Zwanglos online

Routerfreiheit: Folgen für Provider und DSL-Kunden

Seit dem 1. August 2016 dürfen Netzbetreiber ihren Kunden nicht mehr ein bestimmtes Endgerät aufzwingen – denn oft gibt es bessere Router. Wir verraten, was die neue Routerfreiheit bedeutet und für Änderungen mitbringt.

Teaserbild Paul Paladin

© shutterstock/PaulPaladin

Freie Routerwahl: Wir verraten, was es bringt.

Für ihren Online-Zugang nutzen die meisten Kunden den Modem-Router, den ihnen der Netzbetreiber oder Provider nach Vertragsabschluss zur Verfügung stellt. Die Bereitstellung des Geräts ist bereits in den Tarifkosten mit einkalkuliert oder wird als eine Art Leihgebühr auf den Tarif aufgeschlagen.

Da ein Großteil der Kunden zum Internetzugang auch gleich den Telefonanschluss bucht, liefern die Provider einen so genannten All-in-one-Router mit integriertem Modem, IP-Telefonanlage und WLAN- Access-Point. Damit sind alle wichtigen Telekommunikationsschnittstellen, Verbindungs- und Router-Funktionen in einem einzigen Gerät zusammengefasst. Diese All-in-one-Router sind bereits vorkonfiguriert, sodass sie direkt nach dem Anschluss im Haushalt des Kunden ohne zusätzliche Einstellungen ihren Dienst verrichten.

Dem Kunden bleibt damit das lästige Eintippen der Zugangsdaten für Internet- und Telefonanschluss im Router-Menü ebenso erspart wie zusätzliche Providerspezifische Einstellungen (zum Beispiel die Adresse des AFTR-Gateways oder VLAN-IDs für IP-Tele- fonie). Der Netzbetreiber wiederum spart sich zusätzliche Supportkosten, wenn der Kunde durch fehlerhafte Router-Einstellungen keine Online-Verbindung zustande bekommt. Überhaupt vereinfacht sich der komplette Endkundensupport für den Provider, solange an jedem Teilnehmeranschluss immer dieselben Endgeräte vertreten sind. Zudem hat der Netzbetreiber die Möglichkeit, bestimmte Einstellungen am Endgerät des Kunden per Fernwartung vorzunehmen, wie zum Beispiel über das TR-069-Protokoll.

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