Die sieben Geheimnisse einer SSD

Sieben Geheimnisse einer SSD - schneller als die schnellsten Festplatten

SSD verrichten ihren Dienst superschnell und absolut geräuschlos. Aber sie sind auch teuer und können mit der Zeit drastisch an Geschwindigkeit verlieren. Wir verraten Ihnen die sieben Geheimnisse der SSD-Technik, die Sie kennen müssen.

  1. Sieben Geheimnisse einer SSD - schneller als die schnellsten Festplatten
  2. Teil 2: Sieben Geheimnisse einer SSD - schneller als die schnellsten Festplatten
SSD-Festplatten im Vergleichstest

© Guido Lohmann

OCZ Agility

Konventionelle Festplatten schreiben Daten auf eine oder mehrere magnetische Scheiben, die sich mit mehreren tausend Umdrehungen pro Minute bewegen. Bewegliche Köpfe fahren über die Platte(n), um Daten zu lesen oder zu schreiben. Diese Technik ist zuverlässig und mit wenigen Cent pro Gigabyte sehr günstig, aber auch ausgereizt.

Festplatten legen heute nur noch im Speicherplatz zu, während Geschwindigkeitsfortschritte selten geworden sind. Solid State Drives (SSD) sind Festplatten in dieser Disziplin schon heute enteilt, mit Preisen von über zwei Euro je Gigabyte aber auch deutlich teurer.

1. Wie funktioniert eine SSD?

SSD speichern Daten in Flash-Speicher, ähnlich wie USB-Sticks. Sie werden wie Festplatten per S-ATA mit dem PC verbunden. Die meisten SSD setzen auf das günstigere MLC-Flash. MLC erlaubt aber weniger Schreibzyklen als das deutlich teurere SLC-Flash - nur ca. 10.000 statt ca. 100.000. Die Geschwindigkeit einer SSD steht und fällt mit dem darin verbauten Controller. Er steuert den Datenaustausch zwischen dem Flash-Speicher und dem Betriebssystem. Die aktuell leistungsfähigsten Controller stammen von Intel und Indilinx. Erstere werden beispielsweise von Intel und Kingston verbaut. Letzere finden Sie unter anderem bei SSD von Super Talent. SSD-Herstellerin OCZ setzt je nach Modell mal auf Intel, mal auf Indilinx. SSD gibt es wie Festplatten in den Gehäusegrößen 3,5 und 2,5 Zoll.

2. Wo liegt der Vorteil der SSDs gegenüber Festplatten?

SSD haben fünf Vorteile gegenüber Festplatten. Weil die aufwändige Mechanik wegfällt sind sie stoßunempfindlich, weniger fehleranfällig und lautlos. Außerdem sind die Zugriffszeiten kleiner, d.h. der Zeitraum zwischen dem Lesebefehl einer Anwendung und der Verfügbarkeit der ersten Daten. Und schließlich benötigen SSD weniger Strom.

3. Wem nutzt eine SSD?

SSD sind perfekt für Notebooks, weil sie sich besser für das Leben unterwegs eignen. Auch Office-PCs profitieren von der höheren Geschwindigkeit. Im Wohnzimmer-PC macht sich die SSD gut, weil sie geräuschlos ist. Und in immer mehr Servern kommen SSD zum Einsatz, denn Festplatten zählen dort zu den am häufigsten von Ausfällen bedrohten Bauteilen. Eigentlich sind SSD also für alle Einsatzzwecke gut, wenn man sie denn in der notwendigen Größe bezahlen kann und will.

4. Werden SSD mit der Zeit langsamer?

Das trifft vor allem auf ältere Modelle zu. Hier brach die Schreibgeschwindigkeit um bis zu 75 Prozent ein - je voller die SSD um so schlimmer. Hintergrund: Wenn Sie Dateien löschen bleiben die zugehörigen Daten zunächst auf der SSD. Neue Daten landen einfach in den noch freien Bereichen des Flash-Speichers. Erst wenn das Laufwerk voll ist werden Daten tatsächlich gelöscht. Bauartbedingt dauert das bei vollen SSD vergleichsweise lange - und in dieser Zeit stehen die neu zu schreibenden Daten Schlange.

Künftig werden SSD diesen Effekt mit Hilfe des so genannten TRIM-Kommandos minimieren. Über diesen Befehl kann das Betriebssystem dem SSD-Controller mitteilen, welche Bereiche der SSD gelöscht werden können. Der Controller schaufelt diese dann frei, wenn die SSD weniger intensiv genutzt wird - und nicht erst wenn die neuen Daten schon vor der Tür stehen. Derzeit gibt es nur wenige TRIM-kompatible SSD. Außerdem ist TRIM nur in Windows 7 ab Werk integriert, für XP und Vista lässt es sich nachrüsten.

Was Sie tun können wenn Ihre SSD kein TRIM unterstützt steht auf Seite 2...

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