Nachzügler

Syabas Popcorn Hour C-200, Western Digital WD TV live

Syabas Popcorn Hour C-200

Blu-ray-Player, NAS, Mediaplayer und Internet-Terminal? Popcorn Hour C-200 bietet das alles in einem Gerät.

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Blu-ray-Player, NAS, Mediaplayer und Internet-Terminal? Popcorn Hour C-200 bietet das alles in einem Gerät.

Der Nachfolger des bekannten Popcorn Hour A-110 trägt die Versionsnummer C-200, ist ab 349 Euro erhältlich und bietet neben einem schnelleren Prozessor und mehr Speicher die Möglichkeit, ein Blu-ray-ROM-Laufwerk einzubauen bzw. gleich mitzubestellen, sodass das Gerät zu einem vollwertigen Blu-ray-Player wird - BDlive inklusive. Die schwarze gebürstete Front und das blau hinterleuchtete Display sorgen für ein edles Äußeres, das sich gut in eine bestehende Hifi-Anlage integrieren lässt.

Die Benutzeroberfläche erinnert stark an die des Vorgängermodells - in erster Linie fällt das neue, 3D-animierte Hauptmenü sowie die ausgetauschte neue Hintergrundgrafik der Untermenüs auf. Ansonsten wirkt die Navigation wie schon beim Vorgänger etwas gemächlich, auch bei der Wiedergabe von Blu-ray-Discs und bei den Webfunktionen. Leider wurde bei Letzteren die YouTube-Funktion aus vertraglichen Gründen gestrichen. Dem Nutzer werden allerdings wie schon beim A-110 viele Alternativen geboten, und Syabas sucht nach weiteren Kooperationspartnern, um die Lücke zu schließen. Darüber hinaus kann man wie zuvor auch eigene URLs für Webradios und IPTV angeben.

In Sachen Formatvielfalt gibt es auch beim Popcorn Hour C-200 wenig Grund zur Klage. Dennoch fanden wir keine Möglichkeit, in MKV-Kapiteln zu springen. Auch mit Playlisten sieht es bei diesem Gerät eher schlecht aus. Ansonsten ist der Popcorn Hour C-200 wie schon sein Vorgänger dank der internen Festplatte und umfangreicher Netzwerkfunktionen von FTP bis Bittorrent auch eine gute NAS-Alternative - die 1-GByte-Schnittstelle tut ihr Übriges.

Western Digital WD TV live

Der WD TV beeindruckte durch tolle Bedienung und sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, der WD TV live hat leider kleinere Schwächen.

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Der WD TV beeindruckte durch tolle Bedienung und sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, der WD TV live hat leider kleinere Schwächen.

Western Digital hat sich mit seinem WD TV nicht auf den Lorbeeren ausgeruht und liefert das gleiche Modell mit Netzwerkanschluss unter dem Namen WD TV live aus, sondern hat einige neue Funktionen integriert. So gibt es jetzt neben der Listenansicht auch eine Miniaturansicht sowie eine den Realteks entsprechende Vorschauansicht. Mit dem integrierten Dateimanager lassen sich Files kopieren, verschieben und löschen. Im Bereich der Video-einstellungen hebt sich der Player zudem von der Konkurrenz mit der Option ab, die HDMI-Farbtiefe von 8 auf 12 Bit setzen zu können.

Über die Netzwerkverbindung kann man auf SMB- sowie UPnP-Freigaben zugreifen, zudem lässt sich die angeschlossene Festplatte als Netzwerklaufwerk freigeben. Einen FTP-Server oder Bittorrent-Client gibt es hier allerdings nicht. In Sachen Webradio-Anbindung geht das WD TV live eigene Wege: Finden man unter "Video" YouTube und unter "Fotos" Flickr inklusive Anmeldungsmöglichkeit wieder, arbeitet Western Digital im Bereich Webradio mit den Diensten Live365.com und Pandora zusammen - Letzterer ist nur für amerikanische Kunden gedacht, IP-Adressen, die aus Deutschland kommen, werden zurückgewiesen.

Dass Western Digital auch hier wieder zu einem Chip von Sigma-Designs gegriffen hat, merkt man an der fehlenden Unterstützung von FLV-Dateien, dafür kann man MOV-Files abspielen, und der UTF-18-Bug bei MP3-Files tritt hier auch nicht auf. Bei den Dolby-Digital-HD-Testfiles funktionierte der Downmix bei manchen Dolby-Digital-Plus-7.1- und TrueHD-5.1-Files, bei anderen wiederum nicht, sodass wir hier bei der Bewertung der Unterstützung eher zu einem "Nein" tendieren. Mit DVD-ISOs oder VIDEO_TS-Ordnern kann der Player nichts anfangen. Und eine Taste zum Springen innerhalb eines Filmes haben wir auf der übersichtlichen Fernbedienung diesmal nicht gefunden. Größtes Manko: Das Gerät schaltete im Test bei Filmmaterial nicht automatisch auf 24p-Ausgabe um.

Die Übersetzung indes sorgt für Schmunzeln: So soll man das Gerät bei einem Update nicht von der "Macht" (Power = Strom) trennen. Und den Player mit einer Farbtiefe von "12 bisschen" (bit = Bit) laufen zu lassen oder das Bild am "Bauelemente"-Ausgang (component) auszugeben, ist auch etwas ungewöhnlich.

Nachdem man z.B. auch Kapitel nicht über die Tasten "Previous" und "Next" wechseln kann und sich die Ansicht nur über die globalen Einstellungen ändern lässt, wirkt das alles nicht mehr ganz so rund wie beim Vorgänger.

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