
Smartphones als WLAN-Router
Ideal für unterwegs: Mit der geeigneten Software wird das Smartphone zum WLAN-Router, mit dem sich mehrere Notebooks eine UMTS-Verbindung teilen können. Geeignete Programme gibt es für dabei sowohl für Nokia-Handys unter Symbian, als auch für Windows-Mobile Smartphones. Beim iPhone geht es auch, allerdings nur über Umwege.
Bei der Fahrt zur letzten CeBIT warf so mancher Kollege begehrliche Blicke auf das Notebook des Autors. Denn ein WLAN-Internetzugang stand im Zug nicht zur Verfügung, nur das Notebook hatte via UMTS-Smartphone eine Internet-Verbindung.
Im Endeffekt machte der Tablet-PC schließlich die Runde durchs komplette Abteil, da jeder noch schnell an seine E-Mails wollte oder noch mal überprüfen, wie er zu seiner Unterkunft kommt. Denn die Verbindung zwischen Smartphone und Notebook lief über Bluetooth. Und die kann man nicht mal so eben mit anderen Geräten teilen.
Mit der geeigneten Zusatz-Software muss man sein Notebook nicht mehr an die Kollegen weiterreichen, sondern kann den Internet-Zugang einfach gemeinsam nutzen. Denn Programme wie WMWifiRouter, JoikuSpot oder WalkingHotspot verwandeln ein Windows-oder Symbian-Mobiltelefon einfach in einen mobilen WLAN-Router.
Smartphones als WLAN-Router
1 von 5Smartphones als WLAN-Router
JoikuSpot für Symbian-Smartphones zeigt hier an, welche Clients verbunden sind.
Überall-Surfen mit UMTS?
Prinzipiell arbeiten die genannten Programme zwar auch mit GPRS oder EDGE, aber für eine brauchbare Performance sollte mindestens eine UMTS-Verbindung mit 384 KBit/s zur Verfügung stehen. HSDPA erreicht sogar ähnliche Transferraten wie DSL, hier sind bis zu 7,2 MBit/s möglich.
Von der Vorstellung, nun überall in der Republik ein WLAN-Netzwerk mit flottem Internetzugang aufbauen zu können, muss man sich aber verabschieden. Dafür ist die UMTS-Abdeckung gerade auf dem flachen Land noch viel zu lückenhaft. Und gerade im Zug ist unterwegs sogar oft nicht mal eine GSM-Verbindung möglich.
Connect-Querverlinkung
auf www.connect.de
Zudem muss man bei einem UMTS-Volumentarif aufpassen, dass das Freikontingent nicht in kürzester Zeit erschöpft ist, wenn gleich mehrere Notebooks an der Verbindung hängen. Zudem sollte die nächste Steckdose auch nicht weit entfernt sein, denn die gleichzeitige Nutzung von UMTS und WLAN saugt den Akku eines jeden Smartphones innerhalb kürzester Zeit leer.
Da alle oben genannten Programme nur eine Ad-Hoc-Verbindung aufbauen können, ist man bei der WLAN-Verschüsselung auf das schwache WEP- Verfahren beschränkt, das inzwischen leicht geknackt werden kann.
Softwarerouter für Symbian
Für Symbian, das etwa Nokia als Betriebssystem einsetzt, existieren derzeit drei Programme, die das Mobiltelefon in einen Router verwandeln: das gratis verfügbare JoikuSpot Light, dessen kostenpflichtige Profivariante JoikuSpot Premium sowie die auch für Windows Mobile angebotene Software WalkingHotspot von TapRoot.
Wenn man sein Symbian-Mobiltelefon als Hotspot einsetzten will und dabei nur auf Webseiten zugreifen will, dann genügt das kostenlose Programm JoikuSpot Light (www.joiku.com). Das finnische Programm kann nach Auswahl des Handy-Typs entweder als SIS-Datei heruntergeladen werden, etwa für die Installation via Speicherkarte oder man kann sich eine SMS schicken lassen, um so das Programm ohne Umwege auf das S60-Handy zu bringen.
Die Smartphone-Router wird von Notebooks als Ad-hoc-Netzwerk erkannt. In der Praxis sollte man allerdings die WEP-Verschlüsselung aktivieren.
Beim Test auf einem Nokia E71 funktionierte das Programm anstandslos, wir konnten mit einem Notebook unter Vista ohne Probleme eine Internetverbindung über JoikuSpot herstellen. Bevor man allerdings die gewünschte Webseite angezeigt bekommt, ist erst einmal ein Umweg über eine Landing-Page fällig, die die Vorzüge der Premium-Variante anpreist.
In die muss investieren, wer nicht nur surfen will, sondern auch über ein VPN auf das Firmennetzwerk zugreifen, E-Mail-Clients nutzen oder mittels Messenger kommunizieren will. Ist im Handy ein GPS- Empfänger eingebaut, dann kann die Position des Handys auch auf einer speziellen Landing-Page bei Joiku in Google-Maps angezeigt werden. Der Preis für JoikuSpot Premium liegt bei 15 Euro, es kann auf www.joikushop.com erworben werden, eine 30-Tages-Lizenz gibt es für 3,95 Euro.
Weitere Informationen zum Thema finden Sie auf der nächsten Seite...
Inhaltsverzeichnis
- Teil 1 Smartphones als WLAN-Router
- Teil 2 WEP-Verschlüsselung


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