
Software-Kurztest: "PaintShop Photo Pro X3 "
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Eingefleischte Paint-Shop-Pro-Anwender dürften nicht nur mit dem neuen Namen des Bildbearbeitungs-Klassikers Eingewöhnungs-Probleme haben: Die Oberfläche unterscheidet sich auf den ersten Blick deutlich von den Vorgängern. Unter der Haube finden sich jedoch viele alte Bekannte, darunter das Lernstudio – eine leicht zugängliche Workshop-Sammlung zu häufig benötigten Korrekturmaßnahmen.
Nette Funktionen, leider teilweise noch unausgereift: PaintShop Photo Pro stellt Fotos teilweise mehrfach zu Collagen zusammen.
Die HDR-Bearbeitung ist gleich geblieben, die vielen Effektfilter wurden überarbeitet und erweitert. Nett ist die Option, sich via dem nicht intuitiven Benutzerdefinierter Filter eigene Verfremdungsfilter zu bauen.
Der integrierte RAW-Konverter konnte im Test nur bedingt überzeugen: Er konnte zwar alle getesteten RAW-Dateiformate konvertieren, genehmigte sich dafür aber trotz QuadCore-CPU Q6600, nVidia 8600 GT und 2 GByte RAM bei größeren Dateien eine lange Bedenkzeit. Laut Corel unterstützt der RAW-Konverter über 350 unterschiedliche RAW-Dateiformate.
Doch der Funktionsumfang des Konverters beschränkt sich auf Basisfunktionen, darunter Helligkeits- und Farbtemperaturanpassungen. Eine präzise Korrektur von Objektivfehlern bietet das Tool nicht. Die Histogrammanzeige zeigte bei einigen Einstellungen trotz vorhandener Farbwerte fast eine Null-Linie.
Praktisch ist die Option, Korrekturen auf andere Fotos zu übertragen. Nicht für alle Motive eignete sich die spektakuläre Carving-Funktion, mit der sich schnell Objekte und Personen aus Fotos entfernen lassen. PaintShops Expresslabor ist ein "Einsteiger-Modus" für die gängigsten Fotokorrekturen.
Ein praktisches Tool ist die Objektextrahierung: Damit lassen sich sogar feine Details wie einzelne Haarsträhnen, teilweise transparente Rauchfäden, Gitter oder Äste präzise freistellen. Dennoch fehlt PaintShop weiterhin für genaue Auswahlen ein wichtiges Tool – das magnetische Lasso.
Testprofil
Bildbearbeitungs- und verwaltungs-Programm
80 Prozent
Für die Druckvorstufe ist PaintShop weiterhin nicht das richtige Werkzeug, denn Fotos lassen sich lediglich in CMYK-Farben splitten. Ein "echter" CMYK-Modus fehlt wie die Unterstützung von Farbprofilen für den Druck. Übersteigt die bearbeitete Datei die Größe des bereit stehenden Arbeitsspeichers, kann sie nicht mehr dargestellt werden.
Gut eignet sich PaintShop für die Bildoptimierung fürs Web dank seiner vielfältigen Komprimierungs-Optionen. Für wiederkehrende Vorgänge bietet sich die mächtige Skriptsprache Python an.
Fazit:
PaintShop Photo Pro liefert eine ganze Reihe neuer Möglichkeiten für Gelegenheitsanwender mit.
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