Systemstart-Optimierung

System-Tool von Windows 7

Dienste ausmisten

Treiber und sonstige Autostarts können Sie wie beschrieben mit Autoruns überwachen. Für Dienste sollten Sie allerdings ein System-Tool von Windows 7 verwenden. Rufen Sie im Startmenü Systemsteuerung/System und Sicherheit/Verwaltung/Dienste auf. Schneller geht es, wenn Sie im Eingabefenster des Starmenüs

services.msc

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Mit dem Dienste-Modul verwalten Sie die Windows-Dienste, die sonst für den Anwender unsichtbar bleiben.

eingeben. Klicken Sie hier auf die Spalte Status, so dass die Dienste mit dem Status Gestartet als erstes angezeigt werden. Finden Sie unter diesen Diensten einen, den Sie abschalten wollen, klicken Sie den Dienst zunächst mit der rechten Maustaste an und wählen Eigenschaften. Wechseln Sie nun auf den Reiter Abhängigkeiten und prüfen Sie hier, welche Dienste von dem Abschaltkandidaten abhängig sind.

Nur wenn das Feld leer ist, sollten Sie den Dienst ausschalten. Gibt es eine Abhängigkeit, müssten Sie zuerst den abhängigen Dienst ausschalten, damit es nicht zu schweren Systemabstürzen kommt. Ist alles in Ordnung, klicken Sie im Kontextmenü unter dem Reiter Allgemein auf Beenden.

Jetzt müssen Sie nur noch verhindern, dass der unnötige Dienst beim nächsten Systemstart erneut gestartet wird. Dafür wählen Sie den richtigen Starttyp aus. Für Dienste gibt es vier Starttypen: Automatisch, Automatisch (Verzögerter Start), Manuell und Deaktiviert. Sie sehen diese Typen im Eigenschaften-Menü unter dem Reiter Allgemein.

Wenn Sie einen Dienst ausschalten wollen, und sich nicht hundertprozentig sicher sind, dass er nicht mehr gebraucht wird, sollten Sie ihn in diesem Menü auf Manuell stellen. Dann wird er zwar zunächst nicht mehr gestartet. Sollte eine Anwendung ihn aber doch benötigen, kann sie ihn bei Bedarf selber aufrufen. Deaktivierte Dienste können hingegen überhaupt nicht mehr gestartet werden.

Der Starttyp Automatisch (Verzögerter Start) bedeutet, dass der Dienst irgendwann nach dem Betriebssystem-Start aktiviert wird. Das soll verhindern, dass zu viele Programme gleichzeitig Ressourcen beanspruchen und den Bootvorgang in die Länge ziehen. Diesen Starttyp sollten Sie nicht verwenden, da es zu Problemen kommen kann, wenn der entsprechende Dienst in der Startphase des Systems von anderen Diensten angefordert wird. Das käme einer Deaktivierung gleich.

Welche Dienste löschen?

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Im Dienste-Modul im Reiter Abhängigkeiten sehen Sie, welche Dienste voneinander abhängig sind und wofür ein Dienst benötigt wird.

Finden Sie unter den Diensten "Trümmer" älterer Programme, die Sie bereits deinstalliert haben, können Sie den zugehörigen Dienst getrost deaktivieren. Seien Sie aber vorsichtig bei Diensten, die zu Windows 7 gehören.

Interessant für das Tuning sind sowieso nur die gestarteten Dienste, die vom Starttyp "Automatisch" oder "Automatisch (Verzögerter Start)" sind. Finden Sie einen "manuellen" Dienst mit dem Status "Gestartet", wird er wahrscheinlich gebraucht und kann nicht abgeschaltet werden.

Die gestarteten automatischen Dienste sollten Sie wie oben beschrieben nur einzeln auf "Manuell" stellen und dann die Wirkung testen. Generell sind bei Windows 7 die meisten Dienste, die selten benötigt werden, standardmäßig auf "Manuell" gestellt. Es ist also erhöhte Vorsicht geboten. Wenn Sie keine IPv6-Dienste nutzen, wäre der IP-Hilfsdienst ein potenzieller Abschaltekandidat.

Laufen bei Ihnen keine älteren Programme mit Hilfe des Programmkompatibilitäts-Assistenten, können Sie auf den Programmkompatibilitäts-Assistenten-Dienst ebenfalls verzichten. Der TCP/IP-NetBios-Hilfsdienst ist ebenfalls entbehrlich, falls Sie keine veraltete NetBios-Technik verwenden. Viele Anwender können auch auf die Designs verzichten.

Keinesfalls sollten Sie zum Beispiel den RPC-Dienst oder den DCOM-Server-Prozessstart ausschalten. Wenn Sie die Druckerwarteschlange deaktivieren, können Sie nicht mehr Drucken und ohne Windows Audio samt den dazugehörigen Diensten ist kein Ton zu hören.

Ein Beispiel für einen unscheinbaren, aber unentbehrlichen Dienst ist der Kryptografiedienst. Auch wenn Sie keine Festplattenverschlüsselung haben - dafür ist der Bit-Locker-Dienst zuständig - benötigen Sie ihn, damit Ihr Betriebssystem mit Zertifikaten umgehen und zum Beispiel Updates herunterladen kann.

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