Suchmaschinenoptimierung

Videos suchmaschinentauglich taggen

Suchmaschinen können Video-Content nicht direkt auswerten. Mit geeigneten SEO-Maßnahmen bekommen Sie Ihre Videos dennoch mit thematisch passenden Keywords in den Google-Index.

  1. Videos suchmaschinentauglich taggen
  2. Verbreitung fördern
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© Franz Neumeier, Daniela Schrank

Videos gewinnen im Web eine immer größere Bedeutung und Suchmaschinen binden Videos intensiv auch in die Standard-Suchergebnisse ein. Für Website- Betreiber eröffnet das zusätzliche Möglichkeiten, ganz oben in den Suchergebnissen aufzutauchen - idealerweise sogar mehrfach mit unterschiedlichen Content-Typen wie Text, Bildern und eben Videos.Doch den eigentlichen Inhalt von Videos können Suchmaschinen nicht erfassen. Deshalb sind bei der Suchmaschinen-Optimierung besondere Maßnahmen erforderlich, um Videos zu den passenden Keywords in den Suchergebnissen nach vorne zu bringen.Selbst bei Text-Content messen Suchmaschinen die Qualität nur indirekt: über die Anzahl und Qualität von Links, die von außen auf einen Content verweisen und über Algorithmen, die Text-Content analysieren und dabei beispielsweise die Dichte vorhandener Keywords ermitteln. Bei Video entfällt darüber hinaus sogar die bei Text-Content mögliche Analyse des Inhalts. Nicht der Content, sondern der Kontext ist bei Videos also entscheidend.

Kontext ist King

Zu allererst gilt deshalb: Jedes Video braucht seine eigene Trägerseite. In Flash vor den Suchmaschinen verborgene Video-Playlists, die auf anderem Weg nicht erreichbar sind und keinen für Suchmaschinen lesbaren Kontext besitzen, sind SEO-technisch nahezu wertlos. Außerdem bekommt über die Trägerseiten jedes Video seine eigene URL, was eine Verlinkung von außen deutlich vereinfacht.Auf diesen Trägerseiten sollte jedem Video ganz spezifisch auf die gewünschten Keywords passender Content an die Seite gestellt werden, zu allererst natürlich eine Beschreibung des Video-Inhalts. Dann aber auch verwandte Links, um Kontext für Google auch über bereits indizierte und eingeordnete Seiten zu schaffen.Auch eine thematisch passende Bildergalerie liefert Suchmaschinen hier zusätzliche Informationen über den vermutlichen Inhalt des Videos. Auf umfangreicheren Websites macht es Sinn, diesen zusätzlichen Kontext dynamisch zu generieren, also automatisiert beispielsweise über Tags passenden Content beizusteuern.Bieten Sie Ihren Usern die Möglichkeit, mit dem Video zu interagieren: Links und Features mit Ausdrücken wie "Link kopieren", "Video einbetten", "per E-Mail an Freunde senden" sollten gut sichtbar sein, um den User dazu zu bewegen, aktiv zu werden. Entscheidend ist natürlich, dass diese Links zu entsprechend optimierten Seiten führen. Betrachten Sie diese Seiten einfach marketingtechnisch als Landingpages und optimieren Sie nach dafür relevanten Kriterien.

Der optimale Kontext

Achten Sie bei der Trägerseite darauf, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, damit Suchmaschinen erkennen können, welche Informationen das Video beschreiben. Alle das Video betreffenden Infos sollten in unmittelbarer Nähe zum eingebetteten Video, davor und dahinter im HTML-Quellcode stehen, um die Zuordnung unmissverständlich und deutlich zu machen.

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© Franz Neumeier, Daniela Schrank

SEO-Ziel: Das eigene Video in den ersten 10 Suchergebnissen bei Google.

Jedes Video braucht einen Titel, der auf der HTML-Seite idealerweise in einem H1-Tag steht und in wenigen Worten auf den Punkt kommt. Die Beschreibung des Video-Inhalts folgt den üblichen Regeln für suchmaschinenoptimierte Texte, stellt die wichtigsten Keywords ganz an den Anfang, wiederholt sie am Ende des Textes noch einmal und konzentriert sich auf das Wesentliche, um Suchmaschinen nicht vom eigentlichen Thema des Videos abzulenken. Vermeiden Sie, Beschreibungen mit "Video über ..." zu beginnen. Das Keyword "Video" sollte sowohl im Text als auch in den Tags auftauchen, spezifischere Keywords sollten aber im Text weiter vorne stehen.Besonders wichtig ist es, in Titel und Beschreibung die individuellen Merkmale des jeweiligen Clips deutlich zu machen. Videos über lustige Katzen gibt es Tausende. Aber eine Katze, die vor einer Maus Angst hat, vielleicht nur einmal. Entsprechend sollte der Beschreibungstext sich weniger mit der Witzigkeit des Videos als solcher beschäftigen, sondern vielmehr mit der ganz speziellen Situation, die man in dem Video eingefangen hat.

Tagging nutzen

Sofern Ihr CMS Tagging-Funktionen anbietet, vertaggen Sie Ihre Videos ausführlich. Tags wiederholen noch einmal die relevanten Keywords, bieten Ihnen aber auch später die Möglichkeit, ähnliche Videos Tag-basiert zu verlinken und so eine für Suchmaschinen wichtige interne Link- Struktur zu erzeugen. Mit Tags können Sie auch automatisiert Übersichten und Playlists erzeugen, die für User und für Google und Co. zusätzliche Zugangswege bieten.Soweit Sie es beeinflussen können - vor allem also auf der eigenen Website - verwenden Sie sprechende Anchor-Texte beim Verlinken der Videos. Ein Link mit dem Linktext "hier ansehen" gibt Suchmaschinen keine zusätzliche Information über das Linkziel, der Anchor-/Linktext "Katzen- Video" schon eher und perfekt wäre eine sehr spezifische Bezeichnung wie "Video: Katze fürchtet Maus".Nicht nur für die User interessant ist auch die Information über die Wiedergabe-Dauer eines Videos und eventuell benötigte Plugins. Diese Angaben sollten daher schon aus Usability-Gründen nicht fehlen.

Videos bei Google anmelden

Es ist umstritten, ob es Vorteile bringt, Videos direkt bei Google anzumelden. Sinnvoll ist aber in jedem Fall die Erstellung einer Video-Sitemap, wofür Google ein eigenes XML-Format bereitstellt. Äquivalent zu den Content-XML-Sitemaps enthält eine solche XML-Datei Metainformationen zu Ihren Videos und hilft Google damit bei der Indizierung. Die Erstellung einer Video- Sitemap ist relativ einfach und wird bei Google genau beschrieben (www.google.com/support/webmasters/bin/answer.py?hl=de&answer=80472 ).

Eingehende Links

Killerkriterium für SEO-Erfolg sind nach wie vor die eingehenden Links von externen Websites. Bei Videos ist dieses Kriterium umso wichtiger, als viele andere Faktoren wegfallen, die bei Text-Content greifen. Eingehende Links werten Suchmaschinen als Qualitätsurteil anderer Web-User, da zumindest in der Theorie nur zu hochwertigem, interessantem Content verlinkt wird.Essenziell für die Video-SEO ist also, externe Links zu sammeln. Am effizientesten sind Links, die man nicht einzeln aktiv akquirieren muss. Solche Links setzen User freiwillig, weil sie von einem Video begeistert sind, beispielsweise weil es witzig oder einzigartig ist. Besonders viele Links ziehen Videos über eine virale Verbreitung nach sich.

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