Die 50 wichtigsten Fachbegriffe zu HDTV aufgeklärt

Technik-Lexikon HDTV

Das Studieren der Flyer von Media Markt, Saturn und Co. mit präsentierten Fernsehgeräten gleicht mittlerweile dem Durchforsten einer Buchstabensuppe: HDMI, HDCP, 24p, DLNA?! Klingt alles wichtig, doch was bedeutet dieses Technik-Slang genau? magnus.de sammelte die 50 wichtigsten Fachbegriffe von A bis Z rund um das Thema HDTV und Flachbildschirme und erklärt kurz, verständlich und kompetent, um was es geht.

  1. Technik-Lexikon HDTV
  2. Teil 2: Technik-Lexikon HDTV
Technik-Lexikon HDTV und Flachbildschirme

© Archiv

Vor dem Fernsehgenuss stellte die Industrie den Technik-Verdruss!

Das Studieren der Flyer von Media Markt, Saturn und Co. mit präsentierten Fernsehgeräten gleicht mittlerweile dem Durchforsten einer Buchstabensuppe: HDMI, HDCP, 24p, DLNA?! Klingt alles wichtig, doch was bedeutet dieses Technik-Slang genau? magnus.de sammelte die 50 wichtigsten Fachbegriffe von A bis Z rund um das Thema HDTV und Flachbildschirme und erklärt kurz, verständlich und kompetent, um was es im Einzelnen geht.

Egal ob Sie nur Werbeprospekte richtig verstehen wollen oder beim Händler einen kleinen Dolmetscher im Sinne von "Deutsch - Fachchinesisch / Fachchinesisch - Deutsch" benötigen, mit diesem Artikel sind Sie gerüstet gegen Technik-Kauderwelsch. Sortiert sind die Fachbegriffe zunächst nach Namen, die am Anfang Zahlen aufweisen (etwa 24p, 100 Hz), beginnend mit der kleinsten Zahl. 24p steht also vor 100 Hz. Nach den Zahlenbegriffen geht die Sortierung ganz normal von A wie Auflösung bis Z wie Zoll. Und los geht's!

Technik-Lexikon HDTV und Flachbildschirme

© Archiv

Vor dem Fernsehgenuss stellte die Industrie den Technik-Verdruss!

Fachbegriffe von 0 bis 9

24p: Auf Blu-rays wird der Film nicht mehr in ein Farbfernsehformat wie PAL oder NTSC gemastert, sondern im originalen Kinoformat mit 24 Vollbildern auf die Scheibe gepresst. Für das Umwandeln in ein Farbfernsehformat sind nun die Abspielgeräte selbst verantwortlich und die Hersteller einigten sich auf das Hollywood-nahe aber fehlerbehaftete NTSC-Verfahren (siehe NTSC). Um den PAL-verwöhnten Europäern die NTSC-Schwächen (allen voran das Ruckeln) zu ersparen, erfand die Industrie mittlerweile den 24p-Standard, womit der Film fehler- und ruckelfrei von Blu-ray auf den Flachbildschirm gelangt. Für eine ordnungsgemäße Wiedergabe müssen sowohl Abspieler wie auch das TV-Gerät 24p unterstützen.

100 Hz: Bei LCD-Flachbildschirmen eine Technik zur Reduzierung der Bewegungsunschärfen. Normalerweise werden pro Sekunde 50 Bilder ausgestrahlt - auch als 50 Hz bezeichnet. In einem LCD-Fernseher mit 100-Hertz-Technik sieht sich ein interner Computer zwei aufeinander folgende Filmbilder an und berechnet für diese ein Zwischenbild, dass er dann dazwischen einfügt. Bei Kameraschwenks und schnellen Actionszenen wirkt das Bild somit schärfer.

720p: Die 720 steht für die Zeilenanzahl des wiedergegeben Bildes, "p" steht für "Progressive" oder auch Progressive Scan. Progressive Scan sagt aus, dass das übertragene Signal ganze Bilder bzw. jede einzelne Zeile eines Bildes beinhaltet. Man spricht dann auch von Vollbildern. Progressive-Vollbildübertragungen wirken im Vergleich zu Interlaced-Halbbildübertragungen etwas schärfer und sind frei von Zeilenflimmern.

1080i: Die 1080 steht für die Zeilenanzahl des wiedergegeben Bildes, "i" steht für "Interlaced" oder zu deutsch: Zeilensprungverfahren. Interlaced steht für eine Bildübertragungstechnik, bei der keine Vollbilder, sondern nur Halbbilder gesendet werden. Zunächst gehen von einem Bild alle ungeraden Zeilen (1, 3, 5, ...) über den Äther, danach alle geraden Zeilen (2, 4, 6, ...) Der Empfänger fügt die beiden Halbbilder wieder zu einem Vollbild zusammen. Durch die Trägheit des menschlichen Auges empfindet der Zuschauer die zwei zeitlich versetzt gesendeten Halbbilder entsprechend als zwei Vollbilder. Auch die Farbfernsehstandards wie PAL oder NTSC senden lediglich Halbbilder aus, ihre Bildwechselfrequenzen von 50 bzw. 60 Hz entsprechen eigentlich 50 bzw. 60 Halbbildern und somit rein rechnerisch nur 25 bzw. 30 Vollbildern. Interlaced-Halbbildübertragungen wirken im Vergleich zu Progressive-Vollbildübertragungen etwas unschärfer und weisen Zeilenflimmern auf.

