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Skripte für Fotogalerien

Ein Bild sagt mehr als Tausend Worte. Internet Magazin zeigt, mit welcher Software und welchen Skripten Sie Fotos optimal im Internet präsentieren.

Fotogalerie

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Im Bereich Web-Fotogalerien gibt es nicht die perfekte Lösung für alle Ansprüche, sondern viele verschiedene Ansätze für verschiedene Einsatzbereiche und Geschmacksrichtungen.

Es gibt fertige Galerieskripte für statische Webseiten sowie Plug-ins für Blogs, Wikis und andere CMS-Systeme. Schließlich gibt es Entwicklungsframeworks wie Gallery zur Verwaltung von Bildern, die sich in verschiedene CMS-Systeme integrieren lassen.

Im Einstiegsbereich haben Web-Dienste wie Yahoo Flickr und Google Picasa einen hohen Grad an Popularität erlangt. Viele existierende Lösungen für Web-Fotogalerien, wie beispielsweise die Plone True Gallery, fungieren daher bloß als eine Schnittstelle zu diesen Datenbanken.

Dieser Ansatz garantiert dem Betreiber der Seite natürlich keine Exklusivität. So kann man zwar Bilder auf Flickr hochladen und von dort aus in die Webseite einbinden, aber so sind diese eben auch über Flickr zugänglich. Das mag nicht immer wünschenswert sein.

Anspruchsvolle Galerieskripte für jene, die das Hosting in eigene Hände nehmen, gibt es zum Glück genügend. Sie reichen von einfachen, schlanken HTML-Galerien wie CSS Play bis hin zu ausgefeilten Flash-Animationen mit Interaktivität in 3D, wie die kostenlose Ozio Gallery in der Ausführung Flash Tilt Skin.

Für die wichtigsten CMS-Systeme gibt es in der Regel kostenlose Galerieskripte als installierbares Plug-in. Schließlich bieten Bildbearbeitungs- und Katalogisierungsprogramme wie Adobe Photoshop oder Adobe Lightroom die Ausgabe von Bildergalerien als statische Webseiten, Flash-Animationen oder Zoomify-Komponenten an.

Insbesondere Adobe Lightroom 1.4.1 und 2.x glänzt mit sehr bemerkenswerten Fähigkeiten in diesem Bereich.

Eine Web-Bildergalerie kann Elemente eines Index-Prints, einer Slide-Show und/oder eines Lichttisches (nicht selten in 3D) umfassen. Einige Lösungen sind stärker auf visuelle Erlebnisse als auf die Bereitstellung konkreter Informationen ausgerichtet, andere fokussieren wiederum auf Katalog-typische Funktionalität durch die Bereitstellung von Metadaten wie Schlüsselworte und Kurzbeschreibungen.

Von der Kamera ins Web

Berufsfotografen greifen zu einer professionellen Kamera und erwarten, dass in einer Web-Bildergalerie das volle Farbspektrum ihrer Werke zur Geltung kommt. Die Katalogisierung der Bilder mittels Stichworte ist möglicherweise weder gewünscht noch erforderlich und eine Upload-Funktion wäre gar ein fünftes Rad am Wagen.

Bei dieser Art von Projekten kommt es auf visuelle Eindrücke an, auf die Abstimmung von Farben und eine dezent effektvolle Interaktion. Mit einem Lichttisch-artigen Konzept unter Verwendung von Flash, eventuell mit einer Slideshow-Funktion, fahren Sie hier am besten.

Die Bedürfnisse einer PR-Agentur, die aktuelle Messebilder für ihre Kunden ins Internet stellt, sind in der Regel stärker auf Katalog-Funktionen ausgerichtet.

Hierbei kommt es eher auf die Sortierung nach Themen und Stichworten, auf die Verfügbarkeit von Bildbeschreibungen, die Unterstützung für EXIF- und IPTC-Metadaten und eine leistungsfähige Suche als auf einen visuell ansprechenden Gesamteindruck an.

Doch auch hier kann eine Flash-basierte Fotogalerie eine gute Figur machen, insbesondere wenn sie komfortable Navigation ermöglicht. SWF-Dateien können mittlerweile durch Google und Yahoo durchsucht werden, insofern sind die Einschnitte hinsichtlich SEO gegenüber traditionellen HTML-Seiten nur als minimal zu bezeichnen.

Vom Desktop ins Web

Zahlreiche Desktop-Programme im Bereich der Bildbearbeitung und -Katalogisierung beherrschen die Erstellung von Web-Fotogalerien entweder als statische HTML-Seiten oder als Flash-Animationen. Besonders interessante Lösungen bietet Adobe in Photoshop und in Lightroom an.

