Das Energie-Sparprogramm

Schluss mit Standby

Schluss mit Standby

Steckdosenleiste

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Eine intelligente Steckdosenleiste

Viele Geräte verbrauchen Energie, ohne etwas zu leisten. Ältere Fernseher, DVD-Player und Computer verbrennen mehrere Watt im Standby-Betrieb. Sie lassen sich problemlos vom Netz trennen, um Strom zu sparen. Fehlt ein Netzschalter am Gerät, gibt es auch andere Möglichkeiten: Steckdosenleiste mit Schalter (ab etwa 6 Euro) Die einfachste Methode verlangt Handarbeit: Einfach bei Nichtgebrauch den Schalter drücken. Besonders empfehlenswert sind Modelle mit Überspannungsschutz (ab etwa 15 Euro), die bei Blitzschlag das Schlimmste verhüten.

Steckdosenleiste mit Einschaltautomatik (ab etwa 40 Euro) So genannte Master-Slave-Leisten - etwa von Ehmann - schalten Geräte automatisch ein und aus. Dazu wird die wichtigste Komponente an die Master-Steckdose angeschlossen. Im Heimkino ist das meist der Fernseher. AV-Receiver, aktiver Subwoofer, DVD-Player und Spielkonsole kommen in die übrigen Steckplätze. Schaltet man nun das TV-Gerät ein, werden automatisch alle anderen Geräte unter Strom gesetzt - und hinterher auch wieder vom Netz getrennt. Settop-Boxen und Recorder, die im Standby bleiben müssen, brauchen allerdings eine eigene Stromversorgung.

Steckdosenleiste mit Stromunterbrecher

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Steckdosenleiste mit Stromunterbrecher

Strom-Unterbrecher (ab ewta 10 Euro) Diese kleinen Helfer - zum Beispiel von Pearl- machen das Stromsparen fernbedienbar: Ein Infrarot-Sensor wird am TV befestigt und reagiert auf Signale von der Fernbedienung. Er schaltet bei Bedarf die Steckdose der Energiespar-Box frei. Geht der Fernseher in Standby, unterbricht die Box nach 60 Sekunden automatisch die Stromzufuhr - bis zum nächsten Einschaltsignal. Zwar reagiert der Sensor auf jede Fernbedienung in seiner Umgebung, doch hält sich der Verlust in Grenzen: Die Box erkennt, wenn kein Strom durch ihre Steckdose fließt, und trennt nach 60 Sekunden den Fernseher wieder vom Netz. Allerdings braucht die Box selbst auch etwas Strom: 0,6 Watt.

Energieverbrauch ermitteln

Verbrauchsmessgerät

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Ein Verbrauchsmessgerät

Wie groß das Sparpotenzial im Haushalt ist, kann jeder selbst ermitteln: mit einem Verbrauchsmessgerät, das es ab 30 Euro bei Elektronik-Versendern oder im Fachhandel zu kaufen gibt (Die Redaktion bietet einen Energiekostenmesser zurzeit als Zugabe zum Kurz-Abo an). Manche Händler, Verbände und Stromversorger leihen die Stromschnüffler gegen Kaution sogar aus. Eine Datenbank mit Verleihstellen finden Sie im Internet. Wer einen Kauf plant, sollte auf den Messbereich achten. Nur Modelle, die auch unter ein Watt noch genau arbeiten, taugen zum Aufspüren aller stillen Verbraucher. Besonders praktisch: Eine Speicherfunktion, die den Stromkonsum über einen längeren Zeitraum dokumentiert. So erfahren Sie nicht nur die Werte des aktuellen Betriebszustands, sondern den echten Verbrauch pro Woche, Monat oder Jahr.

Sparsamere Fernseher

LCD-TV

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LCD-TV

Die Stromaufnahme im Standby haben die TV-Hersteller auf deutlich unter ein Watt gedrückt. Auch während des Betriebs verbrauchen Flachbildschirme weniger als noch vor einigen Jahren - wenn man die Displaygröße berücksichtigt. Trotzdem sollen künftige Generationen noch sparsamer werden.

LCD-TVs erhellen ihr Flüssigkristall-Display überwiegend mit Leuchtstoffröhren. Nur wenige Modelle, etwa von Samsung, setzen Strom sparende Leuchtdioden (LED) ein. In einigen Jahren werden LEDs die heutige Beleuchtung jedoch komplett ablösen. Hinzukommt, dass die kleinen Birnchen sich individuell dimmen lassen. Der Fernseher kann Bildbereiche, die weniger Licht benötigen, also zeitweilig abdunkeln. Das verbessert nicht nur die Schwarzwiedergabe, es spart auch Energie. LCD-TV-Anbieter wie Sharp oder Sony hoffen mit dieser Techik den Stromverbrauch bis 2011 in etwa zu halbieren.

Plasma-TV

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Plasma-TV

Plasma-TVs entzünden in winzigen Zellen ein Gasgemisch, das farbigen Phosphor zum Leuchten anregt. Mit neuen Gasgemischen, besseren Phosphor-Rezepturen und einer speziellen Ausformung der Zellen lässt sich die Lichtausbeute steigern. So ist es Panasonic gelungen, ein Plasma-Display zu entwickeln, dessen Pixel doppelt so hell strahlen wie bisher. Oder anders ausgedrückt: Bei gleicher Leuchtkraft benötigt es nur halb so viel Strom. Damit lassen sich erstmals FullHD-Plasmas bauen, die nicht mehr Energie aus der Steckdose ziehen als einfache HDready-Geräte. Erste Modelle mit der neuen Technologie sollen 2009 auf den Markt kommen.

Wilfried Oppermann im Interview über Stromverbrauchmaßnahmen...

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