1080p: Die 1080 steht für die Zeilenanzahl des wiedergegeben Bildes, "p" steht für "Progressive" oder auch Progressive Scan. Progressive Scan sagt aus, dass das übertragene Signal ganze Bilder bzw. jede einzelne Zeile eines Bildes beinhaltet. Man spricht dann auch von Vollbildern. Progressive-Vollbildübertragungen wirken im Vergleich zu Interlaced-Halbbildübertragungen etwas schärfer und sind frei von Zeilenflimmern.

Fachbegriffe von A bis C

Auflösung: Beschreibt die Anzahl der nebeneinander liegenden Bildpunkte mal der Zeilenanzahl. Eine Auflösung 1.920 x 1.080 sagt demnach aus, dass das Fernsehbild aus 1.080 Zeilen besteht und eine Zeile jeweils 1.920 Pixel beherbergt.

Bilddiagonale: Bezeichnet die Größenklasse eines TV-Gerätes (32-Zöller, 40-Zöller, ...) und steht für die Entfernung zweier diagonal gegenüberliegender Display-Ecken, zumeist gemessen in Zoll. Ein Zoll entspricht umgerechnet 2,54 cm. Ein Fernseher mit 32 Zoll hat also eine Bilddiagonale von (32 Zoll x 2,54) 81 cm.

Bildformat (4:3, 16:9): Alte Röhrenfernseher hatten stets ein Bildformat im Seitenverhältnis von 4:3. Sie waren optimiert für extra fürs Fernsehen produzierte Sendungen. Im TV-Programm gezeigte Kinofilme hatten deshalb stets oben und unten einen so genannten Cinemascope-Streifen, weil Kinoproduktionen schon seit jeher mehr auf die Panorama-Breite setzen als auf Bildhöhe. Neuere Röhrengeräte und Flachbildschirme generell bieten nun fast ausschließlich ein Bildformat von 16:9, weil mittlerweile auch TV-Produktionen oder Sportereignisse in Breitbild präsentiert werden. Außerdem kommt das 16:9-Format den Kinoproduktionen sehr entgegen, oft allerdings nur ein Stück. Kinofilme werden nämlich mit Formaten von 15:9 und 16,65:9 bis hin zu 21:9 produziert. Dies ist dann auch der Grund, warum heimgeholte Kinofilme trotz des neuen 16:9-Fernseh-Gerätes oben und unten je einen schwarzen Balken aufweisen können.

Blu-ray: Weiterentwicklung der DVD mit bis zu 50 GB Speicherkapazität. Vorrangig entwickelt für die Wiedergabe von Filmen in Full-HD-Auflösung. Der Name Blu-ray erschließt sich aus der Art der Informations-Abtastung durch einen blauen Laserstrahl. Konkurrierte einst mit der HD-DVD und entschied den Formatkrieg um die Hollywood-Akzeptanz Anfang 2008 für sich, als Toshiba die Weiterentwicklung der HD-DVD einstellte.

Technik-Lexikon HDTV und Flachbildschirme

© Archiv

Die Blu-ray-Disc ist eine Weiterentwicklung der DVD und speichert Filme mit der derzeit bestmöglichen Auflösung von 1.920 x 1.080.

Common Interface: Karteneinschub für Smartcards zum Entschlüsseln von verschlüsselten Pay-TV-Sendern, z. B. Premiere oder Astra.

Composite: Gerne auch als Composite Video oder FBAS bezeichnet. Stellt die einfachste aber auch verlustreichste Form der Video-Übertragung dar, weil alle Farb-, Helligkeits- und RF-Träger-Signale auf eine Leitung zusammengemischt werden. Composite erkennt man in der Regel am gelben Chinch-Port/Stecker.

Fachbegriffe mit D

DLNA-Media-Player: DLNA (Digital Living Network Alliance) ist ein Quasi-Standard der IT- und Home-Entertainment-Industrie und soll die Rahmenbedingungen für die Heimvernetzung und den damit verbundenen Austausch multimedialer Daten schaffen. Zudem sollen mit DLNA zertifizierte Geräte ihre Kompatibilität untereinander demonstrieren und den ordnungsgemäßen Umgang mit DRM (Digital Right Management, zu Deutsch: Digitale Rechteverwaltung) geschützten Medien sicherstellen.

