Digitale Fotografie - Test & Praxis
Vorteile und Nachteile von Kamera-Arten

SLR oder Systemkamera: Bedienung und Bildqualität

Sony A6500 spiegellose Systemkamera Moduswahlrad Speichertasten

© Erich Baier

Bei der Sony A6500 gibt es ein Moduswahlrad und zwei Speichertasten.

Systemkameras bieten viele Einstelloptionen, und jeder Hersteller optimiert an anderer Stelle. Auch unsere Kameras unterscheiden sich in der Zahl der Bedienelemente – und damit im Handling, denn Tasten, Hebel und Räder erlauben meist Direktzugriff auf bestimmte Funktionen. 

Sind weniger Bedienelemente vorhanden, werden mehr Vorgänge über das Menü oder ein Quick-Menü gesteuert. Die Sony Alpha 6500 bietet 14 manuelle Bedienelemente. Das Moduswahlrad und der rechts davon angeordnete Drehregler sind versenkt und fast bündig mit der Kameraoberfläche. Das sieht nicht nur gut aus, sondern schützt auch vor unbeabsichtigtem Verstellen. 

Der Vierwegetaster bietet vier Funktionsrichtungen und eine zentrale Mitteltaste. Der äußere Ring ist drehbar und erlaubt Einstellungen per Drehung. Die D500 ist mit 30 Tasten mehr als reich gesegnet, was unserem Arbeitsstil sehr entgegenkommt – aber das ist Geschmackssache. Zwei Funktionstasten (Fn1, Fn2) lassen sich bei Nikon frei belegen, bei Sony sind es eine Fn-Taste und drei C-Tasten. 

Umdefinieren kann man bei der D500 auch andere Tasten wie die Abblendtaste oder die Videostarttaste. Die Belichtung bei der Sony wird mit einer 1.200-Segment-Messung durch den Bildsensor ermittelt. Die Nikon kontrolliert die Belichtung per TTL-Belichtungsmessung auf einem RGB-Sensor mit ca. 180.000 Pixeln. Das sind zwar sehr unterschiedliche Ansätze, es gibt aber keinen erkennbaren Unterschied.

Nikon D500 Statusdisplay Aufnahmeparameter

© Erich Baier

Die Nikon D500 bietet ein komplettes Statusdisplay für alle relevanten Aufnahmeparameter.

Bildqualität

Beide Kameras besitzen einen Bildstabilisator, der im Freihandtest auch durchaus überzeugen kann. Die Aufnahme eines Siemenssterns mit 90 mm Brennweite aus der Hand ließ allerdings nichts zu wünschen übrig. Die Sony hat mit Ihrer "5-Achsen"-Stabilisierung in dieser Disziplin die Nase knapp vorn. 

Die Serienbildgeschwindigkeit beider Kameras kann mit 10,0 B/s (Nikon) und 11,1 B/s (Sony) durchaus die Ansprüche professioneller Anwender erfüllen. Beide Testkandidaten können ihre Aufnahmen im RAW-Format sowie in verschiedenen Auflösungen speichern, die Nikon D500 bietet darüber hinaus auch TIFF als Standard-Bildformat an. 

Zudem kann der Fotograf die JPEG-Einstellungen im Menüpunkt "Picture Control konfigurieren" festlegen. Bei der Sony Alpha 6500 kann man weniger einstellen – man muss es aber auch nicht. Denn erfreulicherweise gehört sie zu den Kameras, bei denen man dank überlegter Abstimmung guten Gewissens auch mit der vorgegebenen JPEG-Variante arbeiten kann.

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