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Showroom Portfolios mit Wordpress

Viele Unternehmen möchten im Web Arbeitsproben als Referenz zeigen. Wer Wordpress als CMS einsetzt, kann dank Plug-ins ansprechende Portfolios umsetzen.

Portfolios mit Wordpress
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Portfolios mit Wordpress

Wenn die Wordpress-Site in erster Linie dazu dient, viele Grafiken und Fotos zu präsentieren, steht der Designer regelmäßig vor dem gleichen Dilemma. Damit die Besucher auch Feinheiten und Nuancen erkennen, müssen die Abbildungen in hoher Auflösung möglichst groß eingebunden werden.

Je mehr Raum die Bilder beanspruchen, desto schwieriger wird es, den erläuternden Text unterzubringen. Besonders benutzerfreundlich ist die Reihung zahlreicher großer Grafiken ebenfalls nicht. Schließlich besuchen nicht alle Nutzer die Seiten auch über einen schnellen DSL-Anschluss, sondern sind unter Umständen mit mobilen Geräten mit langsamer Übertragungsgeschwindigkeit unterwegs.

Lightbox-Effekt

Besser also, verkleinerte Darstellungen anzubieten und das Originalmaterial bereits einmal im Hintergrund zu laden. Aber wie erreichen Sie das? Am unkompliziertesten ist, die Grafiken auf einer oder mehreren Seiten zu gruppieren und den sogenannten Lightbox-Effekt zu nutzen. Ein solcher Leuchtkasten ändert das grundlegende Verhalten von Wordpress, denn klickt der Besucher auf eine Vorschau, wird das Bild in einem Layer über der aktuellen Seite angezeigt.

Der Vorteil dieser Technik besteht darin, dass Sie keine Änderungen am Grundlayout der Site vornehmen müssen. Die Lightbox besteht aus einem Javascript, das entweder alle, oder nur ausgewählte, Grafiken ausliest, um den Layer damit zu bestücken.

Ein sehr gutes Plug-in für überzeugende Leuchtkästen ist Lightbox plus . Installieren Sie die Erweiterung wie gewohnt und rufen Sie ihre Einstellungen auf. Sie finden hier unter Other Settings die Option Use for WP Gallery.

Aktivieren Sie diese Einstellungen. Die weiteren Einstellungen des Plug-ins betreffen den Start einer automatischen Slideshow und die Beschriftung der verschiedenen Schalter. Für Ihren Showroom legen Sie jetzt zunächst eine neue Seite an. Über den Rich-Text-Editor laden Sie jetzt die Dateien hoch, die Sie verwenden wollen. Platzieren Sie die Bilder aber nicht auf der Seite. Beim Hochladen sollten Sie etwas Mühe auf die Beschriftung der Bilder verwenden, diese werden nämlich später im Leuchtkasten dargestellt.

Wordpress-Galerie

Seit der Version 2.5 besitzt Wordpress eine eigene Galeriefunktion. Dazu klicken Sie im Editor erneut auf den Schalter für das Hochladen beziehungsweise Platzieren von Bildern. Sie finden im nachfolgenden Dialog das Register Galerie. Dort sind alle mit dem Artikel oder der Seite verbundenen Bilder aufgeführt. Mit einem Klick auf Galerie einfügen platzieren Sie sie auf der Seite. Noch schneller geht dies, wenn Sie einfach den Shortcode [gallery link=«file»] im Editor eintragen.

In der Kombination mit dem Plug-in passiert jetzt zweierlei. Wordpress positioniert die Vorschaubilder der dazugehörenden Abbildungen auf der Seite. Klickt der Nutzer darauf, erscheinen die Bilder dank der Lightbox-Erweiterung in einem separaten Fenster. Der Nutzer kann jetzt durch den Bilderstapel navigieren, oder aber die Slideshow startet.

Elegant: Portfolio Slideshow

Sie möchten Ihre besten Aufnahmen oder auch Fotos von Werkstücken direkt auf einer Seite ansprechend präsentieren, ohne erst Vorschaubilder darzustellen? In diesem Fall haben Sie die Wahl zwischen sehr gelungenen Plug-ins, die sich einfach konfigurieren und einrichten lassen.

Porfolio Slideshow bindet die Grafi ken in einer Diashow direkt auf der Seite ein. So bleibt das Layout optimal erhalten.
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Porfolio Slideshow bindet die Grafi ken in einer Diashow direkt auf der Seite ein. So bleibt das Layout optimal erhalten.

