Coden für alle einfach gemacht

Skripten mit AutoIt

AutoIt ist zwar vor allem als Tool für automatische Installationen und Einrichtungen bekannt, im Grunde genommen ist es jedoch eine einfach erlernbare Skriptsprache, die weitaus mehr Möglichkeiten bietet, als das Schreiben von Installern. Wir geben eine Einführung.

Titelthema Windows XP kompakt: Skripten mit AutoIt

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Titelthema Windows XP kompakt: Skripten mit AutoIt
Titelthema Windows XP kompakt: Skripten mit AutoIt

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AutoIt integriert sich in das Kontextmenü von au3-Dateien und bietet dort die wichtigsten Optionen: Bearbeiten, Ausführen und Kompilieren.

Bereits in der Vergangenheit kamen PC-Magazin-Leser in den Genuss von AutoIt: Unsere Install-O-Matic, die vollautomatisch weitere nützliche System-Tools unter XP oder Vista installiert, ist mit AutoIt entstanden und konnte bereits damit die Leistungsfähigkeit und Flexibilität dieser Skriptsprache unter Beweis stellen.

Die wahre Stärke von AutoIt liegt jedoch in seiner einfachen Programmierbarkeit und der Tatsache, dass alle wichtigen Tools mitgeliefert werden. Dadurch wird es Ihnen leicht gemacht, Ihre Ideen umzusetzen. Zudem ist die Einrichtung äußerst simpel. Eines der wichtigsten Features ist aber, dass sich Programme als EXE-Dateien weitergeben lassen, die auf dem Zielrechner keine weiteren Installationen voraussetzen, um lauffähig zu sein.

Bei anderen Programmiersprachen und Entwicklungsumgebungen ist das alles weitaus komplizierter: Um mit Java Programme zu schreiben, brauchen Sie ein Java Development Kit, um sie auszuführen, benötigt der Benutzer ein Java Runtime Environment. Die .NET-Sprachen brauchen ihre verschiedenen Frameworks, und Compiler für C oder C++ sind oft nicht trivial einzurichten. Grund genug also, sich AutoIt genauer anzuschauen.

Erste Schritte

Sie können AutoIt entweder von der Install-O-Matic auf der Print-Heft-DVD installieren oder eine aktuelle Version von der Webadresse www.autoitscript.com/autoit3/downloads.shtm l herunterladen. Sie benötigen lediglich die AutoIt Full Installation und den AutoIt Script Editor. Folgen Sie den Anweisungen in den Installations-dateien, und schon sind Sie bereit für die Programmierung Ihres ersten AutoIt-Skriptes.

Das klassische erste Programm Hallo Welt ist in AutoIt schnell geschrieben. Legen Sie eine Datei in einem beliebigen Ordner über den Eintrag Neu/AutoIt v3 Script des Kontextmenüs an und schreiben Sie folgende einfache Zeile hinein:

Wählen Sie dann im Kontextmenü der rechten Maustaste Run, um das Programm zu starten. Möchten Sie die Datei in eine ausführbare Datei umwandeln, genügt die einfache Auswahl von Compile, um eine gleichnamige EXE-Datei anzulegen, die Sie dann starten und weitergeben können.

MsgBox(0, "Hier", "Hallo Welt")

Ein weiterer Vorteil von AutoIt ist seine außergewöhnlich gute und vollständige Hilfedatei. Sie wird direkt bei der Installation mitgeliefert, allerdings auf Englisch. Unter www.autoit.de/hilfe arbeiten Freiwillige an einer Übersetzung dieser Hilfe ins Deutsche. In dieser Datei finden Sie zu jedem Befehl eine kurze Beschreibung, die Syntax sowie ein Beispiel, das oft ungemein beim Verständnis hilft.

Die Syntax einer Funktion sieht beispielsweise wie folgt aus:

Darunter sind in der Hilfe die Parameter beschrieben. Falls ein Parameter in eckigen Klammern eingefasst ist, kann er beim Funktionsaufruf weggelassen werden, es sind also unter anderem auch folgende Aufrufe möglich:

InetGet ( "URL" [,"filename" [, reload [, background]]] )

Wichtig sind die Rückgabewerte der Funktionen, da sich damit feststellen lässt, ob Fehler aufgetreten sind.

InetGet("http://www.xy.de/z.exe")
InetGet("http://www.xy.de/z.exe", "C:\z.exe")
InetGet("http://www.xy.de/z.exe", "C:\z.exe", 1, 0)

Andernfalls lassen sich dort Ergebnisse abgreifen.

Intern wird zuerst die Funktion StringRight ausgeführt. Die Funktion StringRight("test.au3", 4) ergibt .au3, denn sie gibt die vier letzten Zeichen zurück. Dieser Rückgabewert wird nun an die Stelle des Funktionsaufrufes gesetzt, sodass intern Folgendes entsteht und der ToolTip angezeigt wird:

ToolTip(StringRight("test.au3", 4))

Wenn Sie den ToolTip aus diesem Beispiel beim Testen sehen wollen, müssen Sie mit einem nachgestellten Sleep(3000) dafür sorgen, dass das Skript z.B. drei Sekunden (3000 Millisekunden) pausiert, bevor es am Ende der Datei angelangt ist und sich damit automatisch beendet.

ToolTip(".au3")

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