Markennamen auf dem Prüfstand

Teil 18: Billig gegen Marke

Durch die Vorgabe des Prozessors fiel die Wahl des Chipsatzes schnell auf nVidia. Der nForce4 bietet alle grundlegenden Funktionen, die ein moderner PC benötigt. Doch die Standardversion war mir nicht genug. Eine spezielle Variante des nForce4 unterstützt die SLI-Technik von nVidia. Erst damit waren alle meine Vorgaben für das Mainboard erfüllt. Es musste also ein nForce4-SLI-Chipsatz sein. Mit diesem Chipsatz gibt es noch nicht sehr viele Hersteller, die ein passendes Mainboard anbieten. Asus ist einer der wenigen, und darüber hinaus besitzt diese Firma einen ausgezeichneten Leumund in Expertenkreisen.

Billig gegen Marke

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Nachdem das Mainboard festlag, musste ich eine passende Grafikkarte finden. Da das Mainboard über zwei 16x-PCIe-Steckplätze verfügt, sollte die Grafikkarte auch die benötigte SLITechnik unterstützen. Die einzige preiswerte Karte, die dies tut, ist die GeForce 6600 GT. Auch hier griff ich wieder zu Asus.

Jetzt fehlte noch der Arbeitsspeicher. DDR400 und zwei Module mit je 512 MByte sollten es sein, damit ich das geforderte 1 GByte erreiche und das Dualchannel-Speicher-Interface des Prozessors nutzen kann. Zur Wahl stehen verschiedene Module. Entweder man nimmt zwei gleiche Speicherriegel oder ein vorselektiertes Paar. Ich habe mich für das Zweite entschieden und ein Paar von G.E.I.L. genommen, das geringe Speicher-Timings hat.

Für die Laufwerke wollte ich eine Festplatte und einen DVD-Duallayer-Brenner mit SATAAnschluss wählen. Doch einen passenden Duallayer-Brenner gibt es derzeit leider noch nicht, sodass ich auf bewährte Technik zurückgreifen musste. Die Festplatte sollte auf jeden Fall Native Command Queuing (NCQ) unterstützen, damit beim Laden von Anwendungen oder beim gleichzeitigen Zugriff verschiedener Applikationen auf die Harddisk eine hohe Datenübertragung gewährleistet ist.

Alle bisher gewählten Komponenten erfordern eine gute Kühlung, da sie hohe Abwärmen erzeugen, und auch die Spannungsversorgung ist ein Problem. Das Netzteil soll nicht nur für die eingebauten Komponenten ausreichen, auch zusätzliche Geräte, die ich vielleicht zukünftig einbaue, sollten das Netzteil nicht überfordern. Die Palette an Angeboten für Netzteile und Gehäuse ist enorm. Die Entscheidung für das Gehäuse von SilverStone traf ich aus zwei Gründen. Zum einen kann ich alle Laufwerke ohne Werkzeug schnell ein- bzw. ausbauen, und es ist Platz für zwei 120-Millimeter-Lüfter. Ein Lüfter ist sogar schon eingebaut. Das Neopower von Antec bietet als einziges Netzteil die Möglichkeit, nur die Leitungen anzuschließen, die für das System benötigt werden. Damit fallen alle überflüssigen Leitungen weg, die den Luftstrom im Gehäuse unnötig stören würden.

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