Diese Geräte saugen das Geld weg

Sparpotenzial

Stand-by-Sünder: PC

Ärgerlicher ist jedoch die Stromverschwendung bei ausgeschaltetem PC. Der von uns gemessene Computer zieht hier noch sieben Watt aus der Steckdose, der Monitor 1,4 Watt. Der Rechner benötigt also mindestens 22 Stunden am Tag völlig überflüssige 8,4 Watt, was im Jahr 13,50 Euro kostet.

Noch erheblicher ist der Stand-by-Verbrauch des von uns gemessenen Multifunktionsgeräts auf Laserdrucker-Basis. Mit empfangsbereitem Fax benötigt der Prüfling 24 Watt, was jährlich 42 Euro ausmacht. Betreibt man also ein Home-Office mit PC, Monitor und Multifunktionsgerät, lohnt es sich, die Geräte vom Netz zu trennen und nur im Bedarfsfall einzuschalten. Eine Steckdosenleiste ist dabei ein probates Mittel, um die Geräte mit einem Schalter vom Netz zu trennen.

Sparpotenzial beim TV

Sein Heimkino an eine Steckdosenleiste zu klemmen, kann jedoch zu Problemen führen. Trennt man manch Fernseher vom Netz, müssen danach Uhrzeit und Datum neu eingestellt werden. Um eine Aufnahme mittels Timer zu starten, ist es ebenso erforderlich, dass Recorder und Settop-Box am Netz bleiben. Gerade diese beiden Geräte entpuppen sich bei unserem Test aber als Stand-by-Sünder. Der geprüfte DVD- Recorder mit Festplatte benötigt 5,3 Watt im Stand-by, der Receiver gar 18 Watt. Ständig aufnahmebereit zu sein, kostet also jährlich 41 Euro für 204 kWh.

Im eingeschalteten Zustand fallen besonders Fernseher durch ihren Energiehunger auf. Der getestete 42-Zoll-LCD-TV benötigt 215 Watt, der 42-Zoll-Plasma-Fernseher sogar 272 Watt. Ein Otto-Normal-Verbraucher, der am Tag 3 1/2 Stunden fernsieht, muss für dieses Vergnügen 55 bzw. 69 Euro jährlich zahlen. Der Energiehunger von Fernsehern lässt sich jedoch drosseln, indem man Kontrast und Hintergrundbeleuchtung optimiert. Bei dem geprüften LCD-TV ließ sich allein durch die Verringerung des Kontrastes der Verbrauch von 215 auf etwa 108 Watt senken. Mehr Energie als LCD Plasma-TVs benötigen Röhrenfernseher. Unser Prüfling mit nur 55 Zentimeter Diagonale zog bereits 78 Watt aus der Steckdose.

Alles, was ein Bild erzeugt, braucht verhältnismäßig viel Energie. Demnach kam der getestete Projektor auf einen mit TV-Geräten vergleichbaren Wert von 214 Watt. Einige Beamer fallen zudem durch einen übermäßigen Stand-by-Verbrauch von etwa fünf Watt auf. Wer diese neun Euro jährlich sparen will, sollte den oft vorhandenen Netzschalter am Gerät nutzen oder den Projektor gegebenenfalls von der Steckdose trennen.

Video-Zuspieler sind recht genügsame Genossen. Unsere getesteten DVD Blu-ray-Player sowie der Netzwerk-Medienreceiver gaben sich mit zehn bis 16 Watt zufrieden. Im Stand-by fiel nur der Medienreceiver mit einem Verbrauch von fünf Watt etwas negativ auf. Einen erhöhten Energiebedarf haben auch Blu-ray-Player bei aktiviertem Schnellstart-Modus. Der verringert die Einlesezeit, vervielfachte aber die Leistungsaufnahme unseres Prüflings im Stand-by von 0,2 auf 3,8 Watt.

Spürbarer kann sich ein AV-Surround-Receiver auf die Stromrechnung auswirken. Das geprüfte Einsteiger-Gerät begnügt sich mit 59 Watt, der High-End-Surround-Verstärker zieht dagegen satte 155 Watt aus der Steckdose. Im Stand-by-Betrieb das gleiche Bild: Das High-End-Gerät kommt auf fünf Watt, wobei sich das Einsteigermodell mit weniger als einem Watt zufriedengibt.

Die Stereo-Anlage als zusätzliches Accessoire im Wohnzimmer ist je nach Verstärker mehr oder weniger energiehungrig. Unser Prüfling liegt mit 144 Watt Leistungsaufnahme ähnlich hoch wie der Surround- Receivers. Geht man davon aus, dass der Verstärker täglich zwei Stunden im Gebrauch ist, macht das im Jahr 105 kWh und damit 21 Euro aus. Plattenspieler und CD-Player begnügen sich dagegen mit 0,3 bzw. 16 Watt. Auch im Stand-by-Betrieb sind beide HiFi-Komponenten sparsam und verbrauchen weniger als 1 Watt.

Master-/Slave-Steckdosenleiste

© Archiv

Bei Master-/Slave-Steckdosenleisten ziehen Geräte nur Strom, wenn der Master läuft.

Wie teuer ist jetzt das gesamte Video HiFi-Vergnügen? Nimmt man einen durchschnittlichen TV- Konsum von 31/2 Stunden pro Tag, kostet das Fernsehen mit den von uns getesteten Video-Geräten jährlich etwa 120 Euro. Lässt man alle geprüften Video HiFi-Komponeten am Netz, liegt die Stand-by-Leistung bei 40 Watt. Das quittiert die Stromrechnung mit 348 kWh und 70 Euro im Jahr.

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