Feintuning für Aldi Medion Akoya P7700 D

Ratgeber: Den Aldi-PC sinnvoll aufrüsten

Aldi-PCs punkten meistens mit einem guten Preis/Leistungsverhältnis, bieten aber in mancher Hinsicht noch Verbesserungspotenzial. Wir zeigen Ihnen anhand des letzten Angebots Akoya P7700 D, wie Sie mit wenigen Änderungen und Ergänzungen Ihren Aldi-Rechner zu einer Höllenmaschine umwandeln können.

Test: Aldi-PC Medion Akoya P7700 D für 699 Euro mit Blu-ray und Quad-Core-CPU

© Archiv

Nicht schön, aber kaum vermeidbar: Der bunte Kabelknäuel im Inneren des Medion Akoya P7700 D.

[int:article,104134]Im magnus.de-Test ergatterte der Akoya P7700 D von Medion ein durchaus positives Fazit[/int]: Der PC ist "eine potente, leise und sparsame Multimedia-Maschine". Ausgestattet ist der Rechner mit einem Intel Core 2 Quad Q8300 und verfügt über eine flotte Terabyte-Festplatte sowie ein Blu-ray-Combolaufwerk. Hier gibt es keinen Nachbesserungsbedarf. Auch der Arbeitsspeicher ist mit vier GByte DDR2-RAM ausreichend groß dimensioniert. Im Auslieferungszustand sind aber nur 3325 MByte nutzbar, da die 32-Bit-Variante von Vista Home Premium vorinstalliert ist.

64-Bit-Betriebssystem installieren

Wenn man Peripheriegeräte sein Eigen nennt, für die 64-Bit-Treiber verfügbar sind, dann sollte man auf die 64-Bit-Variante von Vista umsteigen, die passende Recovery-DVD liegt dem Gerät bei. Auch sonst lohnt sich der Wechsel auf die 64-Bit-Plattform.

Für den Umstieg genügt es, vom Recovery-Medium zu booten, vorher sollte man allerdings alle bereits gespeicherten Daten auf ein externes Medium sichern. Nach der Installation liegt erst einmal ein "blankes" Vista auf der Platte. 64-Bit-Treiber und Applikationen findet man auf den beiliegendenCDs.

Ein angenehmer Nebeneffekt der Neuinstallation ist, dass man auch die Icons für diverse Aldi- Dienste, den Aldi-Bildschirmschoner und das Aldi-Sidebar-Applet los wird, die ab Werk vorinstalliert sind.

Schnellere Grafikkarte

Ein Schwachpunkt des Akoya P7700 D ist die relativ schwache GeForce-GT-230-Grafikkarte, deren Leistung in etwa einer GeForce 9600 GT entspricht. Wer anspruchsvolle 3D-Games mit höheren Auflösungen und Qualitätseinstellungen flüssig spielen will, der kommt um eine schnellere Grafikkarte nicht herum.

Ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten Karten mit Nvidias GTS 250 oder mit ATIs Radeon HD 4850. Mit HDMI ausgestattete Modelle kosten um die 120 Euro. Wer etwas mehr Geld investieren will, für den eignet sich die Radeon HD 4870 für etwa 160 Euro.

Wir haben den Aldi-Rechner für einen Test mit einer Radeon HD 4870 mit 512 MByte Grafikspeicher ausgestattet. Im 3D Mark Vantage stieg die Leistung bei Performance Settings gegenüber der GT 230 von 5101 auf immerhin 8796 Punkte.

Das 400-Watt-Netzteil des Aldi-Rechners reicht vollkommen aus, wir haben maximal 177 Watt im 3D Mark gemessen. Allerdings verfügt das Netzteil nur über einen sechspoligen Stecker für die Versorgung der Grafikkarte, für die zweite Buchse auf der Karte muss ein Adapterkabel eingesetzt werden.

Netzwerk beschleunigen

Ein Schwachpunkt des Aldi-PCs ist die vergleichsweise langsame LAN-Schnittstelle, die nur 100-MBit-Ethernet unterstützt. Wer ein NAS-Laufwerk oder einen Home Server mit GBit-Ethernet als Datenspeicher einsetzt und über einen schnellen Switch oder Router verfügt, der sollte den PC mit einer GBit-Ethernet-Karte nachrüsten.

Sinnvoll ist hier eine PCI-Karte, da der einzige PCI-E-x1-Slot bei Dual-Slot-Grafikkarten nicht nutzbar ist. Für Heimnetzwerke reicht die durch den PCI-Bus limitierte Leistung. Der Preis für eine PCI-Karte liegt bei etwa 10 Euro.

Externe Festplatte

Will man zur Datensicherung eine externe Festplatte einsetzen, dann ist für den Aldi-PC die HDDrive2go Ultra Speed von Medion eine sinnvolle Lösung. Die Terabyte-Festplatte für 99 Euro passt in den als "Datenhafen" bezeichneten Einschub auf der Oberseite des Rechners, kann aber via USB- oder E-SATA-Kabel auch an andere Rechner angeschlossen werden.

Bildergalerie

Den Aldi-PC sinnvoll aufrüsten
Galerie
Aldi-Feintuning

Passionierte Spieler sollten in eine schnellere Grafikkarte investieren. Eine Radeon HD4870 sorgt für eine fast verdoppelte 3D-Performance.

Mehr zum Thema

HIS: Grafikkarte Radeon HD 7750 iCooler
Was Sie beachten sollten

Sie haben eine neue Grafikkarte gekauft, wollen sie in Ihren PC einbauen und richtig installieren? Wir geben zehn Tipps, wie sie häufige Fehler…
SSD: Optimale Windows 7-Einstellungen
SSD Einstellungen

Wir geben wertvolle Tipps, wie Sie Ihrer SSD unter Windows 7 zu noch mehr Leistung verhelfen und außerdem deren Lebensdauer verlängern.
ssd, hdd, hybrid, oder, ratgeber, empfehlung
Festplatten-Ratgeber

Sollten Sie eine SSD, eine HDD oder gar eine Hybrid-Festplatte kaufen? Wir nennen Vor- und Nachteile sowie Stärken und Schwächen der Massenspeicher.
Egal ob PC oder Notebook, der SSD-Einbau gelingt immer einfach und schnell.
PC & Notebook

Ob Laptop oder PC: Wir zeigen in unserer Anleitung, worauf Sie beim Einbauen einer SSD-Festplatte achten müssen und was Sie dazu brauchen.
Festplatte
Sinnvoll einteilen

Wir zeigen, wie Sie Festplatten und SSDs richtig partitionieren. Damit ist das sinnvolle Einteilen des Speicherplatzes in weitere Laufwerke gemeint.