WLAN-Tipps: Helfen Sie Ihrem Heimnetz auf die Sprünge

Teil 2: 7 Tipps für das WLAN: Schnell, stabil, sicher

Tipp 4: Kanalwahl

Sendet Ihr WLAN-Router auf ähnlichen Kanälen wie die Geräte Ihrer Nachbarn, stören sich die Funknetze gegenseitig. Stellen Sie deshalb in Ihrem WLAN-Router einen Funkkanal ein, der möglichst weit vom Kanal Ihres nächsten beziehungsweise des am stärksten sendenden Nachbarn entfernt ist. Mit dem WLAN-Tool "inSSIDer" können Sie sich die Kanalverteilung der WLANs in Ihrer Nachbarschaft und deren Sendeleistung, die bei Ihnen zu Hause Störungen hervorruft, sehr übersichtlich anzeigen lassen. Die "3 Schritte: inSSIDer zeigt WLAN-Störer" auf der nächsten Seite beschreiben kurz, wie Sie das Tool einsetzen. Achten Sie in der Tabelle in der Spalte RSSI besonders auf die WLAN-Netze, deren Signalleistung (Spalte: RSSI) dem Ihres eigenen Routers besonders nahe kommt. Per Klick auf den Spaltenkopf "RSSI" lassen sich die WLAN-Netze nach der Stärke ihrer Signalleistung anordnen. Links neben der Spalte "RSSID" können Sie den zugehörigen "Kanal" ablesen, auf dem der jeweilige WLAN-Router funkt.

Ihr eigener WLAN-Router sollte auf einem Kanal funken, der von dem des nächststärkeren WLAN-Routers möglichst weit (mindestens 5 bis 6 Kanäle) entfernt ist. Um den Funkkanal in Ihrem WLAN-Router entsprechend anzupassen, wechseln Sie im Router-Menü in die WLAN-Einstellungen. Schlagen Sie bei Bedarf im Handbuch des Routers nach. Zur Übernahme des neuen Kanals bootet Ihr Router und die WLAN-Verbindung wird für kurze Zeit unterbrochen. Moderne WLAN-Router besitzen häufig eine automatische Kanalwahl. Ist diese Einstellung aktiviert, ermittelt der WLAN-Router zunächst alle störenden Funknetze in der näheren Umgebung und schaltet sich dann automatisch auf den für die eigene Verbindung günstigsten Kanal.

Tipp 5: Welche Verschlüsselung?

Jeder halbwegs aktuelle WLAN-Router unterstützt inzwischen die für den Heimgebrauch sichere WLAN-Verschlüsselung WPA-PSK oder deren Nachfolger WPA2-PSK. Sie sind der schon seit längerer Zeit geknackten WEP-Verschlüsselung unbedingt vorzuziehen. Ältere WLAN-Geräte, die als Verschlüsselung nur WEP unterstützen, sollten definitiv nicht mehr eingesetzt werden. Achten Sie außerdem darauf, dass auch alle WLAN-Clients in Ihrem Funknetz (WLAN-Adapter an Notebook und PC, drahtlose Webradios etc.) zumindest WPA-PSK unterstützen. Ein WLAN-Router, der ausschließlich mit WPA2-PSK verschlüsselt, kann mit einem WLAN-Adapter, der nur WPA-PSK (TKIP) unterstützt, keine Verbindung eingehen, auch wenn SSID und Passwort des Funknetzes in beiden Geräten vollständig übereinstimmen. Um Komplikationen zu vermeiden, sollten Sie deshalb in den WLAN-Einstellungen Ihres Routers den gemischten Modus WPA2-PSK und WPA-PSK (TKIP) aktivieren.

Tipp 6: WPA-Enterprise

Manche WLAN-Router bieten die Verschlüsselungseinstellung "WPA", die manchmal auch als "WPA- Enterprise" bezeichnet ist. Dabei handelt es sich um eine WLAN-Verschlüsselung, wie sie häufig in größeren Firmen eingesetzt wird. Die Verwaltung der Schlüssel erfolgt dabei auf einem speziellen Rechner, dem sogenannten RADIUS-Server. Für Ihr Heimnetz ist dies die falsche Einstellung. Wählen Sie stattdessen die Verschlüsselung "WPA-PSK", oft auch "WPA-Personal" genannt. "PSK" bedeutet, dass jeder WLAN-Teilnehmer ein Passwort ("PreShared Key") angeben muss.

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