Roboter sollen menschlicher werden

Spracherkennung

Mimik und Empathie

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© PC Magazin

Kismet verfügt wie sein Verwandter Cog über mimische Ausdrucksmöglichkeiten.

Intuitiv für den Menschen muss auch die Kommunikation ablaufen. Wenn Roboter Menschen assistieren sollen, müssen Sie zumindest rudimentär seine Sprache verstehen und Dialoge mit Menschen führen können. Das beherrscht der eben erwähnte Dynamaid schon ganz gut. Über die Spracherkennung sind einfache Gespräche möglich, Befehle führt der Roboter sofort aus.

Versteht er einen Befehl nicht, entschuldigt er sich und bittet um eine Wiederholung. Unter "Dynamaid in the Shopping Mall" können Sie dazu ein Video auf Youtube sehen. Zur Kommunikation gehört aber auch die richtige Deutung von Gestik, Mimik und der Stimmung des menschlichen Gegenübers - zusammen mit einer adäquaten Reaktion. Dabei sollten Roboter eine gewisse Sympathie bei den Menschen auslösen.

Die emotionale Deutung der Mimik wird in vielen Labors erforscht. iCat, ein Roboter von der Universität Bielefeld, imitiert beispielsweise Gesichtsausdrücke von Menschen. Der Roboter setzt damit das von dem Gefühlsforscher Paul Ekman entwickelte Facial Action Coding System um, das Muskelbewegungen im menschlichen Gesicht in 46 Basic Action Units unterteilt.

In Deutschland eifert Eddie von der TU München realen Menschen nach. Der Roboter analysiert die Mimik eines Menschen anhand von 113 Markierungspunkten im Gesicht, schließt daraus auf seinen Gefühlszustand und versucht, diesen nachzuahmen. Bei Überraschung etwa klappt er seine Ohren aus. Die Spiegelung der Emotionen gelingt manchmal, aber oft muss man auch raten.

Als Prototyp des mimisch agierenden Roboters gilt Cog. Der von einer Gruppe um den Robotik-Forscher Rodney Brooks vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) bereits in den 90er Jahren gebaute Roboterkopf verfügt über eine künstliche Mimik, die Emotionen simulieren kann. Zudem erkennt Cog die Gesichter seiner Betreuer.

Betreten sie den Raum, wendet er sich ihnen zu und sieht sie an. Erscheint ein Fremder, blickt er nur kurz auf und widmet sich dann wieder seinem Spielzeug. Ähnlich wie ein Mensch kann Cog auch erkennen, ob er direkt angesehen wird oder nicht.

Sein Cousin Kismet hat ein Repertoire von sieben Gefühlskategorien: ruhig, angewidert, verärgert, traurig, interessiert, glücklich und überrascht. Die MIT-Forscher programmierten den ebenfalls nur aus einem Gesicht bestehenden Roboter mit einem gut entwickelten "Sozialtrieb".

Wird er längere Zeit von niemandem angesprochen oder angesehen, wird sein Gesichtsausdruck traurig und er versucht, mit jedem Vorübergehenden Kontakt aufzunehmen. Sobald seine Augenkamera registriert, dass jemand stehenbleibt und ihn ansieht, wechselt der Gesichtsausdruck zu einem Lächeln und er erwidert den Blick. Diese Mimik des Roboterkopfes könnte es künftig Menschen erleichtern, Roboter als Partner zu akzeptieren.

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