Blick unter die Haube

System-Tools von Vista

Microsoft hat Windows Vista nicht nur sicherer gemacht, sondern das Betriebssystem auch besser ausgestattet. Mit neuen System-Tools haben Anwender mehr Einsicht in das Windows-Innenleben. Die Werkzeuge helfen zudem bei der Fehlerbehebung.

  1. System-Tools von Vista
  2. Problemberichte und -lösungen
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© Wikipedia

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Vista ist ein Betriebssystem für den zweiten Blick. Zunächst fallen einem lediglich die träge Arbeitsgeschwindigkeit, die neue Optik, die Sidebar und das Begrüßungscenter auf. Erst bei genauerem Hinschauen findet man Funktionen und Programme, mit denen die Entwickler die Sicherheit sowie Stabilität von Windows erhöht haben und dem Anwender eine genauere Fehlerdiagnose erlauben.

Wir stellen Ihnen die wichtigsten neuen System-Tools von Vista vor und sagt Ihnen, wie Sie sie einsetzen.

Zuverlässigkeits- und Leistungsüberwachung

Windows Vista: Zuverlässigkeitsüberwachung

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Unzuverlässig: Aufgrund regelmäßiger Abstürze diverser Anwendungen gibt es für die Zuverlässigkeit dieser Konfiguration nur einen Indexwert von 4,09.

Neu in Vista ist die Zuverlässigkeits- und Leistungsüberwachung in der Computerverwaltung: Klicken Sie mit der rechten Maustaste im Startmenü oder auf dem Desktop auf Computer und wählen Sie Verwalten. Markieren Sie dann in der Liste unter System zunächst den Eintrag Zuverlässigkeit und Leistung.

Die nun dargestellten Daten und Diagramme entsprechen weitgehend dem, was Ihnen in XP der Task Manager gemeldet hat. Nur Optik und Übersichtlichkeit wurden verbessert.

Klicken Sie rechts in den Leisten neben CPU, Datenträger, Netzwerk, Speicher und Weitere Informationen auf den Pfeil nach unten, um detailliertere Infos zu erhalten. Klappen Sie auf die gleiche Weise die Ressourcenübersicht aus, so erscheinen vier Diagramme, die die Daten der darunter liegenden Einzelübersichten zusammenfassen.

Interessanter als diese Daten ist die Zuverlässigkeitsüberwachung unter Zuverlässigkeit und Leistung: Klicken Sie auf das weiße Dreieck vor dem Eintrag, um die untergeordneten Punkte zu sehen. Markieren Sie Überwachungstools und klicken Sie im mittleren Fenster Name doppelt auf Zuverlässigkeitsüberwachung.

Das Fenster Computerverwaltung wird nun zur Oberfläche eines neuen Programms. In der oberen linken Fensterecke ist das Systemstabilitätsdiagramm zu sehen. Darüber steht das Datum der letzten Aktualisierung. Das ist der Tag, an dem Sie Windows das letzte Mal gestartet haben.

Rechts oben finden Sie den Index, gefolgt von einer Zahl. Dieser Index fasst zusammen, wie stabil Vista derzeit läuft, und gibt das mit einem Wert zwischen 1 und 10 an. Direkt nach der Installation des Betriebssystems steht der Index bei 10,00. Für jeden Absturz von Windows oder einer Anwendung, für jeden Hardware-Fehler gibt es anschließend Abzüge.

Das Gleiche gilt auch für Bedienungsfehler, etwa wenn Sie den laufenden PC vom Stromnetz trennen ohne Vista zuvor herunterzufahren. Wenn das Betriebssystem mehrere Tage störungsfrei läuft, geht der Indexwert wieder nach oben.

Gleichzeitig vermerkt die Zuverlässigkeitsüberwachung, wann welche Treiber und Updates installiert wurden. So lässt sich der Grund für einen Absturz oftmals schnell ermitteln. Sehen Sie sich dazu das Diagramm an: Die schwarze Linie zeigt Ihnen die Entwicklung des Indexwerts in den letzten Tagen und Wochen. Jeder Punkt darauf steht für einen neu berechneten Index.

Windows Vista: Systemdiagnosebericht

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Detailliert: Der Systemdiagnosebericht fasst die Messungen mehrerer Tests zusammen.

Darunter finden Sie in fünf Reihen die Software-Installationen und -Deinstallationen sowie die verschiedenen Fehler verzeichnet. Installationen an einem bestimmten Tag erkennen Sie an dem blauen Infosymbol, Fehler an den roten Buttons. Sobald Sie nun einen Tag anklicken, an dem Sie etwas installiert oder deinstalliert haben oder an dem Windows abgestürzt ist, klappt das Tool im unteren Bereich die zugehörige Beschreibung auf.

Wenn Sie alle diese Daten miteinander kombinieren, lesen Sie etwa ab, dass nach dem Einspielen eines Treibers bestimmte Anwendungen regelmäßig den Dienst versagt haben. Deinstallieren Sie die Software oder suchen Sie nach einem Update, um das Problem zu lösen.

Ausführliche Diagnose aufrufen

In der Zuverlässigkeitsüberwachung verbirgt sich eine sehr detaillierte Übersicht des aktuellen Systemzustands. Um sie aufzurufen, markieren Sie in der linken Spalte der Computerverwaltung unter Zuverlässigkeit und Leistung den Eintrag Sammlungssätze und öffnen den Ordner System.

Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf System Diagnostics (Systemdiagnose) und gehen Sie auf Startmenü. Warten Sie, bis in der Spalte Status ein Beendet erscheint, und klicken Sie wiederum im Kontextmenü auf Aktuellster Bericht. Windows präsentiert Ihnen nun eine ausführliche Diagnose des Systemzustands und der vorhandenen Hardware.

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