Erste Hilfe für den PC

Speicherdiagnose

Arbeitsspeicher-Diagnose

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© PC Magazin

Nach der Erstellung einer bootfähigen CD lässt sich der Arbeitsspeicher eines Computers mit der erzeugten Live-CD effizient testen.

Treten auf einem Computer oft Bluescreens auf, obwohl Sie nur aktuelle und offizielle Treiber einsetzen und das System nicht übertaktet haben, liegt dies eventuell am Arbeitsspeicher. In diesem Fall sollten Sie den Arbeitsspeicher mit Testprogrammen überprüfen. Unter Windows 7 gibt es dazu das Windows-Speicherdiagnose-Tool, das Sie über den Befehl mdsched.exe im Suchfeld des Startmenüs aufrufen.

Für die Diagnose wird der Computer neu gestartet und der Speicher in einer eigenen Umgebung getestet. Anschließend startet Windows 7 wieder und meldet, ob Bereiche des Speichers defekt sind. Für andere Windows-Versionen oder ausführlichere Tests unter Windows 7 hilft Windows Memory Diagnostic, das kostenlos auf der Seite http://oca.microsoft.com/de/windiag.asp zur Verfügung steht.

Das Tool erstellt eine Boot-Diskette oder eine bootfähige CD, von der Sie starten und dann den Arbeitsspeicher ausführlich testen lassen. Lassen Sie den Assistenten ein CD-Image als ISO-Datei erstellen. Diese Datei können Sie auch über einen USB-Stick zur Verfügung stellen, wie in den vorangegangenen Abschnitten besprochen.

Haben Sie auf dem USB-Stick noch weitere ISO-Dateien, können Sie Windows Memory Diagnostic zusätzlich integrieren. Auf der Ultimate Boot CD befinden sich übrigens im Bereich Memory ebenfalls einige Test-Tools für den Arbeitsspeicher. Kopieren Sie die ISO-Datei in das Stammverzeichnis auf den USB-Stick und erweitern die Daten menu.lst des Grub4DOS-Managers um folgende Einträge:

title WinDiag
find --set-root /windiag.iso
map /windiag.iso (hd32) || map --mem /
windiag.iso (hd32)
map --hook
chainloader (hd32)

Der Standardtest läuft zweimal durch, was etwa eine halbe Stunde dauert. Auch wenn Sie den USB-Stick wieder entfernen, läuft der Test weiter, da die notwendigen Daten im Arbeitsspeicher des Computers gespeichert sind. Drücken Sie während des Testlaufs die Taste [T], startet ein erweiterter Testlauf. Dieser prüft das RAM noch gründlicher, läuft dafür aber auch ein paar Stunden.

Meldet das Programm keinen Fehler im RAM, können Sie nahezu sicher sein, dass der Bluescreen nicht durch den Arbeitsspeicher verursacht wurde. Findet die Software hingegen Fehler, erscheint eine entsprechende Meldung. Mithilfe dieser Meldung erfahren Sie, welcher Speicherriegel defekt ist und ausgetauscht werden muss.

Eine Alternative für den Test des Arbeitsspeichers ist das Entfernen oder Ersetzen der Speicherriegel. Läuft der Computer anschließend problemlos, ist der jeweilige Riegel oder die Bank auf der Hauptplatine defekt. Funktioniert der Rechner auch dann noch, wenn ein funktionsfähiger RAM-Riegel in die ursprüngliche Speicherbank gesteckt wurde, ist der entfernte Arbeitsspeicher höchstwahrscheinlich schuld am Absturz.

Stürzt der Computer weiterhin ab, tauschen Sie die Riegel erneut. Hilft diese Vorgehensweise nicht, ist zwar das Problem nicht gelöst, allerdings können Sie dann sicher sein, dass es nicht am Arbeitsspeicher liegt. Windows 7 enthält ein eigenes Tool zur Diagnose des Arbeitsspeichers, das Sie über mdsched.exe starten.

Nach dem nächsten Start bootet Windows neu und testet den Arbeitsspeicher, allerdings nicht so effizient und aussagekräftig wie die Diagnose-CD, die Sie sich selbst erstellen können. Ist der Test abgeschlossen, startet Windows neu und meldet ob Fehler gefunden wurden oder nicht. Dazu erscheint über die Taskleiste ein entsprechendes Informationsfenster.

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