So kündigen Sie richtig & DSL-Glossar
So kündigen Sie richtig
Bei der Kündigung sowie beim Neuabschluss Ihres Telefon-bzw. Internet-Vertrags gilt es Folgendes zu beachten:
- Halten Sie Kündigungsfristen ein (meist drei Monate), weil sich der Vertrag sonst automatisch verlängert.
- Verschicken Sie Ihre Kündigung als Einschreiben mit Rückschein – nur dann haben Sie etwas in der Hand.
- Wenn Sie einen Vertrag wegen eines Mangels außerordentlich kündigen möchten, müssen Sie dem Provider eine angemessene Frist einräumen, den Mangel zu beseitigen (zirka 14 Tage).
- Korrespondieren Sie nur schriftlich mit Ihrem Provider, telefonische Zusagen können Sie später kaum beweisen.
- Beim Providerwechsel müssen Sie je nach bisheriger Vertragsvariante (Resale) Ihren alten DSL-Anschluss selbst kündigen, während Sie den zugrundeliegenden Telefonanschluss vom neuen Provider kündigen lassen sollten (mehr Infos im Telekom-Dokument: tinyurl.com/3xdzert).
- Gehen Sie nicht leichtfertig auf die telefonischen Angebote der Provider ein. Nutzen Sie gegebenenfalls Ihr Widerrufsrecht von zwei Wochen.
- Prüfen Sie beim Neuabschluss sorgfältig alle Angaben – das gilt insbesondere für Zusatzleistungen wie optionale Sicherheitspakete, die oft erst nach drei Monaten zu zahlen sind und deshalb nicht gleich auffallen.
Glossar: Wichtige Begriffe zu DSL
Gut 50 deutsche Städte hat die Telekom mit dem schnellen VDSL erschlossen, Konkurrenten wie Vodafone wollen nachziehen.
FastPath: Diese Technik schaltet die automatische Fehlerkorrektur bei DSL-Anschlüssen aus, was zu kürzeren Reaktionszeiten führt – vorteilhaft bei Online-Spielen. Welche DSL-Provider Fathpath anbieten, listet die Seite www.fastpath.de auf.
FttH: Fiber to the Home bezeichnet – im Gegensatz zum Kupferkabel auf der letzten Meile – die Bereitstellung der schnellen Glasfaserleitung bis in die Wohnung.
HSDPA: Der momentan schnellste Mobilfunkstandard ermöglicht im Vergleich zum normalen UMTS (384 Kbit/s) Download-Bandbreiten bis 3,6 und 7,2 MBit/s. HSDPA ist im E-Plus-Netz erst im Aufbau.
Kabel: Viele Kabelanschlüsse erlauben nicht nur den TV-Empfang, sondern auch Telefonieren und Internet. Die maximale Bandbreite ist gewöhnlich 32 MBit/s, in einzelnen Städten sind 120 MBit/s verfügbar.
NGN: Der Sammelbegriff Next Generation Network steht für die Umstellung der verbreiteten Leitungsinfrastruktur auf die paketvermittelte, wie sie im Internet-Datenverkehr üblich ist. Die IP-Telefonie (VoIP) ist dafür ein Beispiel.
Resale: Bis vor zwei Jahren mussten Provider ohne eigenes Netz DSL-Anschlüsse als so genanntes Resale (Wiederverkauf) von Telekom-DSL anbieten. Jetzt ist die Trennung von Telefon und DSL gesetzlich geregelt.
Sky DSL: Sky DSL bezeichnet den Internet-Zugang über Satellit – wichtig im ländlichen Raum ohne DSL-Option.
Triple Play / Quadrupel Play: Bereitstellung für Telefon, Internet und Fernsehen (bzw. plus Mobilfunk) von einem Anbieter, entweder von DSL-Providern oder Kabelnetzbetreibern.
VDSL (auch HDSL): Das schnelle Very High Data Rate Digital Subscriber Line bietet u.a. die Deutsche Telekom mit Geschwindigkeiten von 52 Mbit/s im Download.
VoIP: Voice over IP bezeichnet das Telefonieren über das Internet, in der Praxis gibt es kaum Qualitätsunterschiede zum echten Analoganschluss (siehe auch NGN).
Wimax: Worldwide Interoperability for Microwave Access ist ein Funkübertragungssystem, das den Internet-Zugang daheim ermöglicht. In Deutschland wird Wimax als MAXXonair und DSLonair vermarktet. Ob es sich gegen den neuen Mobilfunkstandard LTE durchsetzt, ist offen.
Inhaltsverzeichnis
- Teil 1 So vermeiden Sie Probleme mit dem DSL-Provider beim Umzug
- Teil 2 Tücken im Detail & Providerkulanz
- Teil 3 Provider suchen und finden
- Teil 4 So kündigen Sie richtig & DSL-Glossar
- Teil 5 Interview: Tatjana Halm, Verbraucherzentrale Bayern
Kleines Spiel für zwischendurch


