Firefox-Tuning

So wird der Firefox zum SEO-Fuchs

Zum Testen müssen Webprofis alle gängigen Browser nutzen. Zum Arbeiten aber gibt es kaum eine Alternative zum Firefox. Wir zeigen Tricks, wie der Fox noch besser wird.

  1. So wird der Firefox zum SEO-Fuchs
  2. Große und kleine Helfer
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© Internet Magazin

Sie können jedes Programm in die Knie zwingen, wenn es nur lange genug aufgemotzt wird. Genau so ist das auch mit dem Firefox. Der schnelle Fuchs wird zur lahmen Ente und blockiert auch gerne mal den ganzen Rechner, wenn er zu viele Aufgaben auf einmal erledigen soll.Dabei braucht man selten das komplette Paket. Zum Entwickeln reichen eine Hand voll Add-ons, fu?r die Suchmaschinenoptimierung ebenso und zur Kontrolle ist ein nackter Firefox ohne irgendwelche Erweiterungen am besten.Dafu?r können verschiedene Profile eingerichtet werden. So weit, so gut, aber um zwischen diesen Profilen schnell zu wechseln oder sie parallel in mehreren Instanzen laufen zu lassen, muss getrickst werden. Denn Mozilla lässt eigentlich nicht zu, verschiedene Profile gleichzeitig laufen zu lassen.Die persönlichen Informationen wie Lesezeichen, Add-ons, Benutzereinstellungen und Passwörter werden in den Profilen gespeichert. Um mehrere Profile anzulegen, muss der Profilmanager gestartet werden. Der ist ein wenig versteckt. Am leichtesten ruft man ihn u?ber die Kommandozeile und den Befehl

firefox.exe -ProfileManager

auf. Mit Hilfe des Profilmanagers können Profile erstellt, gelöscht, umbenannt und gewechselt werden. Um später mehrere Instanzen gleichzeitig laufen zu lassen, ist es wichtig, die Profile in separaten Ordnern außerhalb des Programmordners zu erstellen.Um die Profile gezielt und auch parallel aufzurufen, hinterlegt man auf dem Desktop jeweils eine Verknu?pfung mit dem Inhalt

"C:\Programme\Mozilla Firefox\firefox. exe" -no-remote -P "PROFILNAME"

Jetzt laufen verschiedene Profile parallel in unterschiedlichen Instanzen. Es empfiehlt sich, die Fu?chse mit sehr prägnanten Personas auszustatten, um sie auf den ersten Blick auch sicher unterscheiden zu können.

Schneller arbeiten mit Shortcuts

Jeder kennt die gängigen Shortcuts wie Strg + F fu?r die Suche, vielleicht noch Strg + T fu?r ein neues Tab. Auch sehr interessant ist Strg + Umschalt + T, das ku?rzlich geschlossene Tabs wieder aufruft, ohne erst in die Chronik wechseln zu mu?ssen.Daru?ber hinaus kann man beim Mozilla Firefox noch durch Strg + K in das Suchfeld wechseln, das standardgemäß mit Google belegt ist, aber auch Yahoo, Amazon, eBay, Leo (Wörterbuch) oder Wikipedia können dort gewählt werden.Viele ungeu?bte User können sich gar nicht vorstellen, dass man ins Internet kommt, ohne Google als Ausgangspunkt zu nehmen. Häufig wird sogar statt der URL-Leiste der Suchschlitz zur Adresseingabe genutzt. Das Ergebnis stimmt ja meistens. Dieses Verhalten lässt sich zum zeitsparenden Arbeiten auch umkehren: Statt erst Google, Amazon oder Leo anzusurfen und dann Daten abzufragen, lässt sich das in einem Arbeitsschritt vereinen.Dazu nutzt man die Firefox-Option Schlu?sselwort und passt sie etwas an. Die Schlu?sselwort-Option in Firefox ist eigentlich dafu?r vorgesehen, ein vorher gespeichertes Lesezeichen mit einem Kurzbefehl in der URL-Leiste aufzurufen. Möchte man nicht nur einfach eine Webseite aufrufen, sondern mit dem Aufruf gleich noch eine Abfrage starten, muss in der Adresse des hinterlegten Lesezeichens ein Platzhalter eingefu?gt werden.

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Fertig! Zukünftig wird nur noch mit g: gesucht:

Ein einfaches Beispiel: Statt erst umständlich www.google.de zu tippen, auf Google zu gehen und dann eine Abfrage auszufu?hren, soll ein Kurzbefehl das alles zusammenfassen. Dazu muss man zunächst herausfinden, wie die Variable heißt, mit der Google die Abfragen bezeichnet. Das ist einfach herauszufinden.In unserem Fall q. Die Abfrageseite heißt www.google.de/search. Man legt sich ein neues Lesezeichen fu?r Google an, anschließend fu?gt man den Platzhalter %s fu?r die Suchanfrage ein. Das Ganze sieht dann so aus: http://www.google.de/search?q=%sIm Anschluss vergibt man ein prägnantes Schlu?sselwort bzw. einen Schlu?sselbuchstaben um den Prozess zu verku?rzen. Fu?r Google bietet sich natu?rlich ein "g" an.Wenn Sie sich mit dieser Technik einmal angefreundet hat, werden Sie sicher immer mehr Abfragen mit Shortcuts belegen. In der Tabelle finden Sie weitere Beispiele.

Große und kleine Helfer

Fu?r jedes Aufgabenfeld gibt es mittlerweile ein Add-on von der Wuchtigkeit eines Schlachtschiffes, das sicher jeder Profi installiert hat. Bei den Suchmaschinenoptimierern du?rfte das Seoquake (www.seoquake.com) sein, ein Add-on, das nicht nur in seiner Ausgefeiltheit, sondern auch im Verbrauch von Bandbreite und Rechenleistung erschu?tternd ist. Gut, wenn man weiß, wie mehrere Instanzen des Firefox installiert werden können.Mit Seoquake lassen sich zahlreiche SEO-Parameter sowohl auf einzelnen Seiten als auch in den Serps selbst anzeigen. Vor- und zugleich Nachteil von Seoquake ist, dass das Tool unglaublich viele Anpassungsmöglichkeiten bietet und deshalb erst einmal aufwändig angepasst und erlernt werden will, bevor es wirklich effizient genutzt werden kann.

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