Smartphone, PC & Co.

So richten Sie Ihren Drucker im Netzwerk ein

Es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten, Drucker an mehrere PCs, Smartphones oder Tablets anzubinden. Auch ohne festes Netzwerk hat man Möglichkeiten, Rechner und Drucker zu vernetzen. Wir erklären, wie Sie unter Windows 7 Ihren Drucker im Netzwerk einrichten.

Cloud

© pcmagazin

Cloud

In vielen Haushalten sind mehrere Computer im Einsatz. Oft sind auch noch ein oder mehrere Smartphones im Besitz und einige Familienmitglieder haben eigene Notebooks. Sollen aber Dokumente, Webseiten oder Bilder ausgedruckt werden, steht in den meisten Fällen nur ein einzelner Drucker zur Verfügung, auf den die Anwender zugreifen können. Nun kommt es darauf an, welche Schnittstellen der Drucker für die Datenübertragung anbietet.

Drucker im Netzwerk zur Verfügung zu stellen, ist heutzutage kein Problem mehr. An PCs lassen sich Drucker schnell und einfach über Windows freigeben. Viele Drucker verfügen über eine eigene Netzwerkschnittstelle, die eine direkte Ansteuerung erlauben. Dazu kommen noch Drucker mit WLAN-Fähigkeit. Auch viele DSL-Router bieten mittlerweile die Möglichkeit, Drucker per USB anzubinden und im Netzwerk freizugeben.

Wollen Sie Drucker an einem PC im Netzwerk freigeben, muss zum Drucken dieser Computer angeschaltet sein. Das kann beim Ausdrucken über andere PCs ziemlich nerven. Einfacher ist es, Drucker direkt im Netzwerk zur Verfügung zu stellen, am besten mit einer eigenen Schnittstelle und Adresse.

Tipp 1: Drucker in Windows freigeben

Wenn Sie einen Drucker an einem PC mit Windows angeschlossen haben und von anderen PCs im Netzwerk zugreifen wollen, können Sie diesen einfach freigeben.

Dazu installieren Sie den Drucker auf dem PC. In Windows 7 rufen Sie anschließend im Startmenü "Geräte und Drucker" auf. Hier sehen Sie den entsprechenden Drucker. Über das Kontextmenü rufen Sie Drucker-"Eigenschaften" auf. Wechseln Sie zur Registerkarte "Freigabe". Anschließend aktivieren Sie die Option "Drucker freigeben" und geben einen Namen für den Drucker ein. Dieser sollte so kurz wie möglich sein, da Client-Computer sich mit diesem Namen mit dem Computer verbinden. Aktivieren Sie im Anschluss die Option "Druckauftragsbearbeitung auf Client-Computern durchführen". Wichtig ist noch die Schaltfläche "Zusätzliche Treiber".

Druckertreiber

© Hersteller

Zusätzliches Installieren von Druckertreibern

Wenn sich ein Client-Computer mit der Freigabe des Druckers verbindet, erhält er vom PC auch einen passenden Treiber. Unterscheiden sich aber das Betriebssystem des Drucker-Hosts vom Client-Computer, lässt sich der Drucker nicht verbinden. Das gilt auch dann, wenn auf dem Host ein 64-Bit-System installiert ist und der Client ein 32-Bit-System einsetzt. In diesem Fall aktivieren Sie bei den "zusätzlichen Treibern" noch die Option für das zusätzliche Betriebssystem. Bestätigen Sie die Eingaben mit "OK", ist der Drucker freigegeben. Sie sehen das am Freigabesymbol (Hand-Icon) des Druckers.

Nach diesen Maßnahmen steht der Drucker im Netzwerk zur Verfügung. Damit sich dieser auf Client-Computern verbinden lässt, ist der einfachste Weg, im Suchfeld des Startmenüs die Zeichenfolge "\\<PC-Name des Drucker-Hosts>\<Name der Druckerfreigabe>" einzugeben. Den Drucker sehen Sie auch im Explorer, wenn Sie auf Netzwerk klicken. Ist der Drucker nicht sofort ersichtlich, klicken Sie auf den Namen des Computers, der den Drucker zur Verfügung stellt.

Tipp 2: Drucker über WLAN anbinden

Drucker Freigabe

© Hersteller

Drucker lassen sich in Windows 7 schnell und einfach freigeben.

Effizienter lassen sich Drucker über WLAN anbinden. Dazu müssen Sie einen Drucker einsetzen, der über einen eigenen WLAN-Adapter verfügt. Zunächst binden Sie diesen über seine eigene Steuerung an das WLAN-Netzwerk an. Das funktioniert normalerweise direkt an der entsprechenden Hardware über einfach zu bedienende Assistenten. Ist der Drucker im Netzwerk verfügbar, sollten Sie den aktuellsten Druckertreiber beim Hersteller herunterladen und den Drucker anbinden. Netzwerkwissen ist in den wenigsten Fällen notwendig, da der Treiber die entsprechenden Schritte im Bild- und Text-Dialog mit Ihnen erledigt.

Web-Server

© Hersteller

Netzwerkdrucker bieten die Möglichkeit, Eigenschaften und Abfragen über einen internen Web-Server zu realisieren.

Anschließend müssen Sie den Druckertreiber nur noch auf die Geräte aufspielen, die den Drucker nutzen wollen. Konfigurieren Sie noch die entsprechenden Energiesparoptionen auf dem Gerät, schaltet sich der Drucker, wenn er nicht drucken muss, in einen Energiesparmodus. Der Vorteil bei dieser Technik ist, dass kein Computer angeschaltet sein muss, um den Drucker zu nutzen, sondern dass er ständig im Netzwerk zur Verfügung steht. Die Drucker verfügen in den meisten Fällen auch über einen internen Webserver, der verschiedene Einstellungen und Statusabfragen erlaubt. 

