Browsen ohne Fracksausen

Teil 12: Sicher surfen im Web

Beim Phishing geht es darum, Zugangsdaten zu Online-Bankkonten zu stehlen. Dafür spiegelt der Angreifer seinem Opfer vor, es wäre auf der Homepage seiner Bank. Die gesamte Seite und der Eingabedialog sehen dem Original verblüffend ähnlich. Allerdings werden die Daten nur scheinbar bei der Bank, in Wahrheit aber auf der Site des Hackers eingegeben. Typischerweise bekommt das Opfer eine E-Mail, in der es aufgefordertwird, einen vermeintlichen Bank-Link anzuklicken. Die Adresse ist natürlich nach einer der beschriebenen Techniken verfälscht.

Sicher surfen im Web

© Archiv

Nach der Installation schalten Sie über dieses Menü den Phishing-Schutz des Internet Explorers ein.

Die Browser-Hersteller haben auch auf diese Bedrohung reagiert. Alle aktuellen Browser haben Einrichtungen gegen Phishing-Sites. Beim Internet Explorer 7 finden Sie diese unter Extras/Internetoptionen/Erweitert. Hier sollte die Option Phishingfilter/Automatische Websiteüberprüfung einschalten aktiviert sein. In Firefox 2 ist es das Menü Extras/Einstellungen/ Sicherheit mit der Option Hinweis anzeigen, falls die besuchte Website als Betrugsversuch angesehen wird. Sie können dabei eine Liste betrügerischer Websites benutzen, die Firefox regelmäßig aktualisiert. Alternativ benutzen Sie einen Online-Provider, der so eine Liste führt. Das hat allerdings den Nachteil, dass Sie diesem Provider, zum Beispiel Google, alle Seiten mitteilen, die Sie besuchen. Wer im Web gerne anonym bleibt, sollte diese Option also nicht benutzen. Sie bringt, was das Phishing angeht, aber einen leichten Sicherheitsgewinn. Eine Online-Liste lässt sich leichter aktuell halten, als eine lokale Liste auf Ihrem Rechner. Dasselbe Problem haben auch Anwender des Internet Explorer 7. Hier werden die Sites zu Microsoft übertragen.

Als Opera-Anwender sollten Sie im Menü Extras/Einstellungen/ Erweitert die Option Betrugsversuch- Schutz aktivieren. Wie bei Firefox 2 teilen Sie damit dem Opera-Sicherheitsserver aber mit, welche Sites Sie besuchen. Der Server gleicht diese dann mit einer Online-Liste betrügerischer Sites von Geo- Trust und Phishtank ab. Trotz dieser Sicherheitsmaßnahmen sollten Sie beim Surfen wach bleiben. Viele Phishing-Sites müssen nur ihre URL ein wenig ändern, um vom Browser-Filter nicht mehr erkannt zu werden. Denken Sie deshalb daran: Ihre Bank wird Sie niemals per E-Mail nach Ihren Benutzerdaten fragen. Im Zweifelsfall hilft ein Anruf beim Online-Support des jeweiligen Instituts.

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