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Immer und überall kontaktbereit So übertragen Sie Daten von Handy zu Handy

Das neue Handy vom Weihnachtsmann oder von der Vertrags- verlängerung will mit Telefonnummern, Kalender und Medien versorgt werden. Am einfachsten geht das via Internet.
Handy Mobilfunk Daten

Das neue Handy vom Weihnachtsmann oder von der Vertragsverlängerung will mit Telefonnummern, Kalender und Medien versorgt werden. Am einfachsten geht das via Internet.

Stolze Besitzer eines neuen Handys stehen immer wieder vor dem Problem, wie sie wichtige Daten wie Telefonnummern und Adressen von dem alten auf das neue Gerät übertragen können. Diese in einer ebenso langwierigen wie nervtötenden Aktion in das neue Handy einzutippen, ist zwar prinzipiell möglich, aber keine besonders elegante Lösung. Schließlich liegen die Daten ja schon ordentlich abgelegt auf dem alten Gerät.

Bei vielen sind sie auch noch auf dem PC gesichert und werden dort zum Beispiel in Outlook gepflegt. Was liegt also näher, als diese Daten auf das neue Handy zu übertragen? Was so einfach klingt, wird dann zum Problem, wenn die richtige Hard- oder Software fehlt.

Gewonnen haben all die Handy-Nutzer, die ihre Daten auch auf dem PC und/oder im Internet sichern. Von dort aus lassen sie sich meist problemlos auf ein neueres Handy-M­odell übertragen. Schließlich sind fast alle neuen Mobiltelefone mit Bluetooth und meist auch mit einem Datenkabel ausgestattet. Das Problem Software lässt sich umgehen, wenn die Daten übers Internet übertragen werden. Da reicht es aus, das passende Webangebot zu nutzen.

Kartentricks

Die Hardware wiederum wird zur echten Herausforderung, wenn es sich bei dem alten Handy um eine Antiquität handelt. Wer noch ein Mobiltelefon besitzt, das weder über eine serielle, noch über eine Infrarot- geschweige denn über eine Bluetooth-Schnittstelle verfügt, hat schlechte Karten und wird Mühe haben, die Daten korrekt zu übertragen. Verloren ist allerdings auch dann noch nicht alles.

Verhindern lässt sich dabei das nervige Neu-Eintippen der Telefonnummern zum Beispiel über die SIM-Karte. Dieser Weg ist leider sehr kompliziert. So werden auf den meisten Handys zwei verschiedene Telefonbücher geführt: eins auf der SIM-Karte und eins auf dem Handy-Speicher. Wer also alle seine Kontakte übertragen will, sollte zunächst die Telefonnummern auf die SIM-Karte kopieren und anschließend die Daten übertragen.

Leider ist dies auch nicht bei allen Mobiltelefonen und Karten möglich. Gerade bei Prepaid-Karten lassen sich nur begrenzt Daten auf der SIM-Karte speichern. Bei manchen alten Mobiltelefonen fehlt auch die Option zum Kopieren der Kontaktdaten. Problematisch ist der Datentransfer via SIM-Karte aber auch wegen des Speicherformats.

Zwar sind Kontaktdaten auf Handys gemäß der Open Mobile Alliance (OMA) standardisiert gesichert. So sollten zum Beispiel beim Übertragen der Daten von einem Nokia- auf ein Sony-Ericsson-Handy keine Informationen verloren gehen.

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Doch leider funktioniert dies in der Praxis nicht ganz reibungslos, unter anderem weil gemäß des OMA-Standards zu jedem Eintrag nur eine Telefonnummer gespeichert wird. Wer bei seinen Kontakten allerdings gleich mehrere Nummern, die Adresse und etwa das Geburtsdatum sichert, erhält via SIM-Karte zu jedem Namen mehrere Einträge mit jeweils einer Nummer.

Zusatzinfos wie Adressen gehen verloren. Das Übertragen einzelner Telefonnummern ist auf jeden Fall völlig problemlos (s. Kasten "Daten via SIM-Karte übertragen", siehe oben). Um Adressbücher vollständig zu übertragen, ist im Zweifelsfall eine andere Lösung erforderlich, zum Beispiel via Internet.

Kabellösung

Besonders effektiv ist es also nicht, seine Daten via SIM-Karte auf ein neues Gerät zu übertragen. Problematisch ist die Lösung auch, weil häufig mit dem Gerätewechsel auch ein Providerwechsel verbunden ist. Wer aber seinen alten Vertrag gekündigt hat, muss die SIM-Karte zurückgeben. Damit die Daten über die alte Karte noch übertragen werden können, muss das neue Gerät rechtzeitig geordert werden.

