Vorteile, Nachteile und Tipps

Soundbar oder Sounddeck kaufen - was Sie beachten müssen

Soundbars und Sounddecks überfluten den Markt. Kaum ein Hersteller, der nicht mit den kompakten Klangwundern in den Handel drängt. Unser Ratgeber erklärt, warum die Geräte so beliebt sind und worauf Sie beim Kauf achten müssen.

Soundbar oder Sounddeck

© Sonos

Soundbar oder Sounddeck? Unsere Kaufberatung hilft weiter.

Soundbars und Sounddecks liegen voll im Trend: Sie sind klein, kompakt, einfach zu installieren und verbessern den TV-Sound. Denn dass die schmalen, gebogenen und edlen TV-Geräte bereits aufgrund ihrer Bauweise keinen guten Sound erzeugen können, ist mittlerweile auch beim Endverbraucher angekommen. Als einfache Soundlösungen gelten derzeit somit Soundbars und -decks. Diese werden nach dem Kauf ausgepackt, aufgestellt und mit wenigen Kabeln direkt am Fernseher angeschlossen - und schon kann das TV-Vergnügen beginnen.

Technologisch passiert Folgendes im Hintergrund: Ein typischer Soundbar beherbergt meist ein 2.1-System, also einen linken und rechten Lautsprecher sowie einen integrierten Subwoofer. Um jedoch mehr als nur den typischen Stereo-Sound aus dieser Bauweise ins Wohnzimmer zu holen, bearbeiten die meisten Klangbalken den Fernsehton elektronisch.

Die Technologie

Der sogenannte Digital Signal Processor (DSP) verändert den decodierten Mehrkanalton in Sachen Frequenz, Laufzeit und Phase so, dass dem Zuhörer die Illusion eines räumlichen Klangs vermittelt wird. Die Basis für diesen Trick liefert das menschliche Ohr: Räumlicher Eindruck entsteht, sobald das Signal zeitgleich am linken bzw. rechten Ohr auftritt und so räumlich lokalisiert werden kann. Dies machen sich Soundbars zunutze und geben die decodierten Tonsignale dementsprechend zeitlich überarbeitet aus.

Um ein optimales Klangergebnis zu erzielen, ist es wichtig, die richtige Aufstellung der Soundbars und -decks zu wählen und die eigene Sitzposition zu berücksichtigen. Damit die Schallwellen denselben Weg zur Wand links und rechts vom Soundbar zurücklegen und damit auch zur rechten Zeit reflektiert werden, sollten die Klangwunder unbedingt mittig stehen. Langgezogene Räume gelten zudem als weniger vorteilhaft, da die Schallwellen nicht mehr wie geplant reflektiert werden und falsch beim Zuhörer ankommen.

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Quadratisch, praktisch, gut

Je quadratischer ein Raum, desto besser. Und auch hinter dem Sofa sollte noch genug Platz vorhanden sein: Steht dieses direkt an der Wand, geht ein Großteil der Raumwirkung verloren. Zudem sollte der Zuschauer selbst ebenfalls am besten mittig sitzen. Links und rechts der Sitzposition muss noch genug Abstand zu den Wänden bleiben, damit die Schallwellen nach der Reflexion von der Wand korrekt abgelenkt werden.

Hängt der Fernseher an der Wand und das Sideboard fehlt, eignen sich Decks weniger und der Kunde sollte sich für einen Soundbar entscheiden. Auf keinen Fall sollte dieser einfach auf dem Boden stehen oder liegen, sondern mittels Wandhalterung befestigt sein. Für Anwender, bei denen der Fernseher auf dem Standfuß steht, lohnt sich das Sounddeck. Es bietet zum einen den richtigen Halt und nimmt keinen weiteren Platz ein.

Bevor man sich für ein Modell entscheidet, sollte man das Gewicht des Fernsehers und die Maße des TV-Standfußes berücksichtigen. Ist der Fuß zu ausladend, kann es sein, dass die Fläche des Sounddecks nicht ausreicht und das TV-Gerät nach links oder rechts kippt.

