gilt aber nur, wenn Sie nach dem ersten Einschalten der Kamera auch das Datum und die Uhrzeit einstellen.</p>

Für eine akribischere Archivierung eignen sich die so genannten IPTC-Informationen (International Press Telecommunications Council), die ebenso wie die Exif-Daten "unsichtbar" an das Bild angehängt werden. Ursprünglich waren diese Informationen für Pressefotografen gedacht, damit diese gleich mit dem Bild entsprechende Informationen an die Redaktionen übermitteln konnten. Mit der elektronischen Übermittlung des Bildes wurde also auch gleich die Bildeinordnung erledigt.

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Kalimages bietet ausgefeilte IPTC-Suchfunktionen. Schlagwörter muss man den Bildern aber vorher zuordnen.

Über den Menüpunkt "Image" und "Information" gelangen Sie in Irfanview zur Anzeige der Eigenschaften eines Bildes. In der unteren linken Ecke desMenüfensters finden Sie einen Knopf, um die IPTC-Infos aufzurufen. Irfanview gliedert die möglichen Informationen in sechs Reiter. Für die Archivierung von Bildern ist hier der Reiter "Keywords" von Interesse. In diesem Menüfenster geben Sie Schlagwörter ein, über die Sie das Bild wieder finden können und solche, die es in eine bestimmte Gruppe, wie beispielsweise den Spanienurlaub 2005, einordnet. Wenn Sie vorhaben, die Bilder ins Internet zu stellen, können Sie mit einem Copyright-Eintrag auch potenzielle Bilddiebe entlarven, vorausgesetzt, der Dieb liest die IPTC Daten nicht aus und löscht Ihren Namen nicht.

Einen Nachteil hat Irfanview allerdings: Suchen können Sie bestimmte Bilder nicht über die Schlüsselwörter. Dafür benötigt man andere Programme.

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