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RGB, sRGB, YCC, xvYCC

11. RGB, sRGB, YCC, xvYCC, erweiterter Farbraum

Um die 40 Farbraummodelle kennt die Welt. Dieser Abschnitt erläutert jene Farbräume, die im Zuge des Übergangs von Standard-zu High-Definition sowie von der analogen zur digitalen Signalübertragung anzutreffen sind.

Wer den Abschnitt "Bildpunkt und Pixel" gelesen hat, versteht, warum dem europäischen TV-System (PAL) das RGB-Farbraummodell zugrundeliegt. Daran haben Digitalfernsehen, die HDMI-Buchse und High- Definition nichts geändert. Denn der verwendete Farbraum von HDTV und PAL ist praktisch identisch - und damit auch die Farbfülle oder Leuchtkraft der Bilder. Dennoch tauchen immer wieder zusätzlich die anderen Farbnormen in den technischen Angaben und M Menüs aktueller Fernseher, Beamer oder Settop-Boxen auf.

Standard-RGB (sRGB) kommt aus der Computerwelt. An sich stimmen RGB- und sRGB-Farbraum genau überein. sRGB soll lediglich die Zusammenarbeit zwischen PCs, Monitoren und Druckern perfektionieren und eine genaue Farbdarstellung sichern. Insbesondere die exakte Darstellung von Digital-Farbfotos soll gewährleistet sein. In Beamern ist die Norm zuweilen aufrufbar für den Fall, dass ein Computer angeschlossen wird.

Die YCC-Norm basiert ebenfalls auf RGB und sRGB. Sie berücksichtigt analoge Ungenauigkeiten der Signalübertragung und entspricht in der Qualität dem bekannten YUV-Signal. Um Farbfehldarstellungen zu vermeiden, löst YCC die Schattierungen der einzelnen Farben relativ niedrig auf.

Die heutigen digitalen Signalketten hätten das allerdings nicht nötig. Dies berücksichtigt xvYCC. Als zunehmend an Bedeutung gewinnende Farbnorm stellt sie die Hell-Dunkel-Übergänge der Farben in feineren Schritten dar.

Zunehmend kommen Player und Bildmaschinen auf den M Markt, bei denen man diese Norm aktivieren kann. Sind nicht beide xvYCC-versiert, werden die Bilder dabei nur greller und damit schlechter. Außerdem fehlt das passende Bildmaterial. Jetzt kommt High-Definition ins Spiel: Es gibt Ansätze, HD-Material mit dem Plus an Farbauflösung auszugeben. Ist das der Fall, wäre die Signalkette vollständig. Bis dahin bleibt nur, eigene Filme zu drehen - einige neuere Camcorder beherrschen xvYCC.

Zu guter Letzt: Der Begriff "Erweiterter Farbraum" ist wachsweich. Die Darstellung soll zwar xvYCC entsprechen, ob das aber tatsächlich der Fall ist, verbürgt die Bezeichnung nicht. Erweiterter Farbraum wird xvYCC genannt, weil auf dieser Norm basierend nicht nur feiner dargestellte, sondern tatsächlich auch noch weitere Farben übertragen werden könnten. Wann man dies tun wird, ist offen.

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