Schnellerer PC durch Virenscanner-Optimierung

Spielemodus

Spielemodus

Das Antivirus-Programmtuning in Bildern

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Der Spielemodus oder Silent-Mode (bei Norton 360) unterdrückt Meldungen des Programms. Um nichts zu verpassen, sollten sie den Modus aber auch gelegentlich abschalten oder besser noch an den Start bestimmter Programme koppeln.

Für Spieler ist es besonders lästig, wenn mitten im schönsten Sturmangriff Firewall oder Virenscanner eine Dialogbox aufpoppen lassen, die alle Siegchancen zunichte macht. Deshalb haben viele Antivirenprogramme einen Spielemodus, oft auch Silent Mode, Game Mode oder ähnlich genannt. Ist dieser Modus aktiv, unterdrückt die Security Suite möglichst alle Meldungen und führt selbstständig die erforderlichen Aktionen durch.

Das ist zwar nicht für den Alltagsbetrieb gedacht, verhindert aber meistens sehr wirksam lästige Meldungen. Sie gehen damit andererseits das Risiko ein, dass die Security Suite falsche Entscheidungen trifft oder wichtige Aktionen gar nicht ausführt.

Schalten Sie den Modus also gelegentlich ab. Manche Antiviren-Tools wie etwa Norton 360 erlauben die Modus-Aktivierung, wenn Sie bestimmte Programme starten. Bei Programmende schaltet sich der Spielmodus wieder aus und ausgefallene Hintergrundaktionen werden nachgeholt.

Spamfilter

Dass ein Spamfilter unerlässlich ist, zeigt die Statistik: Mehr als 90 Prozent aller weltweit versendeten E-Mails sind Werbemüll. Die meisten E-Mail-Programme haben einen eingebauten Filter, auch die Security Suites bieten fast ausnahmslos einen Filter.

Dabei lässt sich ein ähnlich guter Effekt auch anders erreichen: Nutzen Sie den Spamfilter beim E-Mail-Provider. Der Filter ist meistens sowieso besser und wird laufend gepflegt. Falls Sie Angst haben, wichtige E-Mails zu verpassen, richten Sie den Provider über das Web-Interface so ein, dass er Spam mit einem Kommentar in der Betreffzeile markiert.

In Ihrem E-Mail-Programm legen Sie eine Regel an, die Mails mit dem fraglichen Kommentar im Betreff automatisch in den Spam-Ordner sortiert.

Verzweiflungstat

Manchmal ist der Virenwächter einfach lästig, etwa wenn ein paar GByte Dateien zu kopieren sind. In solchen Ausnahmesituationen kann man den Wächter auch mal abschalten. Viele Antivirenprogramme bieten die Option, die Abschaltung nach einer einstellbaren Zeitspanne rückgängig zu machen.

Achten Sie auch darauf, den PC währenddessen vom Internet zu trennen oder zumindest nicht zu surfen oder E-Mails abzuholen. Viele Programme schalten nämlich auch gleich Web- und E-Mail-Scan mit ab.

Laufzeitpacker und Archive

Einen großen Unterschied gibt es zwischen Archiven und Laufzeitpackern, obwohl dahinter dieselbe Technik steckt. Um die Größe einer Programmdatei klein zu halten, behandeln viele Programmierer ihre Werke mit einem Laufzeitpacker. Dieser packt die Programmdatei wie ein Zipper, fügt aber gleich noch das Entpackmodul hinzu.

So entsteht eine Programmdatei, die beim Start zunächst im Arbeitsspeicher das ursprüngliche Programm entpackt und dann startet. Es gibt sehr viele Laufzeitpacker, die leider auch Virenprogrammierer nutzen.

Falls Ihr Virenwächter eine getrennte Option für die Prüfung von laufzeitgepackten Dateien hat, sollten Sie diese niemals ausschalten. Sonst öffnen Sie der Malware Tür und Tor.

Checkliste

Checkliste

  • Legen Sie regelmäßig Backups wichtiger Dateien auf einer externen Festplatte an.
  • Checken Sie mit PSI (www.secunia.com) oder UpdateStar (www.updatestar.com) regelmäßig, ob Updates für Windows und Programme vorliegen.
  • Lassen Sie den Virenwächter nicht alle Dateien scannen, sondern aktivieren Sie die automatische Dateiauswahl oder ersatzweise Dateitypen.
  • Schalten Sie im Virenwächter die Suche in Archiven ab.
  • Aktivieren Sie beim Web- und E-Mail-Scan alle Optionen, auch für Archive und beliebige Dateien.
  • Deaktivieren Sie unnötige Autostartprogramme, um den Speicherverbrauch zu reduzieren.
  • Im Spielemodus oder Silent Mode zeigen Security Suites viel weniger lästige Meldefenster.

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