Maximale Datensicherheit

RAID 1: Einrichtung in NAS und PC + USV

Netgear ReadyNAS RN214

© Netgear

Für die Einrichtung eines RAID-1-Systems für Ihre wichtigsten Daten empfiehlt sich ein NAS. Damit haben Sie von überall aus Zugriff auf Ihre Daten. Zudem kommen Crashs und nötige BIOS-Resets seltener (bis gar nicht) vor, die Daten auf RAID-Systemen zerstören könnten.

Mehr Sicherheit mit unterbrechungsfreier Stromversorgung

Ein plötzlicher Stromausfall oder andere Schwankungen in der Energieversorgung können für den plötzlichen Tod einer mechanischen Festplatte sorgen. Nach einem Kurzschluss, beispielsweise durch einen Blitzeinschlag, leiden so gut wie alle technischen Geräte. Umgehen können Sie dies mit einer USV-Einheit. USV steht für Unterbrechungsfreie Stromversorgung. Die schalten Sie praktisch zwischen Steckdose und Rechner oder NAS, damit ebenjene Schwierigkeiten mit der Stromversorgung ausbleiben. Alle Infos dazu haben wir im verlinkten Artikel zusammengefasst.

RAID 1: Einrichtung

Einen RAID-1-Verbund können Sie in einem Rechner, der beispielsweise als Home-Server dient, oder gleich in einem NAS einrichten. Die meisten NAS-Geräte mit mindestens zwei Festplatten-Slots bieten an, ein RAID-System einzurichten. Das geschieht direkt über die Bedienoberfläche. Das ist von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich. Nach dem Einbau der Festplatten sollten Sie für gewöhnlich in Menüpunkten mit Namen wie Speichereinstellungen, Speicher-Management und Co. fündig werden. Schauen Sie am besten direkt in die Bedienungsanleitung. Richten Sie anschließend die Netzwerkfreigaben ein und schon ist das Laufwerk im Heimnetz zu finden und Sie können Ihre Daten einspielen.

Wenn Sie einen RAID-1-Verbund auf einem Desktop-PC einrichten wollen, muss Ihr Mainboard einen RAID-Controller mitbringen. Alternativ finden Sie bei Amazon auch Erweiterungen für PCI- oder PCI-Express-Slots. Dann läuft die Einrichtung über die jeweilige Software.

Lesetipp: Festplatte richtig partitionieren

Sind die Hardware-Anforderungen seitens des Mainboards erfüllt, haben Sie meistens zwei Möglichkeiten. Sie können ein RAID-1-System entweder im BIOS/UEFI einrichten oder per Software im Betriebssystem. Wir empfehlen hier klar das BIOS beziehungsweise die UEFI-Oberfläche. Dort müssen Sie ohnehin den SATA-Modus von meist AHCI (bei älteren Systemen auch "IDE") auf RAID umstellen.

Bei einer Lösung im Betriebssystem kann schon ein Systemabsturz oder eine unüberlegte Windows-Neuinstallation reichen, damit die jeweilige Software das vorher angelegte RAID nicht wiederfinden kann und ihre Daten damit nicht mehr so einfach wiederherstellbar sind. Bei einer Lösung im BIOS sollten Sie von einem BIOS-Reset absehen. Viele Mainboards können dann im Anschluss ebenso das Problem haben, die RAID-Laufwerke nicht wieder richtig "zusammensetzen" zu können.

Bei einer RAID-Einrichtung über BIOS oder UEFI ist die Vorgehensweise je nach Hersteller unterschiedlich. Wichtig ist, dass der Rechner die eingebauten Festplatten beide erkennt. Anschließend werden Sie bei manchen Mainboards direkt ein Menü für das Einrichten von RAID-Modi haben. Alternativ können sich entsprechende Funktionen in Menüs zum Booten oder - meistens anzutreffen - zur Konfiguration der Laufwerke finden.

Lesetipp: Festplatte und SSD restlos löschen

Haben Sie das richtige Menü - notfalls per Handbuch - gefunden, ist die Vorgehensweise simpel. Nachdem Sie den SATA-Modus auf RAID umgestellt haben, wählen Sie den richtigen Modus für RAID 1 ("Spiegeln", "Mirroring") aus und wählen anschließend die einzusetzenden Festplatten. Das System beginnt dann - auf Rechnern genau wie im NAS - mit der Synchronisierung der Festplatten. Das kann je nach Größe mehrere Stunden dauern - ist aber völlig normal.

Anschließend finden Sie das RAID 1-Laufwerk wie eine ganz normale Festplatte, die Sie frisch eingebaut haben, auf Ihrem System. Sie müssen das neue Laufwerk nur noch formatieren und können dann darauf zugreifen. Wird es im Windows Explorer nicht angezeigt, werden Sie in der Datenträgerverwaltung fündig. Diese finden Sie in der Systemsteuerung unter der Verknüpfung "Verwaltung". Rufen Sie diese auf, ist der richtige Punkt links im Menü zu sehen. Ein Rechtsklick gibt Ihnen die benötigten Optionen zur Formatierung. Dort können Sie auch einen Laufwerksbuchstaben Ihrer Wahl vergeben.

Zusatzinformation: Soll auf dem RAID-Laufwerk auch gleich Windows laufen, sollte das Windows-Setup den RAID-Datenträger automatisch erkennen. Sie können ganz normal von DVD oder USB-Stick booten, nachdem die RAID-Synchronisierung abgeschlossen ist. Im Windows-Setup können Sie die "neue" Festplatte auch gleich partitionieren und formatieren.

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