Sicher in zehn Schritten

Teil 13: Checkliste PC-Sicherheit

Externe Festplatten sind eigentlich ideal für die Datensicherung: Sie sind schnell, einfach zu handhaben, bieten viel Speicherplatz und sind nicht teuer. Windows klinkt sie beim Anstecken automatisch über einen Laufwerksbuchstaben ein. Und genau das wirft ein Problem auf: Jedes Windows-Programm und damit auch Malware kann auf die externe Festplatte zugreifen und zum Beispiel Dateien löschen. Also sollte man die Festplatte nach einem Backup abstecken. Das unterläuft aber die Idee eines vollautomatischen Backup. Ein Ausweg sind externe Festplatten mit LAN-Anschluss, viele bieten neben der obligatorischen Freigabe von Ordnern auch einen integrierten FTP-Server.

Checkliste PC-Sicherheit

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Lokales Backup: Viele LAN-Festplatten wie die HD35 NAS von Teac haben einen integrierten FTP-Server.

Etliche Backup-Programme können Sicherungen direkt auf einem FTP-Server ablegen, der nur über Benutzerkennung und Passwort im Netzwerk erreichbar ist. Auf der anderen Seite sind LAN-Festplatten etwas teurer als solche mit USB-Anschluss. Schwerer wiegt die geringe Datenübertragungsrate, die bei weniger als einem Fünftel von USB-Festplatten liegt. Schnelle LAN-Platten mit 1-GBit-Ethernet sind noch selten und teuer.

Webspace für Backups nutzenDem Backup-Programm ist es egal, ob sich der FTP-Server im LAN oder irgendwo im Internet befindet. Wer eine Website mit eigener Domain hat, nutzt den Speicherplatz beim Provider meistens nicht aus. Selbst bei den einfachsten Accounts sind mindestens 100 MByte Online-Platz inklusive, teurere Pakete bieten 5 GByte und mehr. Auch bei DSL-Anschlüssen packen viele Provider ein paar hundert MByte Webspace mit dazu.

Der Flaschenhals ist nicht die Speichergröße, sondern die Upload-Geschwindigkeit des Internet-Zugangs. Die meisten DSL-Anschlüsse laden zwar schnell herunter, bieten aber überwiegend Uploads mit weniger als 512 KBit/s. 1 GByte Dateien zu übertragen dauert damit deutlich über vier Stunden.

Die Foto- oder MP3-Sammlung ist für diese Datenübertragungsrate meistens zu umfangreich, für komprimierte Texte und vergleichbare Dateien reicht eine DSL-Standleitung aber allemal.

Herstellerspezifische LösungenWebspace gibt es auch bei E-Mail-und DSL-Anbietern wie GMX (Mediacenter, ab einem GByte) oder 1&1 (VirtuSafe, 10 GByte). Allerdings gibt es dafür keinen FTP-Zugang, sondern herstellerspezifische Programme oder eine Einbindung in den Windows Explorer ohne Laufwerksbuchstabe. Deshalb kommen normale Backup-Programme damit nicht zurecht. Die Anbieter haben entsprechend eigene Software, die teils sogar zeitgesteuert Backup-Funktionen ausführen.

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