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Online-Redaktionssysteme Serienstart CMS: ein Überblick

Einfache Bearbeitung der Website-Inhalte durch die Anwender, Automatisierung zahlreicher Funktionen und komfortable Flexibilität – vieles spricht dafür, für Webseiten ein CMS einzusetzen.

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Unsere aktuelle Serie über Redaktionssysteme als technische Grundlage professionell entwickelter Websites wird Ihnen im Laufe der nächsten Ausgaben unterschiedliche CMS und deren Vorzüge ausführlich vorstellen. In diesem ersten Teil gehen wir die Kriterien durch, die Ihnen später zu einer Entscheidung für ein bestimmtes System verhelfen sollen und Sie dabei unterstützen, Ihre Kunden von einem Content-Management-System zu überzeugen.

Denn die Frage, ob bei der Gestaltung einer Website für Kunden oder zwecks professioneller Selbstdarstellung ein CMS genutzt werden sollte, stellt sich im Grunde gar nicht mehr: An die technischen Möglichkeiten jeder Site werden spätestens seit dem sogenannten Web 2.0 ständig wachsende Anforderungen gestellt und für eine erfolgreiche Präsenz im Internet werden häufige Aktualisierungen vorausgesetzt, um sie für Kunden und Suchmaschinen interessant zu halten. Eine sich in ständiger Weiterentwicklung befindende Website wäre als statisches Projekt einfach viel zu umständlich zu pflegen.

Spätestens, wenn mehrere Mitarbeiter damit beauftragt werden, Texte, Bilder und Produktdaten bereitzustellen, erspart ein Redaktionssystem mit unterschiedlichen Berechtigungsstufen Ihnen das umständliche manuelle Weiterleiten von Inhalten. Sie teilen einfach dem jeweiligen Mitarbeiter die passenden Berechtigungen zu und entscheiden, ob die Beiträge vor Erscheinen noch redaktionell geprüft werden oder sofort online erscheinen.

Auch Erweiterungen der Strukturen um zusätzliche Navigationsebenen und weitere Seiten lässt ein brauchbares Redaktionssystem mit wenig Aufwand zu: je nach CMS sogar auf Redakteurs-Level, sodass sich auch ohne technische Vorkenntnisse durch hierzu berechtigte Autoren Umbauten am Strukturbaum vornehmen lassen.

So kann Ihr Kunde jederzeit ohne Rücksprache mit der Technik-Abteilung Inhalte eintragen, seine Website erweitern und nach Belieben mit den Reaktionen seiner Zielgruppe experimentieren. Ohne einen Umweg über Sie als Webdesigner nehmen zu müssen.

Von Schreibkomfort bis Social-Media-Funktionen

Trotzdem sollten Sie sich wenig Sorgen darum machen, dass Ihre Arbeit als Entwickler der Site durch diese komfortablen CMS-Optionen überflüssig wird. Ganz im Gegenteil sind Sie dann im Zweifelsfall den lästigen Kleinkram des Einbaus redaktioneller Texte los und können sich ganz auf die spannenderen Anforderungen konzentrieren, die durch den Betrieb einer erfolgreichen Website ganz von selbst aufkommen.

Wenn Ihr Kunde erst einmal Feuer gefangen hat für das komfortable Veröffentlichen mit einem Redaktionssystem und online damit die ersten Erfolge erzielt, wird er mit ziemlicher Sicherheit viele weitere Wünsche haben, deren Umsetzung für Sie dann vermutlich weit lukrativer ausfällt als simpler Einbau von Texten in statische Seiten. Denn es gibt viele Möglichkeiten, eine Website zu einer interaktiven, suchmaschinenfreundlichen Präsenz zu machen und die Chancen stehen gut, dass Ihre Kunden auf den Geschmack kommen.

Vielleicht wünschen sie sich separate Desktop-Publishing-Tools statt der Eingabe direkt auf dem Web-Server, möchten ein zusätzliches Blog, das auch per Mail mit Einträgen bestückt werden kann oder erwarten sich eine Shop-Verknüpfung, eine Fotogalerie oder eine Facebook-Integration.

Content-Management-Systeme bieten unendlich viele zusätzliche Optionen, viele werden Sie Ihrem Kunden im Laufe der Zeit vorschlagen, auf andere wird er selbst kommen.

