Microsofts neues Betriebssystem

Systemanforderungen und Preis

Frage: Wie sehen die Systemanforderungen aus?

Die Anforderungen sind moderat: Microsoft nennt auf der offiziellen Website zu Windows 7 einen PC mit einem verbauten 1-GHz-Prozessor sowie 1 GB RAM als Anforderungen. Letzteres gilt für 32-Bit-Fassung, bei der 64-Bit-Version werden 2 GB RAM benötigt. Zur Installation sollten neben dem obligatorischen DVD-Laufwerk auch 16 GB freier Festplattenspeicher bei 32-Bit Systemen und 20 GB bei 64-Bit-System vorhanden sein. Für das Aero-Design von Windows 7 ist eine Grafikkarte mit 128 MB RAM, die DirectX 9 unterstützt, erforderlich.

Frage: Ist der PC fit für Windows 7?

Die Windows-7-Tauglichkeit des PCs können Sie mit dem so genannten "Upgrade Advisor" (zu deutsch "Aktualisierungsratgeber") unter die Lupe nehmen. Das Ergebnis der Analyse ist in drei Bereiche unterteilt. Unter "System Requirements" (Systemanforderungen) wird ermittelt, ob sich Windows 7 grundsätzlich für Ihren Rechner eignet. Untersucht werden hier die CPU, die Festplatte, der Speicher und die Grafikkarte. Unter "Devices" (Geräte) wird geprüft, inwieweit es mit externen Geräten wie Druckern oder Scanner Probleme geben könnte. Aber auch Steckkarten und Onboard-Chips werden unter die Lupe genommen. Der dritte Abschnitt "Programs" untersucht die installierte Software auf mögliche, schon jetzt bekannte Unverträglichkeiten.

Microsoft Windows 7 Upgrade Advisor

© Archiv

So in etwa sieht ein typisches Ergebnis aus, das der Windows 7 Upgrade Advisor nach einem Testlauf ausspuckt.

Frage: Wie ist es um die Kompatibilität von Programmen bestellt, die bisher auf XP oder Vista liefen?

Der Windows-7-Upgrade-Advisor verrät Ihnen unter dem Punkt "Programs", ob alte, inkompatible Programme auf Ihrem PC sind. Sollten der Advisor anschlagen, gibt es aber dennoch Hoffnung: Den Windows-XP-Mode, mit dem Sie Windows XP auf dem 7er-Desktop starten. Falls Sie sich den Release Candidate heruntergeladen haben, werden Sie den XP-Mode zunächst vergeblich suchen. Sie müssen ihn bei Microsoft herunterladen. Die neueste Version des Windows-XP-Mode bietet unter anderem eine bessere Unterstützung von USB-Geräten und eine kleine Einführung in die Benutzung der virtuellen Maschine. Weitere Neuerungen beinhalten die Möglichkeit, das Teilen von Laufwerken zu deaktivieren, sowie erweiterte Optionen für die virtuellen Festplatten. Diese können jetzt etwa in ihrer Größe reduziert werden (compacting). Eine Kompression findet nicht statt, stattdessen wird der ungenutzte Platz freigegeben.Wichtig: So faszinierend das klingt, hat der XP-Mode doch einige Einschränkungen. Da ist zunächst die Hardware. Der Prozessor Ihres Rechners muss Hardware-Virtualisierung unterstützen. Falls Sie nicht wissen, ob er diese Fähigkeit besitzt, gibt es hilfreiche Tools, um es herauszubekommen.

Windows-XP-Modus

© Microsoft

Einrichtung des Windows-XP-Modus

Frage: Wie sieht es mit Geräte-Treibern aus?

Ein Treiberchaos wie einst bei Vista wird es unter Windows 7 nicht geben. Der simple Grund ist, dass praktisch alle Vista-Treiber auch mit Windows 7 funktionieren. Falls Sie noch XP nutzen, lohnt sich ein Besuch des jeweiligen Hardware-Herstellers im Internet. Dort lässt sich in der Regel schnell überprüfen, ob Vista- oder Windows- 7-Treiber für das jeweilige Gerät verfügbar sind. Denken Sie neben externen Geräten auch an interne Steckkarten. Um Ihnen das mühsame manuelle Untersuchen Ihres PCs zu ersparen, kann Ihnen auch an dieser Stelle der "Upgrade Advisor" helfen. Wie Sie den "Upgrade Advisor" benutzen, verraten wir in der jetzt am Kiosk erscheinenden PCgo 09/2009 ("Ist Ihr PC fit für Windows 7?").

