Sicher in zehn Schritten

Teil 12: Checkliste PC-Sicherheit

Bis zum 1. April bietet Microsoft ein interessantes Angebot: eine Image-Datei mit Windows XP für Virtual PC. Da Virtual PC 2004 kostenlos zur Verfügung steht, richten Sie damit ganz einfach eine sichere Surfumgebung ein. Das Gast-Windows in der Virtuellen Maschine (VM) hat keinerlei Zugriff auf die normale Festplatte oder sonstige Einstellungen des Hostsystems. Änderungen am Gastsystem während des Surfausflugs macht Virtual PC 2004 beim Beenden der VM auf Wunsch rückgängig. Damit kann sich kein Virus dauerhaft einnisten.

Checkliste PC-Sicherheit

© Archiv

Sichere Schachtel: Windows XP läuft in der virtuellen Maschine von Virtual PC 2004 mit einem zusätzlich installierten Firefox.

Zum Download rufen Sie die englische Homepage von Microsoft auf und suchen nach Application Compatibility VPC Image. Der Download ist ca. 500 MByte groß. Starten Sie das Programm, um das 1,5 GByte große VM-Image ie6test.vhd zu entpacken. Danach laden Sie Virtual PC 2004 von der Website www.microsoft.com/germany/ windows/virtualpc herunter. An sich ist Virtual PC 2004 nur für Windows 2000 und XP Professional gedacht. Bei Windows XP Home müssen Sie während der Installation und beim ersten Programmstart nur eine Dialogbox wegklicken. In der Praxis funktioniert Virtual PC einwandfrei.

Im Start-Assistenten von Virtual PC 2004 wählen Sie die Option Virtuellen Computer erstellen und stellen Windows XP als Gastbetriebssystem ein. Markieren Sie Vorhandene virtuelle Festplatte und wählen Sie ie6test.vhd aus. Schalten Sie die Option "Rückgangig"-Datenträger aktivieren ein und starten Sie in der Virtual-PC-Konsole die gerade eingerichtete VM.

Die abgespeckte XP-Variante ist in Englisch und verfügt neben dem Internet Explorer 6 nur über eine minimale Ausstattung. Über das Startmenü und das Control Panel stellen Sie auf deutsche Spracheinstellungen um. Es ist möglich, eigene Software wie etwa Firefox zu installieren, allerdings erhöhen Sie dafür besser beim Anlegen der VM den Standardspeicher von 128 MByte über die Konsole und Einstellungen auf 256 MByte.

Downloads speichern Sie zunächst auf dem Desktop in der VM, mit der Maus ziehen Sie die Datei dann auf den Desktop Ihres PC. Genauso transferieren Sie Dateien in die VM. Damit Virtual PC vernünftig läuft, sollten Sie mindestens 512 MByte RAM im PC stecken haben.

Wer stattdessen lieber auf Linux setzen will, kann bei www.vmware.de den kostenlosen VMware Player herunterladen sowie auf eine Vielzahl vorgefertigter Linux-Images zurückgreifen. Eine gute Wahl ist das "Browser Appliance" genannte Linux auf Basis von Ubuntu, das sich mit einem Download von 260 MByte begnügt.

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