PC-Crash: Vorsorge tut Not

Spezial-Tools für Harddisks

Spezial-Tools für Ihre Harddisk

Schließlich stellen die Laufwerkhersteller für ihre eigenen Produkte spezifische Tools und Prüfprogramme zur Verfügung, die speziell auf die eigenen Festplatten abgestimmt sind. Eine Link-Liste mit den wichtigsten Tools finden Sie unten auf dieser Seite.

Beachten Sie bitte, dass Sie beispielsweise das Maxtor-Programm nur dann einsetzen, wenn eine Festplatte dieses Herstellers in Ihrem Rechner arbeitet. Welches Laufwerk bei Ihnen verbaut ist, bekommen Sie am einfachsten mit dem Programm Everest Home heraus. In jedem Fall gilt: Stellt das BIOS beim Starten oder eines dieser Tools einen möglichen Defekt fest, tauschen Sie die Festplatte sofort aus. Wo wir gerade schon bei neuen Festplatten sind. Trekstor bietet seit einigen Monaten ein Modell seiner externen Festplatte zusammen mit einer Versicherung für den Fall der Datenrettung an.

Egal, ob Blitz- oder Hitzeschaden, Head-Crash oder schlichtes Herunterwerfen der Festplatte - der Käufer einer Platte vom Typ Data-Station maxi m.ub kann seine Daten innerhalb der ersten 12 Monate nach dem Kauf von einem professionellen Datenrettungs-Service wiederherstellen lassen. Und das völlig kostenlos, selbst wenn die Festplatte im Reinraum geöffnet werden muss. Ist das erste Jahr herum, schlägt jedes weitere für diese Art von Versicherung mit 20 Euro zu Buche. Im Internet kostet das externe 500-GByte-Modell inklusive Datenrettungsversicherung knapp 90 Euro, ohne ist ein vergleichbares Modell etwa 15 bis 20 Euro preiswerter.

Wer 750 oder 1.000 GByte haben möchte, zahlt etwas mehr.Ein nett gemachtes Video zeigt drei Fälle aus dem Alltag, wie schnell die Festplatte herunterfällt oder sonst wie Schaden nimmt und die Daten erst einmal futsch sind. Was hier vielleicht zum Schmunzeln anregt, kann bei jedem Anwender irgendwann bittere Realität werden.

Rechner aus und Ruhe bewahren!

Wissen Sie, wie sich defekte Schreib- und Leseköpfe einer Festplatte oder gar ein Headcrash anhören? Wenn nicht, hören Sie sich einmal die beiden Audio-Dateien auf der Seite des Datenrettungsunternehmens Convar an: Klack.wav simuliert das Klick-Klack der Köpfe, den Headcrash hören Sie unter Headcrash.wav. Hören Sie irgendwelche ungewohnten Geräusche aus dem Rechner, schalten Sie das Gerät sofort aus - und nicht wieder ein! Versuchen Sie keinesfalls, die Daten direkt auf diesem Rechner zu retten. Denn dann werden unter Umständen Daten auf die betroffene Partition oder Festplatte geschrieben und damit wichtige Dateien überschrieben und weiter geschädigt. Regel Nummer 2 lautet deshalb: Wenn Sie sich überhaupt eigenständig an einen Rettungsversuch machen, dann dürfen Sie nur lesend auf den defekten Datenträger zugreifen. Also müssen Sie den Rechner entweder von einem externen Datenträger wie einer Diskette oder einem USB-Stick starten, oder Sie bauen die defekte Festplatte in einen funktionieren Rechner ein.

Wie Sie in einem solchen Fall wichtige Dateien selbst wiederherstellen, lesen Sie im Workshop "Daten selbst wiederherstellen" auf Seite 3. Bevor Sie diesen Schritt in Eigenregie aber tatsächlich vollziehen, machen Sie sich das Risiko eines manuellen Eingriffs klar: den Totalverlust Ihrer Daten. Schließlich verfügen Sie nicht über die Erfahrung einer professionellen Datenrettung. Während bei einem unechten Datenverlust beispielsweise durch fehlerhafte Software oder versehentliches Löschen die Chancen gut stehen,

Ihre Dateien mithilfe eines Programms wiederherzustellen, sieht es bei einem physikalischen Plattenschaden ganz anders aus - hier hilft nur ein professioneller Laborservice.

Umfrage

Ist Ihnen schon mal Ihre Festplatte gecrasht?

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Auf Nummer sicher: der Laborservice

Wenn Sie also ganz auf Nummer sicher gehen möchten, wenden Sie sich an eine der folgenden Firmen zur Datenrettung: CBL, Convar, Kuert Datenrettung, KrollOntrack oder Maintec. Alle Unternehmen bieten zunächst eine (zum Teil sogar kostenlose) Analyse des defekten Datenträgers an. Anhand der Diagnoseliste entscheiden Sie danach, ob Sie die Rettung wirklich in Auftrag geben möchten. Die allerdings geht richtig ins Geld, denn sie ist erst ab rund 1.000 Euro zu haben. Am einfachsten ist es, Sie kontaktieren im Notfall eines dieser Unternehmen per Telefon: Dann bekommen Sie gleich noch ein paar fallspezifische Tipps, um weitergehenden Datenverlust und damit Schaden zu vermeiden.

Einen neuen Weg geht jetzt KrollOntrack, die eine Wiederherstellung zum Festpreis von 449 Euro anbieten - allerdings muss der Kunde bei dieser "Consumer Line" vier Wochen auf seine Daten warten. Muss die Platte im Reinraum geöffnet werden, erhöht sich der Preis auf 949 Euro. Fragen Sie auf jeden Fall auch bei den übrigen Anbietern, ob Sie einen preisgünstigen Endverbrauchertarif offerieren, wenn Sie Zeit mitbringen.

Ganz zum Schluss möchten wir Sie nochmals auf die Tipps aufmerksam machen, damit Sie Ihre Daten erst gar nicht verlieren. Ach ja, eine Sache gibt es noch zu tun: Richten Sie das Daten-Backup ein, am besten jetzt gleich ...

Auf Seite 3: Wie Sie Daten selbst wiederherstellen und Datenverlust vorbeugen...

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