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Ratgeber SEO SEO – Quick Reference Guide

Die wichtigsten Onpage-Optimierungsmaßnahmen auf einen Blick: Unser Cheat Sheet soll Sie dabei unterstützen, Website-Projekte ebenso wie einzelne Artikel für Suchmaschinen zu optimieren.
SEO – Quick Reference Guide © Internet Magazin

Rund fünfhundert kleine, große und fast unmerkliche Anpassungen wird der Google-Algorithmus im Jahr 2012 voraussichtlich durchlaufen. Viele davon werden nur diejenigen bemerken, die mit ihren Projekten deswegen anschließend aus dem Filter fallen und im Ranking sinken oder deutlich steigen.

Gründe für Schwankungen im Ranking können so unterschiedlich sein wie die Optimierungsmaßnahmen der Konkurrenz, populäre Themen in den Medien, das Wetter oder eben besagte Algorithmusanpassungen.

Bei der Vielzahl an Feinheiten und Änderungen könnte man glatt auf den Gedanken kommen, dass auch eine Kristallkugel bei der täglichen Optimierungsarbeit nicht schaden würde - SEO besteht neben konkreten Maßnahmen auch immer aus Schlussfolgerungen, Vermutungen, Analyse von Trends und dem zum Scheitern verurteilten Versuch, den geheimen Algorithmus ganz und gar zu verstehen.


Websites für Menschen

Es ist aber nicht nötig, dass Sie sich nun in jeder freien Minute mit SEO-Maßnahmen beschäftigen, um zufriedenstellende Optimierungsergebnisse zu erzielen. Die wichtigste Faustregel, die auch von Google in den offiziellen Blogs immer wieder erläutert wird: Gute Websites werden für Menschen geschrieben und können von Menschen optimal genutzt werden, dann sind sie auch gut auffindbar.

Das Wichtigste sind und bleiben die Inhalte: Ausgezeichnete Informationen und Bilder werden empfohlen, gebookmarkt, verlinkt und führen zu wiederkehrenden Besuchern. Unser Cheat Sheet hilft Ihnen bei der Optimierung dieser Inhalte.

Wir empfehlen außerdem jedem Webmaster, der für Google optimiert, die bewährten Google-Tools wie den Chrome-Browser, die Webmaster-Tools und Google-Analytics zu nutzen sowie das offizielle Google-Webmastercentral-Blog zu abonnieren, um sich über die Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten und die eigene Onpage-Optimierung regelmäßig zu prüfen.


Optimierungsfaktoren

Ein wichtiger SEO-Faktor ist der Linkkosmos rund um die Website. Dieser erfordert noch langfristigeres strategisches Denken. Unter anderem, weil wahlloses Herumoptimieren - on- wie offpage - auch zu Problemen führen kann, zu Sperrungen oder dazu, dass Wortgruppen nicht mehr ranken.

Onpage gilt: Innerhalb einer Site müssen sowohl die Leser über eine intuitive Navigation als auch die Suchmaschinen-Bots über vollständige Sitemaps auf alle relevanten Informationen geleitet werden - aber auch die richtigen Keywords und Schlüsselsätze innerhalb eines Artikels auf inhaltlich passende Themen im eigenen Angebot verweisen. Nicht zu oft, nicht zu wenig - genau so, wie es einem User zur richtigen Information verhilft, ist es auch für den Google-Bot perfekt.

Externe Verlinkungen aufzubauen ist noch komplexer. Wer zu viele Links auf andere setzt, schwächt die eigene Seite dadurch.

Wer wiederum verlinkt werden möchte, muss inhaltlich nah am eigenen Thema bleiben und Inhalte von hoher Qualität erstellen. Die Backlink-Strukturen sollten entweder natürlich gewachsen sein oder wenigstens so wirken. Dabei zählen nicht nur die Anzahl der eingehenden Links, sondern auch die Qualität der Website, die Links "abgibt".

Einerseits die Qualität generell - ein Backlink von einer Spamseite kann Ihr eigenes Ranking ernsthaft schädigen. Aber auch die technische Ausführung, nämlich

  • Links, die über Flash oder Javascript als Outbound-Links programmiert wurden,
  • Links mit unnötigen mehrfachen Redirects,
  • Links auf Einzelseiten oder Domains, die per robots.txt von Indexierung ausgeschlossen wurden,
  • Links auf Seiten, die in den Meta-Angaben auf „noindex, nofollow“ stehen,
  • sowie Verlinkungen, die mit dem nofollow-Attribut ausgestattet wurden.