Technik-Lexikon HDTV und Flachbildschirme

© Archiv

Offizielles Logo der der "Digital Living Network Alliance"

DVB-C (Digital Video Broadcast - Cable): Auf DVB-C ausgelegte Empfangseinheiten (Tuner) ermöglichen den Empfang eines digitalen Breitband-Kabelsignals - inklusive HDTV.

DVB-H (Digital Video Broadcast - Handhelds): Auf DVB-H ausgelegte Empfangseinheiten (Tuner) ermöglichen den Empfang eines speziell für mobile Endgeräte (Handys, Handhelds) ausgelegten Digital-TV-Signals.

DVB-S (Digital Video Broadcast - Satellite): Auf DVB-S ausgelegte Empfangseinheiten (Tuner) ermöglichen den Empfang eines digitalen Satellitensignals.

DVB-S2 (Digital Video Broadcast - Satellite, 2. Generation): Auf DVB-S2 ausgelegte Empfangseinheiten (Tuner) ermöglichen den Empfang eines digitalen HDTV-Satellitensignals in den Formaten MPEG-4 und H.264.

DVB-T (Digital Video Broadcast - Terrestrial): Auf DVB-T ausgelegte Empfangseinheiten (Tuner) ermöglichen den Empfang eines digitalen TV-Signals über Antenne.

DVD (Digital Versatile Disc, zu Deutsch: Digitale vielseitige Scheibe): Weiterentwicklung der CD (Compact Disc) und wird vorrangig für Filme, Spiele und als BackUp-Medium genutzt.

DVI (Digital Visual Interface): Digitale Schnittstelle, die vor allem zur Grafikausgabe von Computern zu hochwertigen PC-Monitoren verwendet wird. Manchmal auch an Flachbildschirmen oder Beamern eingesetzt. DVI ist grundsätzlich in der Lage, HD-Videomaterial von Blu-ray-Disc oder HD-DVD ohne Qualitätsverluste zu übertragen; zur korrekten Wiedergabe muss DVI allerdings den Kopierschutz HDCP unterstützen.

DVI-D/DVI-I: Die bei DVI zusätzlich angeführten Buchstaben D und I stehen für Digital und Integrated. DVI-I überträgt neben digitalen auch noch analoge Signale.

Fachbegriffe von E bis F

EPG (Electronic Program Guide): Eine Art elektronische Fernsehzeitschrift, die vom Fernsehsignal mit übertragen wird - also ähnlich wie der Videotext, nur deutlich schicker und komfortabeler zu nutzen. Bei DVD- und Festplatten-Recordern lässt sich über EPG auch gleich die Aufnahme-Programmierung steuern.

Full HD: Bedeutet soviel wie "Vollständiges HD". Geräte mit Full HD müssen in der Lage sein, HD-Filme von Blu-ray oder HD-DVD ohne jegliche Skalierung in voller (nativer) Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel in Vollbildern (1080p) wiederzugeben. Dem entsprechend zeigen auch alle Geräte mit dem Full-HD-Logo genau diese Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel, und nicht wie bei HD-ready-Geräten je nach Typ mal etwas mehr oder weniger Pixel.

Technik-Lexikon HDTV und Flachbildschirme

© Archiv

Dieses sowie grafisch ähnlich gestaltete Logos weisen einen Flachbildschirm als Full-HD-Fernseher aus.

Lesen Sie auf der nächsten Seite alle Informationen zu den Fachbegriffen von H bis Z!

Mehr zum Thema

Game of Thrones Season 4 Stream
GoT Season 4 Stream

"Game of Thrones" geht in die nächste Runde. Wir zeigen Ihnen Sender und Streams, auf denen Sie die vierte Staffel legal empfangen können.
Doppelt gezahlte Rundfunkbeiträge werden nur noch bis 31. Dezember 2014 zurückerstattet.
Rundfunkbeitrag

Verbraucherschützer raten, auf den Brief zum Rundfunkbeitrag (ehem.: GEZ) zu reagieren. Doppelt gezahlte Beiträge werden nur noch bis Ende 2014…
Die neue Staffel von Game of Thrones findet ohne Hodor und Bran statt.
GoT-Season 5

Die Dreharbeiten zu Staffel 5 des Fantasy-Serien-Hits Game of Thrones sind in vollem Gange. Nun wurde bekannt: Zwei der Hauptcharaktere tauchen nicht…
Netflix
Streaming

Preise, kompatible Geräte, Datenrate, Serien- und Filmangebot von Netflix: Wir beantworten die wichtigsten Fragen rund um den Streaming-Dienst.
ProSiebenSat.1 HD-Sender
TV-Empfang

Sat.1 HD, Prosieben HD, Kabel Eins HD und Co: Die High-Definition-Sender der ProSiebenSat.1-Gruppe können zum Weihnachtsfest 2014 kostenlos empfangen…