Chancen aus der digitalen Hilflosigkeit

Teil 2: Bewusstseinswandel Datenschutz

  1. Bewusstseinswandel Datenschutz
  2. Teil 2: Bewusstseinswandel Datenschutz

Das 7p-Prinzip

Wer sich in sozialen Netzwerken engagiert, muss aufpassen. Denn durch die preisgabe persönlicher Daten ist ein Internetnutzer nicht nur gläserner als ein Internet-Verweigerer, er setzt sich aus anderen Gefahren wie dem Bullying aus. Darunter ist beispielweise das bewusste Fälschen von Bildern und Erschaffen falscher Tatsachen zu verstehen, um andere Community-Mitglieder in Misskredit zu bringen. Prof. Dr. Jo Groebel sieht darin eine völlig neue Herausforderung und rät mit deutlichen Worten zur bewussten Herausgabe persönlicher Daten im Internet: "Überlegt euch sehr gut, was ihr gerausgebt," denn alles könne gegen die eigene Person benutzt werden.

Wie Keylogger Ihre Identität bedrohen

© Archiv

Einen Lösungsansatz haben die Datenschutz-Experten auch schon in der Tasche. Ein von Prof. Dr. Jo Groebel sogenanntes 7-Punkte-Prinzip soll den Anwender in die Zukunft der digitalen Zivilgesellschaft führen. Hintergrund ist die Herausbildung einer neuen Ethik.

1. Providers & Companies

Hier schlagen die Datenschutzexperten die Schaffung eines Siegels vor. Dieses Siegel soll dem Nutzer dann signalisieren, dass seine Daten bei solchen Unternehmen gut aufgehoben sind.

2. Politics & Offices

Politik und Behörden sollen dem Nutzer mehr Informationen zum Thema Datenschutz zur Verfügung stellen. Gewünscht seien auch klare Gesetze zum Online-Datenschutz. Hintergrund: Viele Datenschutzerklärungen auf Social-Community-Seiten seien so lang und umständlich zu lesen, da sich Unternehmen für eine Vielzahl von Gesetzen absichern müssten. Ein Schopp müsse beispielsweise seine Datenschutzerklärung dahingehende auslegen, dass sie dem Telemediengesetz, dem Telekommunikationsgesetz und dem Bundesdatenschutzgesetz genügen.

3. "Pedagogy"

Mit dem Schwammbegriff Pädagogik wollen die Datenschutzexperten Unternehmen, Staat und Nutzer - also allen Online-Beteiligten - auf ein übergreifendes verantwortliches Handeln hinweisen.

4. Parents

Laut Prof. Dr. Groebel muss auch das Verantwortlichkeitsgefühl der Eltern stärker greifen. So würden zwar viele Eltern einen stärkeren Datenschutz anmahnen, wüssten aber oft selber nicht, was ihre Kinder am PC machen.

5. Prosumers

Der Begriff Prosumer beschreibt aktive Online-Nutzer, die nicht nur Informationen aus dem Internet aufnehmen sondern auch Inhalte ins Web stellen und sich inhaltlich beteiligen. Prosumer müssen sich laut den Experten verstärkt ihrer Verantwortung gegenüber anderen Online-Teilnehmer bewusst werden und verantwortlich handeln.

6. Patrons

Wer bereits länger aktiv im Netz und in sozialen Netzwerken unterwegs ist, sollte mit gutem Beispiel voran gehen und Neulingen beim Zurechtfinden helfen. Damit werden die sogenannten Patrons oder Paten zu einer Resonanzart für Fragen von unerfahrenen Nutzern.

7. Public

Datenschutz ist keine statische Sache sondern gesellschaftlichen Strömungen und Entwicklungen unterworfen, deshalb ist es laut Experten wichtig, dass eine dynamische öffentliche Debatte stattfindet.

Schutzmaßnahmen

Unabhängig von Alter und Geschlecht kennt laut der Studie die Mehrzahl der Internetnutzer die wichtigsten Mittel und Wege, um sich vor Datendiebstahl und Virenbefall zu schützen.

Internet Security Suites versprechen beispielsweise mit innovativen Techniken die Flut an neuer Malware vom PC fernzuhalten. In einen umfangreichen Praxistests hat PC-Magazin-Autor Wolfgang Nefzger 16 Suiten unter Beschuss genommen und nur die besten überleben lassen. Im Artikel 'Das beste Mittel gegen Viren', erfahren magnus.de-Leser, welche Anti-Virien-Suiten beim Schutz der persönlichen Daten helfen können.

Nutzer der Betriebssysteme Windows XP und Vista erfahren im Artikel 'Windows-Rechner richtig absichern' von PCgo-Autor Peter Stelzel-Morawietz die wichtigsten Sicherheitseinstellungen in der Home-Version von Windows XP. Beim neuen Vista-Betriebssystem funktionieren die Einstellungen im Prinzip genauso. Wo es notwendig ist, weisen wir explizit auf die Unterschiede hin.

Für die repräsentative TNS-Infratest-Studie 'Bewusstseinswandel im Datenschutz' wurde im Auftrag des Deutschen Digitalen Instituts und von Microsoft in Auftrag gegeben und am 30. Januar 2009 in München vorgestellt. Das Vorwort von Prof. Dr. Jo Groebel beginnt mit den Worten: "Die Welt des Internet ist kein Paralleluniversum. Information, Kommunikation und Transaktion folgen den gleichen Regeln wie beim traditionellen Zusammenleben."

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