Nach der Entscheidung für Deck oder Bar steht noch die Wahl des Subwoofers an. Dass ein externer Woofer mehr Bass erzeugt, steht außer Frage, doch auch für ihn muss genügend Platz vorhanden sein.

Die passende Verbindung

Als letzten Punkt gilt es, einen Blick auf die Anschlüsse des Soundbars zu werfen. Am einfachsten ist die Verkabelung via HDMI-Anschluss und für den Musikgenuss bietet sich eine zusätzliche kabellose Lösung wie Bluetooth oder NFC an. Nur selten sind HDMI-Kabel bereits im Lieferumfang enthalten. Wer sich also einen zweiten Gang in den Laden ersparen will, sollte sich sogleich beim Kauf darüber informieren.

Wenn der Soundbar HDMI nicht unterstützt, bleiben weitere digitale Anschlussmöglichkeiten, die viele TV-Geräte standardmäßig bieten. Wer das Datenblatt seines TV-Geräts immer dabei hat, ist bestens ausgerüstet, um böse Überraschungen zu vermeiden. Sind all diese Fragen geklärt, kann der Einkauf beginnen.

Sounddeck: Vor- und Nachteile

Pro

  • Platzersparnis durch Positionierung des TVs auf dem Sounddeck
  • Mehr Volumen sorgt für satteren Klang im Bereich der Mittel- und Basstöne

Contra

  • Belastungsgrenze beachten: Nicht alle Decks bieten genug Platz für den Fernseher
  • Meist kein externer Subwoofer

Soundbar: Vor- und Nachteile

Pro

  • Eignen sich perfekt, wenn der TV bereits an der Wand hängt
  • Viele Soundbars besitzen ein Anzeige-Display

Contra

  • Soundbars, die vor dem TV liegen, verdecken oftmals das Steuerauge des Fernsehers
  • Ein externer Subwoofer muss ebenfalls seinen Stauraum finden

Die Kaufentscheidung

Das Angebot an verschiedenen Modellen ist üppig und damit kaum überschaubar. Neben den großen TV-Herstellern wie LG, Panasonic oder Samsung, gibt es auch zahlreiche HiFi-Firmen, die mit Klangbalken und Sounddecks für weitere Produktvielfalt sorgen. Auch die video-Redaktion wurde nach der Testeinladung für das letzte Soundbar-Spezial mit Produkten überschüttet. Insgesamt wurden knapp 30 Geräte in unser Testlabor geliefert.

Dicke Platte vs. Sanfter Riegel

Sounddecks, gerne auch Plates oder Stages genannt, sind eine Unterkategorie der Familie der Soundbars. Der grundlegende Unterschied liegt in der Bauweise der Klangverstärker: Während Soundbars lang und schmal sind, sind Decks meist tiefe und voluminöse Produkte, die genügend Platz bieten, um den Fernseher einfach oben draufzustellen. Zudem ist dann meist der Bass bereits im Deck integriert und sorgt damit für sogenannte Downfiring-Bässe. Hierbei handelt es sich um Bass-Lautsprecher auf der Unterseite der Sounddecks, die dann den Bass nach unten abstrahlen.

Ratgeber: Diese Soundbar-Varianten gibt es

Ein Soundbar ist eine längliche Lautsprechereinheit mit mehreren integrierten Lautsprechern in kompakter Bauweise und wird meist vor oder - bei der Installation an der Wand - unterhalb des TV-Geräts angebracht. Viele Soundbars kommen gleich mit einem externen Subwoofer oder bieten zumindest die Möglichkeit, einen Subwoofer anzuschließen. Damit ist trotz der kompakten Bauweise ein ordentlicher Bass gewährleistet. Auf der anderen Seite nimmt der externe Woofer mehr Platz im Wohnzimmer ein. Bei kabelgebundenen Lösungen müssen ebenfalls Kabel verlegt werden.

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