Adobe Lightroom beherrscht in der aktuellen Version 2.2 die Erstellung von Web-Fotogalerien per Mausklick und ohne externe Software. Die benötigte Funktionalität findet man im Reiter Web.

Ab Werk werden fünf verschiedene Typen von Web-Fotogalerien unterstützt: Lightroom-Flash- und Lightroom-HTML-Galerien sowie die beliebten Flash-basierten Galerien Airtight Auto Viewer, Postcard Viewer und Simple Viewer der Softwareschmiede Airtight Interactive.

Zusätzliche Vorlagen lassen sich zudem durch die Installation von Plug-ins nachrüsten. Interessante Erweiterungen bietet unter anderem die Firma TTG (The Turning Gate).

Benutzer von Apple Aperture 2 können derzeit nicht auf eine mit Lightroom 2 vergleichbare Exportfunktion zurückgreifen. Apertures Plug-in-API erlaubt jedoch das Nachrüsten der Ausgabe durch Erweiterungen von Drittherstellern, zum Beispiel das Aperture-to-Gallery-Plug-in von Übermind. Mit dieser Erweiterung kann Aperture 2 die aktuelle Auswahl von Fotos direkt an Gallery, das PHP-Framework, senden.

Fotogalerie-Skripte

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Die Airtight-Simple-Viewer-HTML-Galerie verbindet einen navigierbaren Index-Print mit einer Detailansicht.

Mittels einer dedizierten Fotobearbeitungs- und -verwaltungssoftware wie Adobe Lightroom 2.2 oder Apple Aperture 2.1.2 lassen sich Aufnahmen sichten, Bilder retuschieren und auch umfangreiche Fotobibliotheken mit Leichtigkeit verwalten. Dadurch wird die Erstellung anspruchsvoller Web-Bildergalerien erheblich vereinfacht.

Adobe Photoshop CS3 und CS4 beherrscht mit dem Befehl Datei > Exportieren die Ausgabe einzelner Bilder als Zoomify-Komponenten. Die Zoomify-Technologie erlaubt das Anzeigen hochauflösender Details eines Fotos bis auf jeden einzelnen Pixel des Originals.

Beim Export besteht die Möglichkeit, Bilder vor einen weißen oder einen schwarzen Hintergrund zu stellen. Die Detailansicht kann außerdem im schwebenden Navigatorfenster geladen werden. Das benötigte Bildverzeichnis samt des passenden HTML-Quelltextes zum Upload auf den Webserver werden beim Export automatisch erstellt.

Bis einschließlich Version CS3 bot Adobe Photoshop mit dem Befehl Datei > Automatisieren > Web-Fotogalerie... zusätzlich noch die Ausgabe von Bildersammlungen als eine HTML-basierte Bildergalerie. Photoshop bietet diese Fähigkeit in der Version CS4 nicht mehr. Nach wie vor kann man jedoch zusätzliche Funktionalität durch die Installation von Erweiterungen nachrüsten.

Kostenlose Web-Galerie-Dienste

Die meisten CMS-Systeme können eine Web-Fotogalerie nach der Installation einer Erweiterung bereitstellen. Die meisten Lösungen in dieser Kategorie sind erfreulicherweise kostenlos und zu Dutzenden verfügbar.

Viele Galerien sind leider nur unzureichend dokumentiert und so muss man sich auf Überraschungen gefasst machen. Für Joomla gibt es nahezu Hundert Galerie-Plug-ins. Benutzer von Typo 3 haben ebenfalls reichlich Auswahl. Bei Drupal muss man etwas tiefer in die Trickkiste greifen.

Bildergalerien für Drupal

Eine Möglichkeit besteht darin, das PHP-Framework Gallery mithilfe eines gleichnamigen Drupal-Moduls zu integrieren.

Eine andere Lösung verbindet mindestens fünf verschiedene Module: CCK (Content Construction Kit), Image Cache, Image Field und Views mit dem Views Bonus Pack (um die Bildminiaturen auf einer Matrix auszulegen).

Zusätzlich dazu kann man noch die Module Custom Pagers und Thickbox einspannen. Mittels Custom Pagers definiert man kontextsensitive Navigations-Links (Zurück/Weiter), die auch bei Suchergebnissen korrekt funktionieren.

Das Modul Thickbox erlaubt die Darstellung der Detailansicht von einem Foto in einer grauen transparenten Box, die über der Übersicht der Miniaturbilder schwebt.

Typo 3: Flow Gallery

Benutzer von Typo 3 kommen in den Genuss, gleich zwischen mehreren schlüsselfertigen Lösungen auswählen zu können.

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