Letztere werden auch von den großen Social Networks erzeugt, doch in die Suchmaschinenergebnisse fließt durchaus ein, wie aktiv man dort verlinkt - man kann davon ausgehen, dass auch nofollow-Links irgendwie in die Wertung mit eingehen. Nur gegebenenfalls nicht so wirksam wie die wünschenswerten natürlichen Verlinkungen, die durch Blogeinträge und Forenpostings entstehen.

Gezielte Optimierung

Für Aufbau oder Pflege einer Site gilt immer: Jede einzelne Unterseite sollte gezielt optimiert werden - auch Kategorie-Übersichten, Fehlerseiten, Begleittexte, kurze Artikel, mehrseitige Texte und jede einzelne Produktseite. Wir hoffen, dass unser Cheat Sheet Ihnen diese Aufgabe erleichtert, und freuen uns über Feedback, damit die nächsten Arbeitsblätter noch nützlicher werden.


Links aufbauen durch ...

  • Hochwertige interessante Inhalte
  • Schreiben von Gastartikeln
  • Linkaustausch oder -miete
  • Postings und Kommentare mit URL
  • Aufbau eigener Kataloge/Verzeichnisse
  • Konsequente Konkurrenzanalyse mit Lerneffekt

Content optimieren
generell Unique Content – Inhalte sollten hochwertig aufbereitet und einzigartig sein, damit sie von Usern empfohlen und von Suchmaschinen optimal aufgenommen werden.
sichtbar für User ansprechender, verlockender Titel
Inhalt passend zum Thema/Keyword-Bereich
bringt dem Leser Nutzen/Anregungen
Dokumentenstruktur gegliedert mit Intro und Absätzen
falls länger, in Abschnitte und Unterseiten gegliedert
für Suchmaschinen Seitentitel mit Keyword am Anfang, 80 Zeichen: Jede Seite sollte einen einzigartigen Titel haben. Wenn die Seite in den Suchergebnissen auftaucht, erscheint der Inhalt des title-tags als erste Zeile des Ergebnisses.
Artikeltitel von bis zu 70-80 Zeichen Länge
H1 bis H3 für Gliederung verwenden:
<h1>Die wichtigste Überschrift mit Keyword</h1> <h2>Zweitwichtigste Inhalte</h2> <h3>Drittwichtigste Texte</h3>
300-500 Wörter Text pro Seite/Posting balancierte Keyword-Dichte 4-5 % Meta-Description bis 155 Zeichen sprechende, aber clevere und nicht zu lange URL
wichtig aktuelle, relevante Inhalte
Nutzen für die User
Themen, die auch gesucht werden – hilfreiche Infos: Ressourcen erschaffen, Anleitungen,Tipps und nützliche Listen erstellen (Keyword-Analyse und nutzerfreundliche Sprache statt Fachjargon)
mit anderen in den Dialog treten: Verlinken, verlinkt werden, zitieren, kommentieren, Social Media
Links Mit title-tag und als Linktext das Keyword <a href=http://link-auf-andere-seite.de title="keyword">Keyword im so genannten Anchor text</a> und nicht nur das Wort an sich
Nofollow_Links setzen: <a href=http://link-auf-andere-seite.de title="keyword" rel="nofollow">Keyword im Anchor text</a> (für gekennzeichnete Werbung und Links, die nicht das Ranking beeinflussen sollen)
interne und externe Links auf verwandte relevante Themen setzen (nicht zu viele!)
keine Exact-Anchor-text-Links (die exakt dem Keyword entsprechen, auf das optimiert werden soll)
Bilder Bilder/Fotos immer mit einer erläuternden Unterschrift einbinden
aussagekräftige Dateinamen
Alt- und title-tags vergeben:
<img src="foto.jpg" alt=""keyword" title="keyword" />
Grafiken lockern den Lesefluss auf
Keywords auf zwei bis drei Schlagworte pro Artikel und höchstens drei bis fünf Keywords für den Eingangsbereich optimieren
Keywords auch in Titel und Zwischenüberschriften an den Anfang setzen
Synonyme, Umgangssprache und diverse Keyword-Varianten verwenden
Mit dem Keywordtool verwandte Begriffe finden und Popularität checken: https://adwords.google. com/o/Keywordtool
Keywords
Recherche Relevante Begriffe ermitteln, die zum eigenen Angebot passen (regional, spezialisiert, gängige Begriffe, umgangssprachliche Ausdrücke)
Eigene Nische festlegen und darauf optimieren: "Schreiner" hat keine so guten Aussichten wie "Schreiner Frankfurt" und "Webdesign Frankfurt" ist nicht so gut wie "Webdesign Frankfurt Drupal". Mit Keywordtool prüfen, ob jemand nach den Begriffen sucht, die sinnvoll scheinen.
Ungünstige Keywords/Kombinationen:
  • pauschale Bezeichnungen ("Auto")
  • zu weit gefasste Begriffe ("Design")
  • zu spezifische Keywords ("ökologische selbst hergestellte Feuchtigkeitscreme Frankfurt")
  • Begriffe, die keiner sucht ("kariertes Einhorn")
  • Begriffe, die alle suchen ("Last Minute Weekend")

