Problem-Killer

So tunen Sie ihr Windows mit Gratis-Programmen

Abstürze, unkontrollierbare Geräte und wirre Systemmeldungen vermiesen in Windows die Arbeit. Zum Glück gibt es kostenlose Tools, die mit den Problemen kurzen Prozess machen.

Das inoffizielle Windows Service Pack 2012

© Microsoft

Das inoffizielle Windows Service Pack 2012

Windows ist schuld. An allem ist Windows schuld. Wenn es nur so leicht wäre. Windows ist leider nur oft schuld. Instabile Systeme kommen auch von defekter Hardware, wenn etwa der Lüfter nicht genug kühlt und dadurch Prozessor und Speicher zu heiß werden, oder wenn Treiber oder Anwendungsprogramme schlecht programmiert sind.

Sichern Sie Ihr PC-System auch bestmöglich vor Angriffen aus dem Internet und Netzwerk. Windows-eigene Sicherheits-Tools und kleine kostenfreie Zusatz-Tools ermöglichen einen sehr guten Systemschutz, ebenso wie eine Systempflege mit Bordmitteln.

PC Magazin zeigt, wo die Probleme liegen und wie Sie sie mit kostenlosen Tools lösen und so Ihren PC und Ihr Windows am Laufen halten. Die Tools gibt es auf unserer Webseite im Download-Bereich.

Installationsreste entfernen

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© Hersteller/Archiv

Eine Deinstallation führt Revo Uninstaller in vier Schritten durch. Dabei stört sich das Programm nicht, ob Teile der Software zuvor schon entfernt wurden.

In der Hektik ist es schnell passiert, man braucht Platz und löscht ein Programm nicht über die Deinstallations-Routine, sondern per Drag&Drop in den Papierkorb. Die Überreste in Form von verwaisten Registry-Einträgen und Verknüpfungen bekommen Sie nur schwer wieder weg. Doch auch manche Deinstallations-Routine entfernt Programme nicht so sorgfältig wie gewünscht.

Hier hilft das Tool Revo Uninstaller die System zu reinigen. Das Programm entfernt sowohl unvollständig gelöschte Programmordner wie auch noch vorhandene Registry-Einträge von der fehlerhaft deinstallierten Software.

Zur Bedienung: Revo Uninstaller listet alle gefundenen Installationen auf. Mit der rechten Maustaste wählen Sie daraufhin die weitere Vorgehensweise. Das ist je nach Software der Befehl Uninstall, Zwangsdeinstallieren oder den Eintrag löschen. Die eigentliche Deinstallation ist dann in vier Schritte geteilt.

Vorinstallierte Software auf neuem PC entfernen

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© Hersteller/Archiv

Auf neuen Windows-PCs sind immer mehr Programme, Bildschirmschoner und Browser-Menüleisten vorinstalliert. In der Liste müssen Sie sorgfältig wählen, was weg kann. Den Alcor Micro USB Card Reader sollten Sie unbedingt aufheben.

Nichts trübt die Freude über einen neuen PC mehr, als die vielen vorinstallierten OEM- und Demoversionen, die gleich nach dem ersten Start aufpoppen. Das englischsprachige PC Decrapifier befreit Ihren PC von der unerwünschten Software, die vom Hersteller auf dem neuen Rechner vorinstalliert wurde. Beliebt sind etwa kommerzielle Virenscanner, Zugangssoftware fürs Internet oder die weitverbreiteten Toolbars von Google und Yahoo.

Das Tool PC Decrapifier hat sich den Kampf gegen sogenannte Crapware (Schrottsoftware) angenommen und entfernt eine Reihe von vorinstallierter Software. Auf der Herstellerseite können Sie eine Liste einsehen, welche Software dazugehört. Neben der für den privaten Bereich kostenlosen Basisversion gibt es eine kommerzielle Variante.

Versehentlich Gelöschtes wiederherstellen

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© Hersteller/Archiv

Eigene Fehler zuzugeben, fällt jedem schwer. Umso besser, wenn es ein Tool gibt, um Fehler wieder rückgängig zu machen. Versehentlich gelöschte Dateien, die auch aus dem Papierkorb verschwunden sind, stellen Sie mit dem kostenlosen Tool Recuva v1.42 wieder her. Das Programm hat sich auf Bilder, Musik, Dokumente, Videos, komprimierte Dateien sowie E-Mails spezialisiert.

Es durchsucht auch USB-Sticks und Speicherkarten. Installieren Sie das Programm nicht auf der Partition, auf der Sie die Dateien suchen möchten. Jede Installation und jedes weitere Speichern auf der Partition kann, wenn Sie Pech haben, die gesuchten Daten überschreiben und damit vollständig löschen.

Speicherpfade verschieben

Windows 7 speichert alles auf der Systempartition C:\. Verlegen Sie die Speicherorte von den Bibliotheken Bilder, Musik und Dokumente auf eine andere Partition. Öffnen Sie dazu den Explorer. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf eine der Bibliotheken und wählen Sie Eigenschaften. Im oberen Bereich des Fensters erscheinen die Speicherorte, die zu der Bibliothek gehören.

Klicken Sie auf Ordner hinzufügen, wählen Sie Ihren neuen Standardspeicherordner auf der zweiten Partition aus, und klicken Sie auf Ordner aufnehmen. Der Ordner erscheint in der Liste der Bibliotheksordner. Klicken Sie in der Liste auf den neuen Ordner mit der rechten Maustaste, und wählen Sie Als Standardspeicherort festlegen. Vor dem Einträg befindet sich daraufhin ein Häkchen. Im Anschluss können Sie noch die Dateien aus dem Ordner auf C:\ in den neuen umziehen.

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