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So checken Sie schnell Ihre Hardware

Welche Hardware steckt in Ihrem Rechner? Welche Komponenten arbeiten fehlerfrei, welche bremsen das System oder bringen Windows gar zum Absturz? Antworten auf diese und viele andere Fragen gibt dieser Artikel.

So checken Sie schnell Ihre Hardware

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So checken Sie schnell Ihre Hardware

Check 1: Mainboard, Prozessor und Speicher

hardware, pc, komponenten

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Webtemp zeigt Geschwindigkeit und Temperatur der CPU und vieles weitere an.

Prozessor, Mainboard und Hauptspeicher sind die Kernkomponenten jedes Rechners. Wenn es hier hakt, weil beispielsweise die Höchsttemperatur überschritten wird, stürzt der PC unvermittelt und zumeist ohne verwertbare Fehlermeldung ab. Grund genug also, diese Komponenten zu überwachen und mögliche Fehler bereits im Vorfeld zu erkennen und zu verhindern.

Das Tool Webtemp ist ein sehr leistungsfähiges Analysetool, das über nahezu alle in Ihrem Rechner installierten Komponenten Auskunft gibt. Dazu gehören im Zusammenspiel mit Speedfan die Temperaturen des Prozessors beziehungsweise der Prozessoren, die Auslastung von Prozessor, Speicher und Festplatte sowie bei Notebooks der Akkustatus. Von besonderer Wichtigkeit ist dabei die Möglichkeit, über den Menüpunkt "Anzeige" auch Tages- und Wochenstatistiken gelistet zu bekommen.

So fällt schnell auf, wenn sich die Temperaturen einer oder mehrerer Komponenten langsam aber sicher nach oben bewegen. Das kann beispielsweise ein Zeichen für die Verschmutzung eines Lüfters sein, der regelmäßig am besten per Staubsauger von Schmutz befreit werden sollte.

Stresstest für den Arbeitsspeicher

Stürzt Ihr PC oft ab, kann die Ursache ein defekter Speicher sein. Hier hilft das Tool Memtest86. Eine Speicheranalyse lässt sich unter Windows nicht wirksam und zuverlässig bewerkstelligen. Bei Memtest86 handelt es sich daher um ein Linux-Tool. Brennen Sie dazu vom ISO-Image (etwa mit Nero) eine CD und booten Sie Ihren Rechner von diesem Datenträger.

Hierzu müssen Sie unter Umständen im BIOS die Bootreihenfolge so ändern, dass Ihr Rechner vom optischen Laufwerk startet. Anschließend lassen Sie den Stresstest laufen. Empfehlenswert ist mindestens eine Stunde. Für ein zuverlässiges Ergebnis sind zwölf Stunden optimal. Werden Fehler registriert und angezeigt, weist Ihr Arbeitsspeicher einen Defekt auf und sollte ausgewechselt werden.

Check 2: Grafikkarte und Monitor

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Mit dem Tool Calibrize kalibrieren Sie Ihren Monitor in drei einfachen Schritten.

Ist der Monitor falsch kalibriert, kann das nicht nur zu angestrengten Augen oder Kopfschmerzen führen. Eine fehlerhafte Einstellung bedeutet auch, dass Fotos nicht korrekt dargestellt werden, Details absaufen und ausgedruckte Fotos unter Umständen ganz anders aussehen als auf dem Bildschirm. Im Normalfall wird der Monitor mithilfe eines speziellen Messgerätes und teurer Kaufsoftware kalibriert, doch funktioniert das mit den Tools Quickgamma und Calibrize auch recht gut und zuverlässig.

Mit Calibrize kalibrieren Sie Ihren Monitor in drei einfachen Schritten. Im ersten Schritt stellen Sie den Kontrast Ihres Monitors auf "Maximum" und die Helligkeit so ein, dass der schwarze Kreis soeben sichtbar ist, während der dunkle Hintergrund eine durchgehende Verfärbung aufweist. Dann verringern Sie den Kontrast, bis der helle Kreis sichtbar wird. Im nächsten Schritt stellen Sie die Farbregler so ein, dass der Kreis mit dem Hintergrund verschmilzt. Über "Save" werden Ihre Einstellungen in Schritt drei gespeichert und auch nach einem Neustart beibehalten.

