Online-Sicherheit

Sicher surfen: AdBlocker, Plug-ins und Skripte

Werbung blockieren

Tracker und Online-Werbung sind ein teuflisches Paar: Wer Gewohnheiten und Vorlieben des Anwenders kennt, kann Webseiten mit personalisierten Werbeanzeigen ausstatten – und diese sammeln wiederum Nutzerdaten. Stoppen lässt sich der Teufelskreis mit Browser-Erweiterungen, die Werbung abschalten. Solche Werbeblocker sind bei Website-Betreibern unbeliebt, doch keineswegs verbotene Tools.

Mit dem Adguard Adblocker steht ein zuverlässiger Werbeblocker für Firefox, Chrome und Edge bereit. Wenn er installiert und aktiviert ist, wird die meiste Werbung automatisch blockiert. Der Nutzer kann jedoch bestimmte Werbung erlauben und so Websites helfen, für die Reklame überlebenswichtig ist. Ein alternativer Werbeblocker für Firefox und Chrome, der sich in der Praxis bewährt hat, ist uBlock Origin.

Chrome: erweiterte Einstellungen

© Weka/Archiv

Sicherheitseinstellungen sind in jedem Browser notwendig, auch in Firefox.

Plug-ins steuern

Von den Browser-Add-ons unterscheiden muss man Plug-ins, die für bestimmte Webanwendungen benötigt werden. Das bekannteste ist Adobe Flash. Lange war Flash die einzige Möglichkeit, um interaktive Webseiten zu gestalten. Es wurde vor allem für Animationen und Videos gebraucht. Bis heute gibt es viele Browser-Spiele, die Flash nutzen. Doch die Technik hat ihre Tücken.​

Skripte überwachen

Viele Webseiten funktionieren nicht ohne die Skriptsprache JavaScript. Animierte Menüs, sich selbst prüfende Formulare oder d​ynamisch generierte Inhalte: Fast immer ist JavaScript im Einsatz. Skripte können aber auch gefährlich sein, zum Beispiel Formulardaten manipulieren oder Nutzerdaten ausspionieren. Um das zu verhindern, ließe sich JavaScript im Browser vollständig abschalten, doch dann würden viele Websites nicht mehr richtig funktionieren. Nutzen Sie besser die Add-ons NoScript (Firefox) und ScriptSafe (Chrome). Sie lassen JavaScript nur zu, wenn der Anwender eine Webseite als vertrauenswürdig eingestuft hat.

Firefox Plugin

© Weka/Archiv

Mittels www.mozilla.org/de/plugincheck lassen sich Plug-ins auf Aktualität überprüfen.

In den letzten Jahren gab es immer wieder Sicherheitslücken,​ die es theoretisch ermöglichten, auf den Rechner des Anwenders vorzudringen. Daher empfiehlt sich der Einsatz von Flashblock (Firefox) und FlashControl (Chrome). Mit diesen Add-ons bestimmen Sie selbst, auf welchen Websites Sie Flash erlauben und auf welchen nicht. Einzelne Flash-Anwendungen können Sie ganz gezielt an- oder abschalten. Interaktive Webanwendungen lassen sich auch mit der Programmiersprache Java erstellen.

Leider gab es in den letzten Jahren immer wieder gefährliche Sicherheitslücken in der Java-Software, die fürs Ausführen solcher Web-Anwendungen installiert sein muss. Unser Rat: Verzichten Sie auf Java-Anwendungen im Web, und deinstallieren Sie Java. Die Konfiguration ist kompliziert und das Risiko sehr groß, etwas falsch einzustellen und Angreifern die Tore zu öffnen.​

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