Nicht die Anzahl der User, die über Suchmaschinen kommen, zählt – sondern deren Ziele. Finden die Nutzer das Gesuchte?
Verteilung Die Basics:
  • title-tag im Quelltext/Browser/in den Ergebnislisten
  • Meta-Descriptions
  • H1-tags für Überschriften und relevante Zwischentitel
  • tags, Kategorienamen
  • URL-Bestandteil (Domain und Einzelseite)
  • Alt- und title-texte
  • Keywords und Synonyme, Umschreibungen im Seitentext
    Keyword-Dichte: nicht zu wenig, nicht zu viel. Empfehlung: Im Artikeltext ganz zu Anfang ein- bis zweimal, einige Male im restlichen Text. Keyword Stuffing vermeiden, immer an der Lesererfahrung orientieren: Zur Probe vorlesen, ob der Text für Menschen trotz Keyword-Optimierung noch sinnvoll klingt.
Reihenfolge Die wichtigsten Keywords zuerst. Wird der Fir- menname oft gesucht und gefunden, kommt er im title-tag vorne. Werden eher die Dienstleistungen gesucht, sind es diese:
"Firma Schneider | Bürostühle Düsseldorf" macht im titel weniger Sinn als "Bürostühle Düsseldorf, Firma Schneider" (und Google berücksichtigt die ersten 70 Zeichen, nicht mehr).
Monitoring Was bringen die eigenen Maßnahmen, wie sinkt oder steigt das Ranking? Nur wer sein Keyword Ranking (und gegebenenfalls das des Wettbewerbs) beobachtet und analysiert, wird lernen können, welche Optimierungen erfolgreich waren und den Erfolg wiederholen können. http://www.cleverstat. com/en/google-monitor-query.htm
duplicate Content (dC) vermeiden
.htaccess optimieren technisch gesehen könnten folgende URLs unterschiedliche beziehungsweise mehrere Adressen sein:
www.domain.de domain.de
www.domain.de/
www.domain.de/index.html
domain.de/start.asp domain.de/ *
*Der trailing-Slash / hinter der Domain ruft ohne Umweg das Verzeichnis auf, mit diesem Slash erzielen Sie bessere Ladezeiten.
Google und Co. sollten immer nur eine Variante vorfinden. Um DC zu vermeiden, Domain-Adressen zum Beispiel entweder mit www oder ohne verwenden, aber nicht beides. Mit diesem Befehl in der .htaccess-Datei kann man http://www. domain.de umleiten auf http://domain.de/:
RewriteEngine on
RewriteCond %{HTTP_HOST} ^www.domain.de [NC]
RewriteRule (.*) http://domain.de/$1 [R=301,L]
.htaccess optimieren, 404- Fehlerseite definieren Dateien löschen, verschieben, umbenennen: Suchmaschinen-Bots sollten nie ins Leere laufen, sondern "informiert" werden, dass die Seite endgültig weg ist.
RewriteEngine on
ErrorDocument 404 http://www.domain.de/eigene-404-fehlerseite.html
Gestaltung der 404-Seite für User nicht vergessen: Fortführung des Screendesigns, weiterführende Links, Suchfeld. Mehr über 404-Statuscodes:
http://support.google.com/webmasters/bin/answer. py?hl=de&answer=40132
Canonical tag Suchmaschinen mitteilen, welche URL eines Artikels die bevorzugte ist (zum Beispiel die Einzelseite eines Blogpostings und nicht die Druckversion oder die Wiederholung im Archiv) durch die Ergänzung des Canonical tags im Header:
<link rel="canonical" href="http://www.domain. de/bevorzugte-einzelseitenadresse" />
Plug-in für Wordpress: http://yoast.com/wordpress/seo/
Metadaten Seitentitel und Meta-Description für jede Seite unter- schiedlich: Meta-Description-Analyse für die ganze Domain: http://meta-description-crawler.cmm-hq.com/
indexing-Limits für suchmaschinen
Hinweis Ausnahmen bestätigen die Regel: Websites mit großer "Autorität" werden besser und gründlicher indiziert als neue, noch nicht häufig im Web verlinkte mit weniger Text.