Kalibrieren mit Quickgamma

In Windows, im Internet und in der digitalen Fotografie hat sich ein Gammawert von 2,2 als Standard etabliert. Soll ein Bildschirm alle Farben korrekt darstellen, muss er folglich auf diesen Gammawert kalibriert werden. Bevor Sie die Kalibrierung mit dem Tool Quickgamma starten, sollte Ihr Bildschirm zunächst einmal 30 Minuten warmgelaufen sein. Danach stellen Sie über das Bildschirmmenü die Farbtemperatur auf 6500K (oder "normal" falls keine genauen Kelvin-Einstellungen möglich sind) und den Kontrast auf 50 Prozent .

Starten Sie Quickgamma und stellen Sie die Helligkeit so ein, dass der dunkelgraue Streifen "Black Level B" auf Höhe des Gammawertes 2,2 sichtbar wird und der Streifen "Black Level A" bei 2,2 gerade noch sichtbar ist. Der dunkelgraue Streifen "Black Level A" darf auf Höhe von 1,8 keinesfalls wahrnehmbar sein. Weitere Einstellungen jeder Primärfarbe nehmen Sie über die Schaltfläche "Gamma" vor.

Check 3: Optische Laufwerke

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Webtemp zeigt Geschwindigkeit und Temperatur der CPU und vieles weitere an.

Zeit ist Geld. Und ein zu langsamer DVD- oder Blu-ray-Brenner kann Zeit kosten, sehr viel Zeit sogar. Zwar ist die Ära des nervigen und dank hoher Rohlingspreise auch kostspieligen Buffer Underruns glücklicherweise längst vorbei, doch gibt es bei optischen Laufwerken auch heute noch riesige Geschwindigkeitsunterschiede.

Schnelle Blu-ray-Brenner kosten heute keine 100 Euro mehr, flotte Combilaufwerke, die Blu-rays abspielen und DVDs brennen können, sind bereits für 65 Euro zu haben. Grund genug, das alte Laufwerk zu testen und es gegebenenfalls durch ein leistungsfähigeres Neugerät zu ersetzen.

Testen mit Opti Drive Control

Beim Programm Opti Drive Control handelt es sich um eine 30 Tage Testversion. Dieser Zeitraum reicht locker aus, um Ihr Laufwerk auszutesten und das auch mit einem eventuellen Neukauf zu tun. So bekommt man die Fortschritte gleich schwarz auf weiß angezeigt. Zudem ist Opti Drive Control das perfekte Tool um die Zuverlässigkeit Ihres Laufwerks zu testen.

Kommt es beim Abspielen oder Brennen zu Problemen, stellen Sie mit Opti Drive Control schnell fest, ob die Ursache im Laufwerk oder im Silberling zu suchen ist. Und Opti Drive Control kann noch mehr. Es misst die Prozessor-Auslastung während die Daten von der CD, DVD oder Blu-ray ausgelesen werden. Liegt die Auslastung bei mehr als 10 Prozent, wird DMA nicht verwendet und Ihr Prozessor somit mehr als nötig belastet. Das bremst Ihr System aus.

Treten Lesefehler auf und muss das Laufwerk dadurch Bereiche des Datenträgers mehrmals lesen, führt das zu einer deutlichen Verringerung der Geschwindigkeit. So dauert die Installation eines Software-Programms von einer DVD dann eben nicht nur zwei Minuten, sondern gerne auch ein Vielfaches. Manchmal hilft es, die Scheibe mit einem weichen Tuch von Fingerabdrücken oder Fettflecken zu befreien. Treten dann bei diversen Scheiben noch immer wiederkehrende Lesefehler auf, ist es Zeit, das Laufwerk zu ersetzen.

Die Messung der Transferrate können Sie mit jeder beliebigen CD oder DVD durchführen. Legen Sie die Scheibe ein, starten Sie Opti Drive Control, markieren Sie links den Menüpunkt "Transfer rate" und klicken Sie rechts unten "Start". Das Tool testet nun neben der Lesegeschwindigkeit auch die Zugriffszeiten (Access times) sowie die CPU-Auslastung. Im Ergebnis zeigt Opti Drive Control die Auslesegeschwindigkeit als Linie an.

Ist diese Linie gerade, ist die Geschwindigkeit konstant und es treten keine Lesefehler auf. Allerdings erreicht unser Beispiellaufwerk die vom Hersteller angegebene Sechsfach-Geschwindigkeit nicht: Im Schnitt wird lediglich 3,63-fach gelesen. Dafür belastet das Laufwerk den Prozessor nicht. Über den Menüpunkt " Create test disc" können Sie darüber hinaus Testmedien erstellen, um weitreichende Schreibtests durchzuführen. Hierzu benötigen Sie natürlich einen Rohling.