Mit Portfolio Slideshow platzieren Sie in einem Artikel oder auf einer Seite eine Diashow ausgewählter Bilder. Diese versehen Sie optional mit einer externen URL, was sicherlich nicht nur für Webdesigner interessant ist, sondern auch für Fotografen, die die Motive auch gleich in einem Shop anbieten wollen. Laden und aktivieren Sie das Plug-in. Die Software greift auf die mit einem Artikel oder der Seite verbundenen Bilder zurück.

Deswegen laden Sie alle Bilddateien, die Sie den Besuchern präsentieren wollen, über den RTE von Wordpress hoch. Auch in diesem Fall fügen Sie die Bilder nicht direkt ein, sondern schließen den Upload mit der Option Speichern. Im Editor setzen Sie an der gewünschten Position den Shortcode [portfolio_slideshow].

In den Optionen der Erweiterung, die Sie im Adminbereich unter Einstellungen finden, können Sie die Dauer der einzelnen Phasen genauso verändern, wie die Möglichkeit aktivieren, jedem Bild eine externe URL zuzuweisen. Das notwendige Feld erreichen Sie dann beim Aufruf der einzelnen Dateien mittels Anzeigen in der Übersicht der Galerie.

Designers Liebling

Mehr auf die Bedürfnisse von Designern oder Projektmanagern ist die Erweiterung Portfolio zugeschnitten. Sie legt einen neuen Navigationspunkt im Administrationsbereich an. Unter Portfolio/Add New können Sie jetzt ein neues Projekt einrichten. Über die Dialoge ergänzen Sie beschreibenden Text, können etwas über die eingesetzte Technik verraten und auch Bilder hochladen. Alle diese Informationen werden auf einer Seite platziert, die Sie lediglich über Design/Menüs Ihrem Navigationsbaum hinzufügen müssen.

Ähnlich funktioniert auch Simple Portfolio , das allerdings eine deutlich flachere Lernkurve aufweist. Dafür hat der Nutzer aber entsprechend mehr Möglichkeiten. In einem Portfolio lassen sich Fotos, Screenshots, aber auch Videoclips hinterlegen. Sie können Kategorien Ihrer Projekte bilden, oder auch die Namen von Kunden hinterlegen, sodass sich der Besucher über alle Aufgaben informieren kann, die Sie für einen bestimmten Auftraggeber durchgeführt haben.

Allerdings sollten Sie sich zur Implementierung schon an das Editieren Ihrer Template-Dateien herantrauen, damit die abgelegten Informationen auch korrekt dargestellt werden. Glücklicherweise hat der Entwickler auf seiner Seite einen längeren Screencast veröffentlicht, der Sie durch die einzelnen Schritte der Installation und Einrichtung führt.

Spezialtemplates

Während die bisher vorgestellten Lösungen sich problemlos in eine bestehende Wordpress-Installation einfügen lassen, erfordert der Einsatz von speziellen Templates einen vollständigen Umbau. Lohn der Mühe ist dann aber ein Auftritt, der sich optimal für Designer oder Fotografen eignet. Sie haben hier die Qual der Wahl, denn eine einfache Recherche im Web fördert schnell an die einhundert verschiedene Designs für Wordpress zutage.

Blue Bubble

Einen sehr guten Eindruck hinterlässt das kostenlose Template Blue Bubble. Es lässt sich bequem über den Administrationsbereich installieren. Anschließend steht ein eigener Navigationspunkt im Backend zur Verfügung, mit dem sich sowohl das Layout als auch zahlreiche andere Einstellungen bequem verändern lassen. Selbst an ein Kontaktformular und das Hinterlegen von Webtracking-Codes haben die Entwickler gedacht. Auch eine eigene Lightbox ist mit dabei, sodass Sie auf die Installation weiterer Plug-ins verzichten können.

Die Funktionsweise des Templates ist sehr einfach. Alle Inhalte, die in das Portfolio aufgenommen werden sollen, müssen zur gleichen Beitragskategorie gehören. In den Optionen von Blue Bubble greifen Sie danach auf diese Kategorie zu. Für das Anlegen eines Showrooms genügt es, der Seite das passende Seiten-Template zuzuweisen. Automatisch sehen die Besucher nach der Veröffentlichung dann die passenden Vorschaubilder und können anschließend zu den Details des Projekts wechseln.

 
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