Marke gegen billig

Teil 2: 19-Zoll-TFTs im Härtetest

Testsieger Philips 190X7FB

Den Testsieg holt sich ein Markengerät. Mit einem Straßenpreis von 269 Euro ist der TFT von Philips immer noch erschwinglich und bietet dafür deutlich mehr Leistung als die Schnäppchen. Auf seinem soliden Metallfuß steht der 190X7FB absolut sicher. Sinnvolle Extras wie ein Kopfhörer- oder ein USB-2.0-Anschluss sind alles andere als Standard.

19-Zoll-TFT Philips 190X7FB

© Archiv

TFT mit Overdrive-Schaltung für geringe Nachzieheffekte

Dank seines schicken Äußeren spricht der 190X7FB auch Design-Fans an, die sich einen repräsentativen Schreibtisch einrichten wollen. Aber vor allem die inneren Werte überzeugen. Schnelle Schaltzeiten und sehr gute Laborwerte bei der Farbreinheit machen den 190X7FB zur ersten Wahl. Philips übernimmt sogar eine Garantie für nachträglich auftauchende Pixelfehler und tauscht entsprechende Geräte aus – vorbildlich!www.philips.de,Preis: 289,- Euro82 von 100 Punkten

Spartipp AOC 197Vk

TFTs unter 200 Euro gibt es viele, doch haben solche Schnäppchen gerne gravierende Ausstattungslücken. Nicht so beim AOC 197Vk. Er verfügt sogar über einen DVI-Eingang und das passende Kabel zur Verbindung mit der Grafikkarte liegt auch bei. Die Ausleuchtung ist nicht ganz optimal, aber in dieser Preisklasse kaum besser zu finden.

19-Zoll-TFT AOC 197Vk

© Archiv

Der AOC 197Vk bietet gute Qualität zum günstigen Preis

Die Schaltzeiten liegen im Mittel bei gemessenen 20,8 Millisekunden und damit deutlich über den 4,7 Millisekunden des Philips. Computerspieler sollten deshalb lieber zum Testsieger greifen. Für Gelegenheitszocker reicht die Leistung aber völlig aus, da die gefürchteten Nachzieheffekte nur bei sehr schnellen 3D-Spielen zu Tage treten. Der TFT ist insgesamt ordentlich verarbeitet und gut zu bedienen. AOC gewährt drei Jahre Garantie, also ein Jahr mehr als gesetzlich vorgeschrieben.www.aocdisplays.com,Preis: 189,- Euro74 von 100 Punkten

Expertenmeinung

Was man heute für unter 200 Euro bekommt, kann sich wirklich sehen lassen. Obwohl die Preise für TFTs in den letzten Monaten noch einmal deutlich gesunken sind, haben selbst die Billig-Hersteller kaum an der Qualität gespart. Wer nur ein kleines Budget zur Verfügung hat, bekommt dafür schon ein gut bewertetes Gerät, das für den Hausgebrauch völlig ausreicht.

Schon unter 200 Euro bekommt man TFTs mit guter Qualität.
Matthias Metzler, Redakteur

Trotzdem kann es sich lohnen, auch etwas mehr Geld auszugeben. Die Markengeräte sind in der Regel besser ausgestattet und in der Bildqualität doch noch mal eine ganze Stufe besser. Wenn man bedenkt, dass man täglich oft mehrere Stunden vor dem Bildschirm sitzt und dieser jahrelang im Einsatz ist, eine durchaus lohnende Investition.

Falls Sie noch vor einem Röhrenmonitor sitzen oder ihr TFT schon mehrere Jahre auf dem Buckel hat, ist jetzt ein guter Zeitpunkt zum Kaufen. Selbst die billigsten Geräte im Test übertreffen jede Röhre und jeden älteren TFT um Längen.

Den richtigen Anschluss finden

Von Monitoren mit nur einem Signaleingang sollten Sie Abstand nehmen. Selbst günstige Geräte bieten inzwischen zwei Anschlüsse. Am praktikabelsten sind ein VGA- (D-Sub-) und ein DVI-Eingang. Für den täglichen Gebrauch ist DVI immer vorzuziehen. Das Bild gewinnt hier klar an Schärfe, denn das von der Grafikkarte erzeugte Bild wird digital und pixelgenau an den Monitor übertragen. Den analogen VGA-Eingang sollte man für den seltener genutzten Zweit-PC nutzen, oder für das Notebook, wenn ein größerer Bildschirm benötigt wird.

Bessere Monitore offerieren einen HDCP-tauglichen DVI- oder HDMI-Eingang. HDCP ist ein Kopierschutz, der das Aufnehmen von HD-Videomaterial verhindern soll. So ein Schutz kann bei Blu-ray- oder HDDVD- Scheiben zum Einsatz kommen. Sollten Sie irgendwann ein entsprechendes Laufwerk im PC haben, können Sie die Videos dann ohne Einschränkungen ansehen - sofern auch die Grafikkarte HDCP-tauglich ist. Auf einem 19-Zoll-TFT mit der Standardauflösung von 1280x1024 lässt sich immerhin ein Film in 720p ansehen, also in der kleinen HDTV-Auflösung mit 1280 x 720 Bildpunkten.

Bei Geräten ohne HDCP-Unterstützung könnte im schlimmsten Fall der Bildschirm Schwarz bleiben. Ob Sie beim Kauf eines TFTs auf HDCP achten sollten, hängt von Ihren Sehgewohnheiten ab. Wenn Sie bislang keine Filme am PC abgespielt haben, werden Sie es wohl auch in Zukunft nicht tun. Hier reicht ein günstiges Gerät ohne HDCP völlig aus. DVI mit HDCP am 19-Zoll-TFT-Monitor ist zwar wünschenswert, aber keinesfalls kaufentscheidend.

Die Schnäppchen bergen dagegen andere versteckte Kosten, denn oft wird an den nötigen Kabeln gespart. Während bei den Markenherstellern üblicherweise VGA und DVI-Kabel beiliegen, fehlt bei den Sonderangeboten fast immer das wichtigere DVI-Kabel. Dafür werden noch einmal mindestens zehn Euro zusätzlich fällig, die man eigentlich auf den Kaufpreis des Schnäppchens aufschlagen müsste.

Schärfe gratis nachrüsten

Das Schriftbild auf einem 19-Zoll-TFT ist angenehm groß, wirkt aber oft etwas pixelig, gerade bei Kursivschrift. Ursache ist der etwas höhere Pixelabstand als etwa bei einem 17-Zoll-Gerät. Mit dem ClearType Tuner schaffen Sie Abhilfe. Das kostenlose Tool von Microsoft sorgt für eine deutlich bessere Lesbarkeit von Schrift. Gehen Sie auf www.microsoft.com/typography/Clear TypePowerToy.mspx und klicken Sie auf den Link unter "location". Einen ersten Eindruck von der Wirkung des Tools können Sie sich unter www.microsoft.com/typography/Clear Type/tuner/Step1.aspx machen.

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