Check 4: Festplatte

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Mit dem Tool Calibrize kalibrieren Sie Ihren Monitor in drei einfachen Schritten.

Die Festplatte ist als Datenspeicher die wichtigste Komponente des Rechners. Zwar funktioniert ein PC mit defektem Prozessor oder durchgebrannter Grafikkarte nicht mehr, aber das hat keinen Einfluss auf Ihre Daten. Ein Prozessor lässt sich immer ersetzen, ein durch einen Festplattendefekt verlorenes Familienfoto sehr oft nicht. Deshalb sollten Sie die Funktionstüchtigkeit Ihrer Festplatte stets im Auge behalten.

Wie Sie das machen sollen? Nun, dank der in alle aktuellen Mainboard-BIOS-Versionen integrierten SMART-Funktion wird die Festplatte automatisch überwacht. Alles, was Sie noch benötigen, ist das richtige Tool, das die kryptischen Meldungen von SMART übersetzt und Sie am besten automatisch benachrichtigt, falls Ihre Festplatte nicht mehr fehlerfrei arbeitet und sich ein Datenverlust anbahnt!

Das Tool CheckDrive 2012 warnt Sie automatisch, falls sich der Zustand Ihrer Festplatte verschlechtert. Diese Funktion sollten Sie vor allem dann nutzen, wenn bereits Fehler aufgetreten sind oder eines der Tools vom Hardware-Testcenter bei der Laufwerksüberprüfung auf Fehler stößt.

Fehlersuche mit HD Tune

HD Tune ist als klassisches Benchmarktool in erster Linie in der Lage, die Geschwindigkeit Ihrer Festplatte(n) zuverlässig zu testen. Das geschieht über den Menüpunkt "Benchmark", den Sie über die Start-Schaltfläche starten. Interessanter für die Sicherheit Ihrer Daten sind allerdings die anderen Menüpunkte wie "Health" (Gesundheit) sowie "Error Scan" (Fehlersuche). Im Bereich "Health" wird auf die Meldungen der SMART-Funktion Ihres Mainboards zurückgegriffen.

Sofern die Platte fehlerfrei arbeitet sind alle Einträge dort in der Spalte "Status" mit einem "Ok" versehen. Treten hier allerdings Fehlermeldungen auf, ist Ihre Festplatte in Gefahr und ein Datenverlust droht.

Check 5: WLAN

Zugegeben: Gerade bei WLAN ist in letzter Zeit vieles einfacher geworden. Moderne Router lassen sich in wenigen Minuten einrichten, Rechner verbinden sich per Knopfdruck. Also alles wunderbar? Mitnichten. Gerade in dicht besiedelten Gebieten oder Mehrfamilienhäusern kommt es zu Störungen oder unnötig langsamen Verbindungen, weil die vielen Netze sich gegenseitig in die Quere kommen. Die meisten WLAN-Netze funken im 2.4-GHz-Band.

Dort stehen insgesamt 13 Kanäle zur Auswahl, in denen Daten ausgetauscht werden können. Mit dem Tool inSSIDer erkennen Sie in sekundenschnelle, welche Frequenzen in Ihrer direkten Umgebung in Verwendung sind und wo Sie am störungsfreiesten funken können. Klicken Sie auf den Reiter 2,4 GHz. Sie bekommen nun im unteren Fenster je nach Standort und Besiedelung mehr oder weniger viele benachbarte WLAN-Netze angezeigt und natürlich Ihr eigenes, was hoffentlich den stärksten Empfang und somit den höchsten Balken aufweist.

Am unteren Rand erkennen Sie die Kanäle, auf denen die Netze jeweils funken. Die Netze funken stets auf mehreren Kanälen, weil sich die Frequenzen gegenseitig überlappen. Gepunktete Netze sind offen und ohne Verschlüsselung, gestrichelte "nur" WEP verschlüsselt, durchgehende Linien schließlich markieren WPA-verschlüsselte WLAN-Netze.

Standardmäßig ist der Funkkanal in den meisten Routern auf automatisch gestellt, was in Gegenden mit vielen Netzen nicht immer praktisch ist. Den Funkkanal verstellen Sie übrigens in Ihrem Router, wie das geht verrät Ihnen das dem Router beiliegende Handbuch. Haben Sie den Verdacht, dass sich Ihr WLAN-Netz und das eines besonders dicht wohnenden Nachbarn gegenseitig stören, sprechen Sie sich am besten mit dem Nachbarn ab und wählen Sie jeweils weit auseinanderliegende Kanäle.

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