Dateigröße möglichst nicht mehr als 150 Kilobyte (zuzüglich CSS, Skripte, Grafiken)
title-tag Nicht mehr als 70 Zeichen
Meta-Description Nicht mehr als 155 Zeichen – aussagekräftig, wird in Suchmaschinenergebnissen angezeigt!
Parameter in URL Nicht mehr als zwei URL-Parameter. So nicht:
http://domain.de/produkte.php?object=L&type=2&t urf=5&abc=6 Sondern so:
http://domain.de/produkte.php?abc Noch besser: "sprechende" URLs:
http://domain.de/produkte/abc/sporttaschen Optimale URLS: sprechend, strukturiert, so lang wie nötig und so kurz wie möglich – mit einem Keyword in der URL.
URL-Ebenen Nicht mehr als vier URL-Ebenen. So nicht:
http://domain.de/regional/bundeslaender/staedte/ muenchen/news
Sondern so: http://domain.de/regional/muenchen
ausgehende Links Nicht mehr als 100 pro Seite
struktur und Usability
Seitenlayout Content above the fold: Der Teil einer Seite, der ohne Scrollen sichtbar ist, sollte eine brauchbare Nutzererfahrung bieten – Inhalte statt Werbung und Designelementen, auch das fließt ins Google-Ranking ein. (Darstellung prüfen mit http://browsersize.googlelabs. com/)
Hierarchie Organische, nachvollziehbare Strukturen mit Navigationselementen, die dem User die Orientierung vereinfachen: Textlinks als Navi-Elemente, keine grafischen Buttons. Vorsicht mit Dropdown-Menüs und Skripten, nicht alle User oder Suchmaschinen können damit umgehen.
Ladezeiten Wie schnell eine Website im Browser geladen wird, wirkt sich auf die Suchmaschinenrankings aus. Tools und Tipps zur Beschleunigung unter: https://developers.google.com/speed/?hl=de und developer.yahoo.com/yslow/
robots.txt Die Datei robots.txt im Hauptverzeichnis bestimmt, wie eine Website von Crawlern erfasst wird, und sollte unter anderem die Infos enthalten, wo die Sitemap liegt:
User-agent: *
Disallow:
Sitemap: http://www.domain.de/sitemap.xml
Im Beispiel wird die Erfassung der gesamten Site erlaubt und gezeigt, wo die Sitemap liegt. Man kann Besuche nur speziellen Crawlern erlauben/verbieten, Verzeichnisse oder URLs mit Parametern sperren, um Duplicate Content zu vermeiden oder angeben, dass bestimmte Dateiformate wie z.B. PDF nicht indexiert werden. Details unter www. robotstxt.org/
Breadcrumb Brotkrumennavigation wird in den Suchmaschinen-Ergebnislisten mit angezeigt und ermöglicht Google den Abgleich mit dem Seitentitel. Breadcrumbs gehören in den sofort sichtbaren Bereich "above the fold" und bilden für User und Suchmaschinen die Ebenen der Site ab:
Startseite > Büromöbel > Sitzmöbel > Konferenzstühle Immer mit der Startseite beginnen, keine Ebene auslassen, alle außer der aktuellen verlinken und wo sinnvoll Keywords als Verweis verwenden. Dabei Mikroformate oder RDFa für die Darstellung nutzen: support.google.com/web- masters/bin/answer.py?hl=de&answer=185417
Sitemap Zwei Sitemaps: XML für Maschinen, HtML für Menschen. Sitemaps sorgen dafür, dass möglichst viele Einzelseiten einer Domain indexiert werden. XML-Sitemap über Google- Webmastertools einreichen: Tools zur Sitemap-Erstellung code.google.com/p/sitemap-generators/wiki/Sitemap Generators und code.google.com/p/googlesitemap generator/
Rich Snippets Microdata, Microformats und RDFa: Infos zu strukturierten Daten unter support.google.com/webmasters/bin/answer.py ?hl=de&answer=99170 und www.google.com/webmasters/ tools/richsnippets
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