Auch eine Website, die auf Basis eines CMS läuft, ist wie eine statische Präsenz niemals wirklich fertig, sondern bleibt immer in Bewegung und Weiterentwicklung. Nur sparen Sie beziehungsweise Ihre Kunden eben viel Zeit, weil sämtliche Inhalte nicht mehr manuell formatiert werden müssen und Strukturerweiterungen vereinfacht werden.

Redaktionssysteme in jeder Preislage

Die Anschaffungskosten für ein Content-Management-System variieren von Open Source bis zu Lizenzgebühren in buchstäblich jeder Preislage, je nach System. Die scheinbar kostenlosen Systeme sind jedoch nicht immer die preiswerteste Lösung für die Erstellung einer Website, denn der Stundenlohn des Webdesigners muss jeweils mitgerechnet werden und dann kann die Anpassung eines Open-Source-Systems schnell ganz schön teuer werden: Wenn beispielsweise die Dokumentation fehlt, die Strukturen aufwändig zu erarbeiten sind oder Support einzeln zugekauft werden muss, ist ein Open-Source-System ist in Sachen Anschaffungspreis zwar immer noch unschlagbar, aber der Aufwand kann die zusätzlichen Kosten schnell gewaltig in die Höhe treiben.

„Kostenlos um jeden Preis“ klingt zwar nach einem nachvollziehbaren Argument, sollte aber kein alleiniges Entscheidungskriterium sein, zumal viele der professionellen Lizenzen für hochwertige Systeme bereits für unter 100 US-Dollar erhältlich sind.

Kommerzielle Redaktionssysteme haben den Vorteil, dass Sie immer auf einen professionellen Support zurückgreifen können, die Systeme konsequent von erfahrenen Developern weiterentwickelt werden und anders als Open-Source-Projekte immer auch eine gewisse Zukunftssicherheit mitbringen, da ein Fortbestand der Software in den meisten Fällen beim Kauf vertraglich abgesichert werden kann.

Andererseits sind einige der besten CMS auf dem Markt Open-Source-Systeme, auch diese sind herausragend dokumentiert und mit unzähligen verfügbaren Erweiterungen ausgestattet, auch wenn keine Lizenzgebühren anfallen. Für welches Content- Management-System Sie sich entscheiden, sollte also nicht von der Lizenzierung abhängen, sondern vom Funktionsumfang und ob diese Ihren Anforderungen entspricht.

Schwierige Entscheidung: welches CMS?

Gerne würden wir Ihnen ein oder zwei Redaktionssysteme nennen, die alle denkbaren Erwartungshaltungen einhundertprozentig erfüllen, und Ihnen damit die Qual der Auswahl ersparen, in welches CMS Sie sich einarbeiten sollten. Leider ist das nicht möglich, denn jedes der unzähligen professionellen CMS auf dem Markt hat andere Vorzüge oder Nachteile und fragt man unter Webentwicklern nach, so hat auch jeder sein eigenes Lieblingssystem, das er heiß und innig empfiehlt.

CMS made simple: Das Tool kann über Module und Tags erweitert werden und ist für kleine bis mittelgroße Webseiten geeignet.
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CMS made simple: Das Tool kann über Module und Tags erweitert werden und ist für kleine bis mittelgroße Webseiten geeignet.

Nur wenige kennen sich mit zwei oder gar drei Systemen gleich gut aus und wer sich einmal intensiver in eines eingearbeitet hat, ist naturgemäß vom eigenen CMS begeisterter als von anderen und möchte am liebsten nur noch damit arbeiten.

In vielen Fällen hat Ihr Kunde konkrete Vorstellungen, kennt ein bestimmtes CMS bereits gut oder hat Gutes darüber gehört. Ein Tipp aus der Praxis: Profitieren Sie in so einem Fall einfach davon, dass Ihr Kunde bereits von einem System begeistert ist und Sie keine aufwändige Überzeugungsarbeit leisten müssen, sondern davon ausgehen können, dass er mit der Anwendung zufrieden sein wird und nicht aufwändig geschult werden muss.

Die Chancen, dass er jemals zufrieden mit der Ausführung ist, sinken nämlich dramatisch, wenn ein Kunde nicht sein Wunschsystem bekommt. Es hat immer Gründe, wenn sich Ihr Kunde für ein bestimmtes CMS begeistert und ihn zu einem anderen zu überreden würde bedeuten, dass er seine Wunschfunktionen ständig mit denen in dem System Ihrer Wahl vergleicht.

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