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Scareware erkennen

So erkennen Sie Scareware

  • Auf den ersten Blick kann man Scareware leicht für ein echtes Schutzprogramm halten. Doch es gibt sichere Anzeichen dafür, dass die Software gefälscht und nutzlos ist.
  • Die Zahl der (angeblichen) Infektionen: Damit der Nutzer richtig erschrickt, meldet Scareware häufig eine lange Liste mit mehreren Dutzend Infektionen. Das aber ist wenig praxisnah.
  • Ständige Pop-up-Fenster: Auch ein echter Virenschutz meldet sich bei einem Fund oder einer Bedrohung - jedoch nicht in einer derart penetranten Art wie Scareware, bei der man die Fenster oft gar nicht so schnell schließen kann, wie neue erscheinen.
  • Kostenlose Tagesversion: Kein seriöser Hersteller von Sicherheitsprogrammen bietet eine Vollversion für einen Tag. Meist stehen 30-Tages-Demos zur Verfügung, danach gibt es keine Updates mehr.
  • Unbekannte Software: In der Regel kennen Sie die Sicherheits-Software, die Sie entweder selbst installiert haben oder die auf dem Rechner beim Kauf vorinstalliert war. Vertrauen Sie keinem unbekannten Tool. Das gleiche gilt, wenn plötzlich zwei Virenscanner laufen.
  • Vorsicht bei Kaufaufforderung: Hellhörig sollte man werden, wenn sich ein vermeintlicher Schädling erst nach dem Kauf der Vollversion löschen lassen soll. So etwas gibt es bei seriösen AV-Anbietern nicht.
  • Keine Konfigurationsmöglichkeit: Jeder Virenscanner und jede Sicherheits-Suite bietet eine Vielzahl von Einstelloptionen. Dazu gehört auch die Möglichkeit, Warnungen zu unterbinden oder das gesamte Programm zu deinstallieren. Beides fehlt bei Scareware in der Regel.

Info: So schützen Sie sich vor Scareware!

Im Prinzip gelten bei der Abwehr von Scareware die gleichen Vorsichtsmaßnahmen wie allgemein bei Schad-Software - denn um nichts anderes handelt es sich bei Rogueware.

Fallen Sie beim Surfen nicht auf plötzliche Warnmeldungen wie "Ihr Computer ist infiziert. Klicken Sie hier, um die neueste Anti-Viren-Software zu laden" herein. Dabei handelt es sich höchstwahrscheinlich um Scareware.

Installieren Sie nur AV-Programme bekannter Hersteller.Halten Sie Betriebssystem, Browser, Programme und Plug-ins auf dem neuesten Stand. Wissen Sie von nicht gepatchen Sicherheitslücken, wechseln Sie das Programm (Beispiel PDF-Reader).

Ein Virenschutz sowie eine Firewall sind Pflicht. Scannen Sie insbesondere alle Downloads von Peer-to-Peer-Netzwerken oder One-Klick-Hostern. Gerade bei der Suche nach Cracks, Raubkopien und Seriennummern sind Kriminelle nicht weit weg.

Lassen Sie immer eine gewisse Vorsicht walten, auch bei Mails von Freunden: Links auf vermeintlich harmlose Videos oder auf Dateien bei Rapidshare und Co. sind gängige Verbreitungsquellen von Rogue AV-Software.

Machen Sie sich gefälschte und infizierte Webseiten bewusst, die nur zu dem Zweck erstellt sind, unbedarfte Nutzer durch aktuelle oder besonders häufige Suchbegriffe anzulocken (SEO-Spamming).

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