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Teil 10: Filesharing: verbotene Downloads

Im Gegensatz zu den bisher vorgestellten Filesharing- Netzen entsteht beim Einsatz der Bit- Torrent-Technologie (http://bittorrent.com) für jede einzelne Tauschdatei ein eigenes Peerto- Peer-Netzwerk, sobald die entsprechende Datei aktiv angefordert wird. Dazu gibt es keine Suchfunktion innerhalb des Clients. Vielmehr existiert für jedes File ein eigens generierter Quicklink. Diese Steuerdatei heißt Torrent.

Filesharing: verbotene Downloads

© Archiv

BitTornado ermöglicht variable Einstellungen für BitTorrent-Uploads.

Die Größe der Torrent-Datei ist von der Größe der Datendatei abhängig, jedoch stets sehr gering. Torrents für 700-MByte-Videos sind zum Beispiel rund 30 KByte groß. Dadurch ist eine schnelle Verteilung per E-Mail oder Chat ebenso möglich wie das Anbieten der Torrent-Datei auf einer Website. Die meisten Torrents werden über Websites verteilt!

Die Datei mit der Endung ".torrent" enthält eine eindeutige Identifikationsnummer mit Angaben zur Download-Datei und ihrer Adresse. Die Download-Quellen werden über Indexserver, so genannte Tracker, festgelegt. Der Tracker muss zwingend für jede Torrent-Datei vorhanden sein; seine Adresse ist fest im Torrent hinterlegt. Er macht es überhaupt erst möglich, dass eine BitTorrent-Software die jeweilige Datendatei findet. Wird der Torrent mit einem Client geöffnet, beginnt der Download der eigentlichen Datendatei. Bei den Anwendern eines Torrents wird zwischen Peers und Seeds unterschieden. Als Peer wird ein Client bezeichnet, der das File gerade herunterlädt. Oftmals werden Peers auch etwas unfreundlich als Leecher - Blutsauger - betitelt. Seeds oder Seeder sind diejenigen User, die die Datei schon vollständig geladen haben und diese nur noch als Quelle für die Peers anbieten. Und natürlich sind auch diejenigen Seeds, die den Download ursprünglich bereitstellen.

Das Prinzip der Datenübertragung ähnelt einem Download-Manager. Zunächst legt die Bit- Torrent-Software eine lokale Datei an, die dann aus verschiedenen Dateisegmenten, so genannten Chunks, zusammengesetzt wird. Das Besondere daran ist das Verteilungsprinzip: Der erste Peer beginnt, das File herunterzuladen. Kommt ein weiterer Peer hinzu, dann kann er Daten nicht nur vom Seed, sondern auch vom ersten Peer beziehen. Diese Reihe lässt sich fast beliebig fortsetzen, sodass man als Peer im Optimalfall von mehreren Quellen parallel saugt. Das ermöglicht ein sehr hohes Gesamttempo.

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