WLAN-Drucker

© Hersteller

Druckertreiber können WLAN-Drucker schnell und einfach an externe oder interne kabellose Netzwerke anbinden.

Tipp 3: Drucker über Powerline anbinden

Auf dem gleichen Weg binden Sie Drucker direkt über eine normale Netzwerkschnittstelle an (LAN). In diesem Fall müssen Sie den Drucker entweder mit einem Router oder WLAN Access Point verbinden, der auch über eine normale Netzwerkschnittstelle verfügt. Ist kein direkter Anschluss möglich, verwenden Sie Powerline-Adapter. Diese können den Netzwerkverkehr direkt über Steckdosen weiterleiten. Damit das funktioniert, sollten sich die Steckdosen idealerweise an der gleichen Sicherung befinden und im gleichen Stromkreis.

Powerline-Adapter

© Hersteller

Powerline-Adapter lassen sich zentral in diesem Devolo Cockpit steuern. Hier wird auch der Status der einzelnen Powerline-Schnittstellen angezeigt.

Ansonsten besteht die Möglichkeit, dass sich die verschiedenen Adapter nicht finden. Elektriker können in diesem Fall aber mit elektronischen Bauteilen wie Phasen-Gleichschalter eine Verbindung herstellen. Entsprechende Adapter gibt es zum Beispiel von Devolo, aber auch von Netlink und anderen Herstellern. Verwenden Sie möglichst immer Adapter eines Herstellers, auch wenn viele kompatibel miteinander sind. Die Adapter verfügen über ein eigenes Steuerungsprogramm. Sie können für den Datenverkehr ein Kennwort hinterlegen, sodass in Mehrfamilienhäusern niemand den Datenverkehr mitschneiden kann.

Tipp 4: Drucken mit iPhone und iPad

Ein häufiges Problem ist das Drucken von Dateien über das Smartphone. Während auf PCs einfach das Installieren eines Druckertreibers ausreicht, lassen sich an Smartphones über diesen einfachen Weg keine Drucke durchführen, auch nicht per USB.

Für iPhone und iPad gibt es die Funktion AirPrint. Diese erlaubt das Drucken über WLAN, offiziell aber nur auf ausgewählten HP-Druckern. Wir zeigen Ihnen, wie Sie diese Funktion vollkommen kostenlos auch für andere Drucker nutzen können.

Für diese Funktion ist keine Installation notwendig. Sie müssen einfach die "Weiterleiten"-Funktion auswählen und den Druck starten. Anschließend scannt das iPhone/iPad das Netzwerk auf kompatible Drucker und bietet eine Druckerauswahl an. Den Druckauftrag sendet das Gerät über WLAN direkt an den Drucker. Alle Apps, die eine interne Druckfunktion haben, können damit AirPrint nutzen.

AirPrint Acitvator

© Hersteller

Starten Sie den AirPrint Activator, damit AirPrint-unkompatible Drucker mit iPhones und iPads zusammenarbeiten.

Leider unterstützen nicht alle Drucker AirPrint. Dafür gibt es aber ein Tool, welches Drucker über iTunes (Download) zur Verfügung stellt. In diesem Fall können Sie den Drucker nicht direkt ansprechen, sondern über einen PC, auf dem iTunes installiert ist. Das Tool steht auch für Windows zur Verfügung. Um AirPrint in Windows zu aktivieren, installieren Sie auf dem Computer den Druckertreiber und iTunes. Geben Sie den Drucker ganz normal frei, wie in Tipp 1 beschrieben. Anschließend verwenden Sie den AirPrint Activator von der verlinkten Seite und gehen folgendermaßen vor:

Entpacken Sie das Archiv, und starten Sie die Datei mit der rechten Maustaste "Als Administrator ausführen". Öffnen Sie anschließend "Activate AirPrint". Klicken Sie auf "Start\Systemsteuerung\System" und "Sicherheit\ Windows-Firewall". Wählen Sie auf der linken Seite "Ein Programm oder Feature durch die Windows-Firewall zulassen". Klicken Sie auf "Anderes Programm zulassen", und wählen Sie die Datei "Airprint.exe" im Verzeichnis "C:\AirPrint" aus.

Bestätigen Sie im Anschluss mit "OK", damit das Programm im Netzwerk kommunizieren darf. Rufen Sie "wf.msc" im Suchfeld des Startmenüs auf, und erstellen Sie eine "Eingehende neue Regel" die den "TCP-Port 631" zulässt. Geben Sie "lusrmgr.msc" im Suchfeld des Startmenüs ein, und klicken Sie auf "Benutzer". Stellen Sie sicher, dass das Benutzerkonto "Gast" aktiviert ist. Wählen Sie nun die Druckfunktion in der App auf dem Smartphone, über das Sie drucken wollen. Im E-Mail-Bereich wählen Sie zum Beispiel die "Weiterleiten"-Funktion und dann "Drucken". Wenn Sie dann die Option "Drucker auswählen" aktivieren, sollten die freigegebenen Drucker erscheinen.

Viele Druckerhersteller bieten im Apple App Store oder auch im Android Marketplace Apps an, die das Drucken erlauben. Das gilt auch für Windows Phone. Ein Blick in den jeweiligen Store lohnt sich daher.

Mehr zum Thema

WLAN Repeater von AVM