Die Datenübertragung per SIM-Karte funktioniert auch dann nicht, wenn neben den Kontakten auch Termine oder etwa Musik und Videos mit kopiert werden sollen. Empfehlenswert ist es da, die Daten über den PC zu synchronisieren. Vorteile bietet diese Variante auch, weil die Daten bequem über den Computer eingegeben und falls nötig abgeglichen werden können.

Auch bei O2 können Kunden ihre Kontaktdaten im Internet sichern und auf das Handy übertragen.
Auch bei O2 können Kunden ihre Kontaktdaten im Internet sichern und auf das Handy übertragen.

Um die Daten vom PC auf das Handy zu übertragen, muss eine Verbindung zwischen den beiden Geräten hergestellt werden. Realisiert wird sie entweder über ein Kabel oder – was bei neueren Handys und Notebooks einfacher ist – über Bluetooth.Sind die Daten in Outlook oder Outlook Express erfasst, lassen sie sich problemlos auf das Handy oder den PDA übertragen.

Benötigt wird dazu meist noch ein Programm. Dieses liefert der Handy-Hersteller in der Regel mit oder bietet es auf den Webseiten zum kostenlosen Download an. Praktisch sind diese Programme, weil sich damit nicht nur Kalender und Kontakte übertragen lassen, sondern auch Musik, Videos oder Fotos. Um den Datenabgleich auch zwischen unterschiedlichen Endgeräten zu ermöglichen, beruhen diese Übertragungsprogramme auf dem plattformunabhängigen Standard SyncML (Synchronization Markup Language).

Das heißt, dass die Daten von jedem beliebigen Handy auf jedes andere Gerät übertragen werden können – theoretisch jedenfalls. In der Praxis werden Geräte nicht zuverlässig erkannt – mal ganz abgesehen davon, dass PDAs, die mit Windows Mobile laufen, nur auf die Windows-eigene Übertragungs-Software ansprechen. Steht die Verbindung zum PC, sind die Daten schnell abgeglichen.

Verfügen Handy und PC – was bei Notebooks meist der Fall ist – über eine Bluetooth-Schnittstelle, lassen sich Daten kabellos übertragen. Dazu muss auf dem Mobiltelefon und auf dem PC die Bluetooth-Verbindung aktiviert werden. Anschließend kann die Suche nach Bluetooth-Geräten starten. Haben sich die Geräte erkannt, erscheint auf dem PC ein Code, der auf dem Handy eingegeben werden muss. Danach kann die Datenübertragung beginnen.

Nokia-Handys lassen sich über Ovi synchronisieren.
Nokia-Handys lassen sich über Ovi synchronisieren.

Internet-Synchronisation

Ganz ohne Kabel kommen auch Handy-Nutzer aus, die ihre Daten via Internet abgleichen. Vorteilhaft dabei ist, dass die Daten unabhängig vom Gerät jederzeit online verfügbar sind. Selbst wenn das Handy mal verloren gehen sollte, sind die Daten gesichert und später auf ein anderes Mobiltelefon übertragbar. Nicht jedermanns Sache ist es allerdings, persönliche Daten im Internet zu hinterlegen.

Doch versichert zum Beispiel zyb.com (Vodafone), dass hohe Sicherheitsstandards eingehalten werden und eine Datenweitergabe nur erfolgt, wenn der Nutzer dem ausdrücklich zustimmt, um beispielsweise Kontaktdaten mit Freunden auszutauschen.

Vom PC auf ein Mobiltelefon können Daten mit der herstellereigenen Software übertragen werden.
Vom PC auf ein Mobiltelefon können Daten mit der herstellereigenen Software übertragen werden.

Außer zyb.com bietet auch Nokia oder etwa O2 Datensynchronisierung via Internet an. Dabei ist Nokias neues Portal Ovi.com Nutzern von Nokia-Handys vorbehalten (und nur in Englisch). Während das O2-Angebot selbstredend nur für O2-Kunden verfügbar ist. Bei allen diesen Web-Angeboten ist die Vorgehensweise ähnlich. Zunächst ist eine Registrierung erforderlich. Danach sucht der Nutzer sein Handy aus und erhält vom Webseitenbetreiber eine SMS mit den Installationsanleitungen oder dem Installations-Link.

Danach startet der Datenabgleich. Die Kontaktdaten, die auf diesem Weg im Internet gesichert werden, stehen dann jederzeit zur Verfügung. Um auf sie zugreifen zu können, ist nur die Anmeldung (mit Nutzername und Passwort) erforderlich.

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