Filmratgeber

Die besten Sportfilme

Lust auf Sport? Dann runter vom Crosstrainer und rauf auf die Couch! Spannung, Stimmung, große Kämpfe: Mit diesen Filmen wird das Heimkino zur Arena!

Wir stellen die besten Sportfilme vor.

© Antonioguillem - Fotolia.com

Wir stellen die besten Sportfilme vor.

Tausende Fans in den Stadien und beim Public Viewing, Millionen Zuschauer vor den TV-Geräten: Die Fußball-Europameisterschaft in Frankreich begann als großes Sportfest. Große Triumphe, tragische Niederlagen, Spannung, Leidenschaft - da war alles drin. Sport bewegt uns, Sport fasziniert uns, schon immer. Kein Wunder, dass auch der Film das Thema sehr früh für sich entdeckte.

Schon im 19. Jahrhundert konnte man auf Jahrmärkten sogenannte Kinematographen bestaunen, die echte oder gestellte Boxkämpfe zeigten. Einen der ersten wirklichen Sportfilme drehte Charlie Chaplin 1915. In "Der Champion" spielte er seine Paraderolle: den Tramp, der erst durch Zufall, dann durch Verschlagenheit zum Boxprofi wird. Jener Stummfilm begründete nicht nur den modernen Sportfilm, er etablierte gleichzeitig das Boxen als beliebtestes Thema des Genres. Anfangs war das technischen Beschränkungen geschuldet, war es doch weitaus einfacher, das Geschehen in einem Boxring zu filmen als etwa auf einem großen Fußballplatz.

Nicht grundlos wurde der Sport bald eines der erfolgreichsten Themen des Kinos. Ende des 19. Jahrhunderts wandelte sich der Sport zu einem Massenphänomen. Vereine entstanden, und auch der Profisport entwickelte sich. Aber natürlich sind es auch die universellen Geschichten, die das Genre so attraktiv machen: wenn es wieder um alles oder nichts geht oder um den Kampf des Underdogs um Anerkennung durch die Gesellschaft. Mit dem Athleten als Helden kann sich jeder identifizieren. Das ist bei der Skispringer-Komödie "Eddie the Eagle" (zuletzt im Kino) nicht anders als schon 1927 in Alfred Hitchcocks "Der Weltmeister".

Hommage an

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Am 3. Juni verstarb mit Muhammad Ali der beste Boxer aller Zeiten. Schon zu Lebzeiten setzte ihm das Biopic „Ali“ (2001) ein Denkmal, das die wichtigsten Stationen im Leben des Schwergewichtsboxers nacherzählt. Für seine Rolle als Muhammad Ali wurde Will Smith verdient für den Oscar nominiert.

Helden und Antihelden

Heldentum kann aber auch überhöht werden. In "Olympia", ihrem Propagandafilm über die Olympischen Spiele in Berlin 1936, stilisierte Leni Riefenstahl technisch brillant, aber wenig subtil den trainierten Sportlerkörper zum Symbol der Überlegenheit des weißen Herrenmenschen. Auch den Filmen von Luis Trenker wurde häufig vorgeworden, die Grenze zum Völkisch-Nationalistischen überschritten zu haben - Hitler zumindest zeigte sich begeistert von den Bergfilmen des österreichischen Regisseurs und Alpinisten.

Spätestens in den 70-ern entwickelte sich im amerikanischen Sportfilm dann ein neuer Typus, der des Antihelden. In "Rocky", der erfolgreichsten Sportfilm-Reihe überhaupt, spielt Sylvester Stallone so einen klassischen Verlierertypen, wie ihn Hollywood liebt. Durch hartes Training kann Rocky Balboa zu einem entscheidenden Kampf gegen den Champion Apollo Creed antreten.

Lügen und Drogen

Die Schattenseiten des Sportbusiness' beleuchten Filme wie "Erschütternde Wahrheit" (siehe oben) oder "Jerry Maguire" (1996) mit Tom Cruise, der als Sportmanager gegen die Unehrlichkeit seiner Branche ankämpft. "The Fighter" (2010) wiederum stellt zwei Brüder in den Mittelpunkt - wieder Boxer: Einer von ihnen, genial gespielt von Christian Bale, war einst ein Star und kämpft heute gegen seine Drogensucht. Sein Bruder (Mark Wahlberg) versucht verzweifelt, ihn wieder auf die Beine zu bekommen.

Schuften für den Erfolg

Für Schauspieler ist eine Rolle in einem Sportfilm eine besondere Herausforderung. Denn wer einen Sportler verkörpert, der muss auch im Boxring oder auf dem Fußballfeld überzeugen. Körper-Doubles und Computertricks sind bewährte Lösungen, wie auch Extraschichten der Schauspieler: Jake Gyllenhaal etwa trainierte für "Southpaw" (2015) über Monate wie ein Besessener. Noch einen Schritt weiter ging Robert De Niro 1980 in Martin Scorseses Meisterwerk "Wie ein wilder Stier" : Um in der Rolle des legendären Boxers Jake LaMotta zu überzeugen, ließ er sich vom echten LaMotta im Ring ausbilden. Für die außergewöhnliche Schinderei gab's einen verdienten Oscar.

Die meisten Sportfilme stammen aus Hollywood. Das bedeutet auch: Häufig geht es um hierzulande wenig populäre Sportarten wie Baseball oder Football. Den Fußball haben die Amerikaner bekanntermaßen bis heute nicht wirklich für sich entdeckt. Also muss Europa ran, wenn es um Fußballfilme geht. Hervorragende Dramen wie "Das Wunder von Bern" oder "Kick it like Beckham" zeigen, dass wir das auch können.

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