Frage: Wie sieht die Preisgestaltung aus?

Am 15. Juli hat der Softwaregigant ein vierwöchiges Vorverkaufsangebot für das Software-Paket in der Variante "Home Premium" für knapp 50 Euro gestartet. Ausgeliefert wird Windows 7 dann am 22. Oktober. Wer die Frist verpasst, kann bis Ende Dezember die "Home Premium" für 120 Euro ordern. Die "Professional"-Variante kostet 285 Euro, für "Ultimate" will Microsoft knapp 300 Euro kassieren. Diese beiden Editionen sind Microsoft zufolge nicht verbilligt vorab zu haben.

Frage: Welche Vorbestellmöglichkeiten gibt es noch?

Microsoft bietet verschiedene Vorbestellmöglichkeiten, die Anwendern den Umstieg auf den Vista-Nachfolger schmackhaft machen sollen. Wer zum Beispiel einen neuen Computer mit den Windows-Vista-Versionen Home Premium, Business oder Ultimate kauft, erhält Windows 7 im Herbst kostenlos. Das Angebot gilt laut Microsoft in Unterschleißheim bei München bis zum 31. Januar 2010 und richtet sich an Privatkunden und kleine Unternehmen.Wer in den Genuss des Upgrades kommen möchte, muss im Aktionszeitraum einen Rechner von einem Hersteller kaufen, der an dem Upgrade-Programm teilnimmt. In Deutschland sind das laut Microsoft insgesamt 16 Unternehmen - darunter Acer, Asus, Dell, Fujitsu, HP, Samsung, Sony, Toshiba und Medion. Für welche Modelle ein kostenloses Upgrade angeboten wird, legen die Hersteller fest. "Unseren Rechnern liegt sei Mitte Juni auch ein entsprechender Hinweiscoupon bei", sagt Jens Böcking von Toshiba in Neuss.

Frage: Worauf ist bei der Teilnahme am Upgrade-Programm zu achten?

Um nach dem Kauf dann die Upgrade-Option nutzen zu können, ist eine Online-Registrierung beim Hersteller erforderlich. "Dabei muss der Kunde seine Adressdaten sowie die Seriennummer des Gerätes angeben", erklärt Böcking. Außerdem müsse der Kunde bereit sein, die Bearbeitungsgebühren von rund 30 Euro zu übernehmen. Bei den anderen Herstellern sind die Kosten ähnlich hoch: Sony verlangt beispielsweise 25 Euro und bei HP sind es 24,90 Euro.

Frage: Worum handelt es sich bei System-Builder-Versionen?

Eine Reihe von Händlern bietet so genannte System-Builder-Lizenzen. Letztlich handelt es sich hier um spezielle Versionen, die ohne Herstellerunterstützung seitens Microsoft auskommen müssen. Außerdem fehlt die übliche Retail-Verpackung. Zahlreiche Händler sind bereits dazu übergegangen, System-Builder-Lizenzen (SB) von Windows Vista mit einem Windows-7-Gutschein auszuliefern. Dies ist unter anderem über die Suchfunktion des Preisvergleichsdienstes geizhals.at erkennbar, der mehrere SB-Lizenzen mit Gutschein listet [int:article,101837](magnus.de berichtete)[/int]. Sie müssen also nicht gleich einen neuen Rechner kaufen, um an das Upgrade zu kommen. Vorausgesetzt Ihr jetziger PC eignet sich für das neue Betriebssystem, dann können Sie schon jetzt unter Umständen Windows-Vista-System-Builder-Version mit Upgrade-Möglichkeit auf Windows 7 erwerben.

System-Builder-Versionen bei Alternate

© Archiv

Unschlagbar günstig sind die System-Builder-Versionen ohne Handbuch und Support. Hier im Beispiel eine Vista-Fassung, angeboten von Alternate.

Frage: Wie sieht die Preisgestaltung bei den System-Builder-Versionen aus?

Die Preise für die System-Builder-Version von Windows 7 Home Premium schwanken je nach Hänlder zwischen 85 bis 90 Euro. Nicht viel mehr soll Windows 7 Professional kosten: Die SB-Version liegt zwischen 115 und 120 Euro. Zu guter Letzt: Die System-Builder-Lizenz für die Ultimate-Variante schlägt mit rund 155 Euro zu Buche. Wie die Retail-Software werden die System-Builder-Versionen von Windows 7 ab dem 22. Oktober zum Verkauf stehen.

Wie Sie an die Testversion von Windows 7 kommen und was bei der Installation zu beachten ist, verraten wir Ihnen auf der nächsten Seite.

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