Vielseitige Rettungsmöglichkeit

XP-, Vista- und Linux-Rettungs-ISOs von USB booten

Er kommt - der Gau durch Systemfehler oder Virenbefall. Wohl dem, der einen 10-Gramm-PC sein Eigen nennt. Gemeint ist ein Multiboot-USB-Stick. Sogar ein abgespecktes Vista lässt sich darüber per USB starten. Retter für ein zerschossenes System oder sichere Arbeitsumgebung für unterwegs - mit dem Sticks haben Sie immer alles parat.

  1. XP-, Vista- und Linux-Rettungs-ISOs von USB booten
  2. USB-Stick bootfähig machen
  3. PE-Systeme von XP und Vista
XP-, Vista- und Linux-Rettungs-ISOS von USB booten

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XP-, Vista- und Linux-Rettungs-ISOS von USB booten

Moderne USB-Sticks sind zu Recht sehr beliebt: Groß, schnell und preiswert erlauben sie vielseitige Verwendung. Zunehmend steht dabei aber nicht die Nutzung als simpler Datenspeicher im Vordergrund, sondern die Ausführung von Programmen sowie das Booten eines Betriebssystems. Dieser Artikel beleuchtet nun die Probleme und Lösungen rund um das Booten von USB-Stick, bei dem mehrere Betriebssysteme zur Verfügung stehen. Denn hier gilt es, kniffelige Hürden zu überwinden.

Eine Frage des BIOS

Ohne BIOS-Unterstützung des Mainboards läuft gar nichts. So ohne weiteres sehen Sie Ihrem Board nicht an, ob es über die - eigentlich seit zirka 2001 (Pentium-4-Generation) zum Standard gehörende - Fähigkeit verfügt. Und die wenigsten Hersteller dokumentieren die Eigenschaft. Und selbst wenn: Einfach einstecken und losbooten klappt höchst selten, meist müssen Sie Ihrem BIOS auf die Sprünge helfen. Zuerst sollten Sie überprüfen, ob Ihr Board durch Drücken einer Taste (entweder [F8], [F11] oder [F12]) ein Boot-Menü anzeigt.

Ein bootfähig gemachter USB-Stick steht in der Liste gewöhnlich als USB-HDD. Bootfähig gemacht, wohlgemerkt! Denn von Haus aus sind die wenigsten USB-Sticks bootfähig.

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BIOS-Menü eines modernen PCs zur Wahl des Bootlaufwerkes.

Aber freuen Sie sich nicht zu früh, wenn der Eintrag angezeigt wird. Es ist kein Garant für den Erfolg. Andererseits: Auch wenn kein Boot-Menü angezeigt wird, lässt sich Ihr Rechner eventuell über USB-Stick booten.

Manche Boards sind zickig und spielen nur bei manueller BIOS-Anpassung mit. Die BIOS-Einstellungen öffnen sich je nach BIOS durch drücken auf die Entfernen-Taste [Entf] oder [F1], [F2], [F10]. Überprüfen Sie zuerst, ob Legacy USB storage detect aktiviert ist. Den Eintrag finden Sie bei manchen BIOS unter Integrated Perpherals. Anschließend ändern Sie unter Hard Disk Boot Priority die Reihenfolge der bootfähigen Festplatten. Teilweise finden Sie die Einstellung auch im Punkt Advanced Setup.

Ein USB-Stick wird üblicherweise als USB-HDD aufgeführt und muss zum Booten an oberster Stelle stehen. Die genaue Position und Bezeichnung der genannten Befehle kann je nach BIOS-Typ bzw. Mainboard-Hersteller schwanken. Bei manchen BIOS gibt es zwei Einstellungen für Boot-Reihenfolge und welches Gerät als erstes angesprochen werden soll. In diesem Fall wird dann die Festplatte im Bereich Hard Disk Drives als zweite geführt, was dazu führt, dass sie bei den Boot-Devices nicht zur Auswahl steht, da diese nach Laufwerktyp sortieren (Harddisk, DVD-Laufwerk, Floppy). Kompliziert, deshalb ist es am einfachsten, USB-Stick oder Festplatte über das BIOS-Bootmenü zu starten.

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Einstellungen eines modernen Award-BIOS zum Booten eines USB-Sticks.

Bei älteren Rechnern (Pentium 4-Generation) muss man häufig die USB-Emulation anpassen. Dazu dienen Menübefehle wie USB Configuration, in denen man den Emulation Type für die USB Mass Storage Device Configuration auf Hard Disk festlegt. Als letztes gilt es auch hier, die Boot-Reihenfolge der Festplatten anzupassen. Übrigens: Sobald Sie den Stick abziehen oder den Rechner ausschalten, vergisst das BIOS, dass der Stick an erster Stelle stand. Fehlt also ein Bootmenü oder erweist es sich als Verweigerer, müssen Sie die Laufwerksreihenfolge erneut anpassen.

Wie Sie den USB-Stick bootfähig machen und worauf Sie achten müssen, lesen Sie auf Seite 2...

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