Feuerfest im Web

Online-Backup: Rettung im Web

Es gibt viele gute Gründe, ein Backup nicht in den eigenen vier Wänden herumliegen zu lassen. Online ist es sicherer aufgehoben und auch bequemer anzulegen.

Online-Backup

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"Wenn ich nur dieses Gerät zurück bekäme, könnte ich Jahre der Arbeit retten, alle meine Archive, alle meine Fotos, meine Aufzeichnungen", beklagte Regisseur Francis Ford Coppola den Verlust einer externen Festplatte, die aus seinem Büro in Buenos Aires geraubt wurde. Bewaffneter Raub ist sicher seltener ein Grund für den Verlust von USB-Platten, freier Fall dafür umso beliebter. Hundezähne, Blitze, Flutwasser, Altersschwäche, Produktionsfehler oder Feuer tun das Ihrige. So gehen Gerät und Sicherheitsmedium oft gemeinsam über den Jordan, was für den Datenbesitzer den Super-Gau bedeutet.

Google-Drive im Eigenbau

Das Backup auszulagern, ist eine Antwort auf dieses Problem. Wenn Sie jemanden haben, dem Sie vertrauen, können Sie bei ihm die Sicherheits-DVDs lagern. Wer sich sowieso ein Schließfach in der Bank leistet, kann auch dieses verwenden. Falls der zu sichernde Rechner am Internet hängt, bietet sich als einfache Lösung auch an, die Kopien ins Netz zu stellen. Wer nur Dokumente sichert, also über eine geringe Datenmenge verfügt, findet viele Orte, wo sich Sicherungskopien geschickt und verborgen unterbringen lassen. Üppige acht Gigabyte, lassen sich beispielsweise bei Google Mail speichern.

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Das Firefox-Plug-in verwandelt Google-Mail in eine Online-Festplatte. Hier lassen sich bis zu acht Gigabyte Daten unterbringen.

Dafür gibt es spezielle Tools bei www.viksoe.dk, die Google Mail als Weblaufwerk verwendet. Der Anwender sieht im Windows-Explorer ein neues Laufwerk, in das er Ordner und Dateien speichert. Im Hintergrund legt das Tool aber E-Mail-Anhänge im Web-Mail-Dienst an. Ein Nachteil der Methode ist, dass Google-Mail- Anhänge nicht größer als zwanzig Megabyte sein dürfen, so dass der Anwender sein Backup aufsplitten muss, was viele Sicherheitsprogramme aber als Option anbieten. Andernfalls behelfe man sich mit einer Freeware wie HJSplit.

Firefox-Anwender haben es einfacher, denn sie finden mit getgspace ein PlugIn, das ebenfalls Gmail als Speicher verwendet, die Zwanzig-MByte-Grenze aber automatisch umgeht, indem es größere Dateien selbst aufteilt. Es klinkt sich zwar nicht als Laufwerk in den Windows-Explorer, bietet aber einen einfachen Dateimanager im Firefox.

Seit Jahren gehen Gerüchte um, dass Google selbst Webspace anbieten will, womöglich mit Synchronisationsfunktion, gDrive ist als Name im Gespräch, aber bis zum jetzigen Zeitpunkt ist noch nichts Offizielles bekannt und Google selbst wiegelt ab: "Wir reden nie im Voraus über unfertige Produkte".

Was es noch für Backup-Möglichkeiten gibt, erfahren Sie auf Seite 2...

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